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Jun 11 2018

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Rezension: To Love Ru: Darkness – Vol. 2 (Blu-ray)

In Mea scheint eine neue Gefahr für Rito und die anderen zu bestehen, trotzdem führt Momo ihren Harem-Plan in To Love Ru: Darkness Volume 2 fort.

Obwohl Yami und Mea sich auf gewisse Weise als Schwestern betrachten, ist das Verhältnis der beiden weiterhin angespannt. Yami macht keinen Hehl daraus, dass sie in Mea und deren unbekannten Meister eine Gefahr für sich und ihre Freunde sieht. Dennoch halten Rito, Yami und Momo Meas wahre Identität vor den anderen geheim und weihen nur jene ein, deren Hilfe sie benötigen. Außerdem sieht Momo keinen Grund ihr Vorhaben aufzugeben und verfolgt weiter ihren Harem-Plan für Rito. In Folge dessen versucht sie, die Beziehungen der anderen Mädchen zu Rito zu verbessern. Als Run ihm plötzliche ihre Liebe gesteht, denkt Rito erstmals genau über das nach, was Momo ihm vorgeschlagen hat.

Ecchi-Liebes-Chaos

To Love Ru: Darkness Volume 2 beweist mit vier neuen Episoden, dass die dritte Staffel der chaotischen Ecchi-Comedy im Gegensatz zum Auftakt, auch liebgewonnene Charaktere nicht vergessen hat. Weiterhin stehen neben Rito Momo, Yami und Mea im Mittelpunkt der Geschichte, während einstige Hauptfiguren wie Lala oder Haruna in den Hintergrund rücken. So schade das ist, hat man sich nach Volume eins bereits daran gewöhnt und das Wiedersehen mit der Chaostruppe ist auch in veränderter Aufstellung mehr als willkommen. Um so mehr, weil To Love Ru: Darkness endlich das große Ensemble auch abseits des Intros nutzt. Zwar haben nicht alle bekannten Charaktere große Auftritte, doch zumindest mit kleinen aber oft nicht unwichtigen Szenen sind viele von ihnen bedacht worden. Das ist gut so, da sich To Love Ru bereits seit der ersten Staffel neben dem abgedrehten Humor besonders durch das abwechslungsreiche, wenn auch klischeebehaftete aber sehr liebenswerte Ensemble auszeichnet.

Natürlich erzählt To Love Ru: Darkness Volume 2 die Geschichte rund um Momo, Yami und Mea weiter. Dem entsprechend stehen der Harem-Plan von Momo sowie Meas Geheimnis weiterhin im Mittelpunkt des Geschehens. Zumindest bis zu einem gewissen Grad. Denn obwohl To Love Ru: Darkness zeitweise etwas ernstere Töne anspricht und in Sachen Geschichte mehr zu bieten hat als nur das einfache Liebeschaos der Vorgängerstaffel, bleiben auch die bekannten Elemente nicht aus. Daraus ergibt sich ein unterhaltsamer Mix, der oft genau in den richtigen Momenten die Stimmung wechselt. So wird etwa ein ernstes Gespräch über die aktuelle Situation bezüglich Mea schnell von höchst peinlichen Geschehnissen, inklusive üblichen Yuki-Missgeschicken, aufgelockert. Dass zudem Figuren wie Lala, Mikan, Yui, Haruna und Run wieder größere Rollen inne haben und in manchen Episoden sogar mehr oder weniger zu Hauptcharakteren avancieren, ist mehr als willkommen. Gerade weil sich daraus zusätzliche Möglichkeiten ergeben und die grundlegende Geschichte unterstützt wird.

Bedauerlich bleiben trotzdem die kleineren Handlungslücken, die bereits in den ersten vier Episoden zu erkennen waren. Weiterhin kommen Fragen auf, die nicht ganz zum Verhalten einiger Charaktere passen. Ganz so auffällig wie noch im ersten Volume ist das aufgrund des Gewöhnungsfaktors allerdings nicht mehr. Wesentlich fällt der geringere Humor auf, der dem Hauptfigurenwechsel von Lala zu Momo, Yami und Mea sowie der damit einhergehenden etwas ernsteren Grundgeschichte geschuldet. Auch das ist von Volume eins bekannt und wiegt dank einiger wirklich amüsanter Szenen nicht so schwer. Ebenfalls erwähnt werden sollte der anhaltend hohe Ecchi-Anteil. Recht häufig gibt es nackte Haut, anzügliche Witze oder recht eindeutige, sexuelle Anspielungen. Diese werden wie gewohnt gut eingeflochten, passen meist zu Charakteren oder Szene und gehören einfach zu To Love Ru – auch wenn sie etwas expliziter ausfallen als in To Love Ru: Trouble und Motto To Love Ru: Trouble. Durch den vorhandenen Mix, fällt das jedoch nicht störend auf und Franchise- sowie Genre-Fans werden gut unterhalten.

Fazit

Nachdem ich mich an die Veränderungen gewöhnt hatte, hatte ich mit To Love Ru: Darkness Volume 1 meinen Spaß. Auch deshalb habe ich mich auf die Fortsetzung gefreut und wurde von den Episoden fünf bis acht nicht enttäuscht. To Love Ru: Darkness Volume 2 bietet den gewohnt chaotischen Ecchi-Comedy-Mix. Für mich besonders erfreulich sind die größeren Auftritte einiger Figuren, die ich in den ersten vier Folgen noch vermisst habe. Gerne habe ich wieder ein bisschen mehr Zeit mit Lala, Haruna, Yui, Run und Mikan verbracht, hatte aber auch mit der restlichen Serie meinen Spaß. Momo, Yami und Mea haben sich als interessante Hauptfiguren, die genauso liebenswert sind wie das restliche Ensemble etabliert und werden von den wichtigen Nebenfiguren, allen voran Nana, gut und sinnvoll unterstützt. Dass die Geschichte ernster ist als in den ersten beiden Staffeln, passt gut zur Serie und wird durch die lockere Grundstimmung sowie den chaotischen Alltag von Rito und den anderen gelungen aufgelockert. Deshalb behält To Love Ru: Darkness trotzdem die gewohnt leichtgängige, etwas abgedrehte Atmosphäre, die das Franchise auszeichnet. Da stört es mich dann auch nicht, dass der Humor oft etwas geringer auftritt und simpler ausfällt und der Erotik-Anteil expliziter ist. To Love Ru: Darkness Volume 2 hat mir Spaß gemacht und ich freue mich auf den Nachfolger.

Kurzfazit: Gewohnt chaotischer Ecchi-Comedy-Harems-Romantik-Mix, der trotz geringerem Humorfaktor und etwas ernsterer Grundgeschichte dank guter Figurennutzung und gewohnter Abgedrehtheit unterhält.

Vielen Dank an FilmConfect für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von To Love Ru: Darkness – Vol. 2!

Details
Titel: To Love Ru: Darkness – Vol. 2
Originaltitel: To Love-Ru: Trouble – Darkness
Genre: Comedy, Ecchi
Regie: Atsushi Ōtsuki
Studio: Xebec
Produktionsjahr: 2012
Laufzeit: ca. 95 Minuten
Sprachen: Deutsch, Japanisch (DTS-HD Master Audio 2.0)
Untertitel: Deutsch
Bonus: Booklet
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 16
Erscheinungstermin: 18. Mai 2018
Herstellerseite: FilmConfect Anime

Bilder Copyright Xebec / FilmConfect

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