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Okt 10 2016

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Rezension: Motto To Love Ru: Trouble – Vol. 1 (Blu-ray)

motto-to-love-ru-trouble-vol-1-coverWeiter geht es mit dem chaotischen Alltag von Rito, Lala und den andern im Auftakt der zweiten Staffel Motto To Love Ru: Trouble Volume 1.

Ein Jahr ist vergangen seit Lala vom Planeten Deviluke auf die Erde kam und dort auf den Schüler Rito Yuuki getroffen ist. Seit dem haben die beiden und ihre Freunde nicht nur zahlreiche Abenteuer erlebt, sondern auch der Alltag hat sich spürbar verändert. Chaotisch, verrückt und voller kurioser Ereignisse ist das Leben von Rito geworden. Außerdem hat er zahlreiche Frauenherzen erobert. Doch auch das zweite Jahr mit Lala fängt alles andere als ruhig an. So verwendet die Prinzessin von Deviluke wieder eine ihrer unausgereiften und fehleranfälligen Erfindungen als Rito und sie zu spät zur Schule kommen. Auch das Yui und das Disziplinarkomitee der Schule wird angesichts des Sittenverfalls wieder aktiv,. Währenddessen versucht Mikan sich mit Yami anzufreunden und Lalas Schwestern Momo und Nana sind ebenfalls mit von der Partie.

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Fehlender Übergang

Obwohl Motto To Love Ru: Trouble die zweite Staffel darstellt und somit eine Fortsetzung von To Love Ru: Trouble ist, ist der Übergang zwischen den beiden Serien recht holprig. Das liegt daran, dass noch vor der Veröffentlichung von Motto To Love Ru: Trouble im Jahr 2010 eine sechsteilige OVA vom Studio Xebec produziert wurde, die die Geschichte von Rito und Lala weitergeführt hat. So wurden auch neue Charaktere wie die kleine außerirdische, an ein kleines Mädchen erinnernde Pflanze Celine oder Lalas Schwestern Momo und Nana in den sechs Episoden der OVA eingeführt. Motto To Love Ru: Trouble knüpft daran an und verzichtet darauf eben diese Charaktere vorzustellen, so dass aufgrund der bisher in Deutschland nicht veröffentlichten OVA-Folgen der Übergang zwischen erster und zweiter Staffel etwas holprig wirkt.

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Immerhin werden die wichtigsten Informationen in kurzen Dialogen vermittelt. Lediglich die Herkunft von Celine bleibt im Verlauf von Volume 1 noch etwas unklar. Das stört aufgrund der kurzen Auftritte jedoch kaum. Weit auffälliger ist der Bezug zu Handlungselementen der OVA zu To Love Ru: Trouble als Grundlage für die Geschichte einer der zwölf Kurzepisoden von Motto To Love Ru: Trouble Volume 1. Kurzepisoden? Richtig. Jede Folge erzählt drei Kurzgeschichten, die jeweils nur einige Minuten umfasst. Mit ihren zwölf Episoden schafft es die zweite Staffel somit also auf insgesamt 36 Kurzgeschichten.

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Überschäumender Humor

Wirkt das Konzept anfangs noch etwas befremdlich, beweist die Serie schnell, welcher Vorteil sich daraus ergeben kann und das eine begrenzte Zeit nicht zwingend zu Lasten der Handlung geht. Diese sind To-Love-Ru-typisch eher einfach gehalten und erzählen Ereignisse aus dem Alltag von Rito, Lala, Haruna und zahlreichen anderen Charakteren. Alleine durch das rege Ausnutzen des sympathischen und amüsanten Ensembles, schaffen es die Kurzepisoden bereits zu unterhalten. Immer wieder geraten die diversen Charaktere in peinliche oder einfach nur witzige Situationen. Wie gewohnt wird dabei stark auf nackte Haut oder zumindest kurze Blicke unter die Röcke der Mädchen oder abgedrehte und skurrile Ereignisse gesetzt. Allgemein erweckt Volume 1 den Eindruck, dass die zweite Staffel etwas Zeigefreudiger ist, ohne dabei zu explizit zu werden. Aufgelockert wird das zudem durch die meist damit verbundenen peinlichen Reaktionen der betroffenen und involvierten Figuren.

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Neben dem Humor ist eine klare Stärke der Serie die strikte Strukturierung der einzelnen Kurzgeschichten. Besonders aufgrund der geringen Laufzeit konzentrieren sich die meisten Episoden auf das Wesentliche und rücken schnell die relevanten Figuren in den Mittelpunkt, ohne dabei gehetzt oder zusammengestückelt zu wirken. Damit gelingt es auf unterhaltsame Weise kurze Erlebnisse der liebgewonnenen Charaktere zu zeigen. Dass dafür neben den klaren Hauptfiguren Rito, Lala und Haruna verstärkt auch auf wichtige Nebenfiguren wie Yami, Mikan oder Yui gesetzt wird, ist begrüßenswert, da man die Charaktere dadurch besser kennenlernt und zugleich neue Möglichkeiten für amüsante Momente gegeben werden. Gleichzeitig gelingt es trotz des Konzeptes für einen fortschreitenden Eindruck der Ereignisse zu sorgen, so dass sich die Gegebenheiten rund um die Figuren verändern. So beispielsweise auch zum Ende von Volume 1, das allerdings wenig Spannung bringt. An sich funktionieren die Kurzepisoden trotz allem auch Eigenständig und als kurzweilige Unterhaltung für Zwischendurch.

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Einen deutlichen Sprung nach vorne im Vergleich zu To Love Ru: Trouble macht die zweite Staffel bei der Optik. Besonders die Charaktermodelle profitieren von der gestiegenen Qualität bei Zeichnungen und Animationen. Doch auch sonst wirkt die Serie weitaus moderner und hochwertiger als noch bei der ersten Staffel. Wirkt das anfangs etwas ungewohnt, entfaltet Motto To Love Ru: Trouble bereits nach kurzer Zeit den gewohnten Charme. Gelungen ist zudem die deutsche Synchronisation, die mit den bekannten Sprechern für den nötigen Wiedererkennungswert bei den bekannten Charakteren sorgt.

Fazit

Obwohl Motto To Love Ru: Trouble pro Episode nur noch drei Kurzgeschichten erzählt, funktioniert die Serie hervorragend und sorgt für kurzweilige Unterhaltung. Der aus der ersten Staffel bekannte abgedrehte Humor ist genauso wieder mit dabei wie Einiges an nackter Haut, so dass Kenner von To Love Ru: Trouble schnell den Charme der Serie verspühren. Das liegt auch an den zahlreichen bekannten und liebgewonnenen Charakteren, die zum Teil etwas stärker in den Mittelpunkt gerückt werden, was sowohl der Abwechslung als auch dem Humor zu Gute kommt. Allgemein funktioniert das Kurzgeschichten-Konzept überraschend gut und die strikt, aber locker und kurzweilig erzählten Ereignisse aus dem Alltag von Rito, Lala, Haruna und den anderen verstehen es immer wieder für ordentliche Lacher zu sorgen. Sei es durch peinliche Momente, unter denen meist Rito zu leiden hat, Missverständnisse oder eine von Lalas Erfindungen. Für Fans von To Love Ru: Trouble sowie Comedy-Anhänger, die sich an Ecchi-Einlagen nicht stören bietet Motto To Love Ru: Trouble kurzweiliges Vergnügen für Zwischendurch.

Kurzfazit: Gewohnt abgedreht und humorvoll mit einer guten Prise Ecchi-Elementen und zahlreichen sympathischen Figuren schafft es Motto To Love Ru: Trouble Vol. 1 in 12 Kurzgeschichten gut zu unterhalten.

Vielen Dank an FilmConfect für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Motto To Love Ru: Trouble – Vol. 1!

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Details
Titel: Motto To Love Ru: Trouble – Vol. 1
Genre: Comedy, Ecchi
Regie: Takao Kato
Studio: Xebec
Produktionsjahr: 2010
Laufzeit: ca. 85 Minuten
Sprachen: Deutsch, Japanisch (DTS-HD Master Audio 2.0)
Untertitel: Deutsch
Bonus: Poster
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 16
Erscheinungstermin: 30. September 2016
Herstellerseite: To Love Ru: Trouble bei FilmConfect
Spezialseite: To Love Ru: Trouble

Bilder Copyright Xebec / FilmConfect

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