Rezension: Sekirei: Pure Engagement – Gesamtausgabe (Blu-ray)

Der Beginn der zweiten Phase des Sekirei-Projekts bedeutet für Minato und die anderen in Sekirei: Pure Engagement, neue Kämpfe und Gefahren.

Minato konnte Haruka und Kuno gemeinsam mit seinen Sekirei gerade noch zur Flucht verhelfen. Bei dem Kampf gegen das Disziplinarkommando von MBI hat Musubi eine unerwartete Kraft gezeigt, die noch immer Rätsel aufwirft. Während noch das Chaos der Nacht beseitigt wird, ist Shinto Teito mittlerweile komplett abgeriegelt. Bevor jedoch die zweite Phase des Sekirei-Projekts beginnt, müssen die Sekirei zur Untersuchung auf neutralem Boden. Außerdem winkt für Ashikabi und ihre Sekirei ein Erholungsurlaub. Doch kaum ist das vorbei, geht das Battle Royale weiter. Die nächste Phase steht an und MBI-Direktor Hiroto Minaka nutzt jede Gelegenheit, um die Kämpfe zwischen den Sekirei anzufachen. Auch Minato, Musubi, Tsukiumi, Kusano und Matsu können sich nicht ewig vor ihrer aufgezwungenen Pflicht drücken. Derweil zeigen Kazehana und Kagari Reaktionen auf einen Ashikabi, sind aber noch nicht bereit, sich beflügeln zu lassen. Wie lange können sie ihrem Drang entgehen?

Liebende Kämpferinnen

Sekirei: Pure Engagement beginnt nicht sofort mit der zweiten Staffel, sondern der als OVA veröffentlichten Episode 0. Diese knüpft fast direkt an die Ereignisse des Vorgängers an. In Shinto Teito finden die Aufräumarbeiten nach dem nächtlichen Kampf und der Flucht eines Ashikabi und seiner Seikrei statt. Derweil müssen die Sekirei zu einer Untersuchung an einem neutralen Ort. Natürlich dient das nur dazu, verschiedene bekannte Figuren zu versammeln, ohne dass sie miteinander kämpfen können. Stattdessen stehen die Körper und besonders die unterschiedlich großen Brüste der Charaktere im Vordergrund. Eine klassische Ecchi-OVA, wie die zweite Hälfte mit Strand- und Badehaus-Aufenthalt zusätzlich unterstreicht. Damit hebt Sekirei: Pure Engagement zum Einstieg die Erotik-Elemente sowie den leichtgängigen Humor der Action-Ecchi-Comedy-Serie hervor.

Anschließend konzentriert sich die zweite Staffel in dreizehn Episoden auf die weiteren Ereignisse rund um das Sekirei-Projekt sowie Minatos Leben mit seinen Sekirei. Dabei greift die Serie auch die Ereignisse des Vorgängers auf. So ist Benitsubasa vom Disziplinarkommando noch immer wütend über ihre Niederlage und will sich an Musubi rächen. Dafür tüftelt sie einen Plan, in den sie auch Haihane verwickelt, aus. Natürlich zielen sie auf Minato ab und die Ereignisse haben letztlich große Auswirkungen auf das weitere Leben sowie Minatos Dasein als Ashikabi. Es ist kein großer Spoiler, hier zu erwähnen, dass die Anzahl von Minatos Sekirei im Verlauf der ersten Hälfte von Sekirei: Pure Engagement weiter wächst. Damit zeigt sich erneut, wie anziehend der eigentlich unscheinbare Minato für Sekirei ist.

Entschlossene Kämpferinnen

Parallel konzentriert sich Sekirei: Pure Engagement regelmäßig auf andere zentrale Figuren wie Minatos kleine Schwester Yukari, die ebenfalls als Ashikabi des Sekirei Shiina fungiert. Doch auch andere Akteure erhalten angemessene Aufmerksamkeit, was zur Vielfalt der Geschichte beiträgt. Eine allzu tiefgründige Handlung sollte jedoch nicht erwartet werden. Vielmehr zeigt Sekirei: Pure Engagement sogar verschiedene Logikprobleme, die allerdings angesichts des Settings und der unterhaltsamen Geschichte ignoriert werden können. Stattdessen ist es weitaus wichtiger, dass die Ereignisse gut ineinandergreifen, sich beeinflussen und immer weiter anziehen. Sekirei: Pure Engagement versteht es immer wieder, Höhepunkte zu inszenieren, die mit actionreichen Kämpfen aufwarten und die Handlung gleichermaßen packend wie mitreißend weiterführen.

Dabei spielt auch das zentrale Battle Royale zwischen den Sekirei eine bedeutende Rolle. Gerade die Maßnahmen von MBI-Direktor Hiroto Minaka bringen die Ashikabi und ihre Sekirei immer mehr in Zugzwang, was zur Spannung beiträgt, jedoch auch fragwürdige Handlungsentwicklungen aufzeigt. Wie bei den Logikproblemen wirkt sich das nicht negativ auf den Unterhaltungswert aus. Dafür lebt Sekirei: Pure Engagement zu sehr von den sympathischen Hauptfiguren, der trotz allem spannenden Geschichte, einigen gelungenen Wendungen, dem lockeren Humor und der gleichermaßen ernsten, düsteren wie leichtgängigen Atmosphäre. Regelmäßige Erotik-Einlagen dürfen natürlich genauso wenig fehlen wie brachiale Kämpfe und ein bewusst übertriebener Showdown, der zu einem guten Staffelende führt. Leider bleibt die Geschichte unabgeschlossen und eine Fortsetzung wurde nie produziert. Das hinterlässt trotz der spaßigen Action-Ecchi-Comedy-Unterhaltung einen leicht bitteren Beigeschmack. Optisch überzeugt Sekirei: Pure Engagement trotz des Alters von mittlerweile fast sechzehn Jahren mit schönen Zeichnungen, flüssigen Animationen und gut inszenierter Action.

Fazit

Im Gegensatz zur ersten Staffel habe ich Sekirei: Pure Engagement bisher nicht gesehen, weshalb ich mich über die Neuveröffentlichung der Fortsetzung der Action-Ecchi-Comedy-Serie gefreut habe. Die dreizehn Episoden plus Bonus-OVA setzen die Geschichte erwartungsgemäß fort. Weiterhin steht das Sekirei-Projekt und die damit in Verbindung stehenden Kämpfe der Sekirei sowie Minatos Alltag mit seinem wachsenden Harem im Mittelpunkt. Und ja, nach Musubi, Tsukumi, Kusano und Matsu gesellen sich noch zwei weitere Sekirei zu Minatos Gefolgschaft. Das bringt zusätzlichen Humor und natürlich noch mehr Keilerei um ihn in die Serie. Davon profitieren gleichermaßen der Humor, die Erotik-Elemente und die Geschichte. Schließlich müssen sich Minato und seine Sekirei noch größeren Gefahren stellen. Dabei werden auch einige andere Figuren, bekannte wie neue, in den Mittelpunkt der Handlung gerückt. Durchaus spannend und wendungsreich, weiß Sekirei: Pure Engagement trotz kleinerer Logikprobleme bis zum gelungenen Staffelende durchgehend zu fesseln und unterhalten. Bedauerlich ist allerdings, dass die Geschichte nicht beendet wird und keine dritte Staffel produziert wurde. Selbst die Möglichkeit, die Manga-Vorlage auf deutsch zu lesen, ist mangels nie erfolgter Veröffentlichung nicht vorhanden. Das hinterlässt einen leicht bitteren Beigeschmack, ändert aber nichts daran, dass Sekirei: Pure Engagement wie schon der Vorgänger spaßige Action-Ecchi-Comedy-Unterhaltung, die sich kein Genre-Fan entgehen lassen sollte, bietet. Wer die erste Staffel gerne gesehen hat, greift sowieso erneut zu.

Kurzfazit: Abwechslungsreiche Action-Ecchi-Comedy-Serie, die trotz kleiner Schwächen eine interessante Geschichte mit sympathischen Charakteren, lockerem Humor, gut inszenierter Action und reichlich Erotik erzählt.

Vielen Dank an Hardball Films für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Sekirei: Pure Engagement – Gesamtausgabe!

Details
Titel: Sekirei_ Pure Engagement – Gesamtausgabe
Originaltitel: Sekirei: Pure Engagement
Genre: Action, Ecchi, Comedy, Harem
Regie: Keizō Kusakawa
Studio: Seven Arcs Ltd.
Produktionsjahr: 2008
Laufzeit: ca. 354 Minuten (inkl. OVA)
Sprachen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Extras: Magnet, Spicy Still Collection
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 16
Erscheinungstermin: 03. April 2026
Herstellerseite: Sekirei: Pure Engagement – Gesamtausgabe (Blu-ray) bei Hardball Films

© Sakurako Gokurakuin / Square Enix, Sekirei Project
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