Rezension: Sailor Moon Super S (Staffel 4) – Teil 2 (Episoden 14-26)

Die Sailor-Kriegerinnen müssen in Sailor Moon Super S weiterhin die reinen Träume von Menschen vor ihren Feinden schützen.

Bisher konnte das Amazonentrio aus Falkenauge, Tigerauge und Fischauge den entkommenen Pegasus nicht finden. Ihre Herrin Zirkoni wird zusehends ungeduldig und fordert sie auf, sich mehr zu bemühen. Bei ihrer Suche nach Menschen mit reinen Träumen, in denen sich Pegasus versteckt haben könnte, geraten sogar die Sailor-Kriegerinnen ins Visier der Schurken. Diese beschäftigen aber auch andere Sachen. Zur Überraschung ihrer Freundinnen führt Minako eine Doppelbeziehung. Chibiusa lernt durch Diana eine scheinbar verbitterte, alte Frau kennen. Außerdem erhält die zukünftige Tochter von Mamoru und Bunny ein Liebesgeständnis. Bei einem Strandbesuch zeigt Shingo unerwartetes Interesse an Ami. Außerdem versucht sich Bunny beim Ballett und trifft eine seltsame Frau. Schließlich scheint das Amazonentrio die Suche zu intensivieren, was auch an einem Geheimnis, das ihnen offenbart wird, liegt. Neue Gegner bringen die Sailor-Kriegerinnen im Kampf zudem in Schwierigkeiten.

Fortlaufende Pegasus-Suche

Sailor Moon Super S setzt die Geschichte über Pegasus und den Dead Moon Circus in den Episoden vierzehn bis sechsundzwanzig der vierten Staffel fort. Noch immer ist das Amazonentrio im Auftrag ihrer Herrin Zirkonia auf der Suche nach Pegasus, der sich im reinen Traum eines Menschen versteckt hat. Neues Ziel von Falkenauge und Tigerauge ist ausgerechnet Minako, die mit den beiden eine Doppelbeziehung führt. Hier zeigt sich bereits, dass Sailor Moon Super S im zweiten Drittel der Staffel die episodische Erzählweise beibehält. Entsprechend konzentriert sich die vierzehnte Folge auf Minako und die Versuche der Feinde, in ihrem Traum Pegasus zu finden. Anschließend rückt eine scheinbar verbitterte, alte Frau ins Visier des Dead Moon Circus.

Obwohl die episodische Erzählweise mit klar strukturierten Geschichten pro Folge ein wenig an durchgehender Spannung leidet, fallen die jeweiligen Episoden durchaus unterhaltsam aus. Ob nun Minakos amüsante Doppelbeziehung, Dianas Rolle bei der verbitterten alten Frau oder ein an Chibiusa gerichtetes Liebesgeständnis, Abwechslung ist garantiert. Das gilt auch anschließend, wenn Ami ins Visier des Amazonentrios gerät oder sich Bunny als Ballerina versuchen will. Einige Folgen sind dabei eher witzig, andere etwas tragisch oder romantisch. Das unterstreicht, wie vielschichtig Sailor Moon Super S trotz der eher einfach gestalteten Geschichte ist.

Verspielte Feinde

Dazu tragen auch die amüsanten wie trotz ihrer Rolle irgendwie sympathischen Antagonisten bei. Falkenauge, Tigerauge und Fischauge sind leicht überzeichnet und sicherlich nicht tiefgründig geschrieben, sind aber aufgrund ihrer eigenwilligen Persönlichkeiten trotzdem liebenswert. Umso bedeutsamer ist ihre langsame Entwicklung sowie die Einführung neuer Gegner für die Sailor-Kriegerinnen, die ebenfalls im Namen von Zirkonia nach Pegasus suchen. Das kindliche Amazonen-Quartett ist wesentlich verspielter, geht gnadenloser vor und bringt genau zum richtigen Zeitpunkt etwas Frische in die vierte Sailor-Moon-Staffel.

An der episodischen Grundstruktur ändert aber auch das Amazonen-Quartett nichts. Stattdessen bleibt Sailor Moon Super S mit ihnen dem Konzept treu und inszeniert Folge für Folge eine Geschichte, bei der die Sailor-Kriegerinnen irgendwie mit dem Ziel ihrer Feinde in Verbindung stehen. Sei es ein Lied aus dem Internet, ein Fan von Rei oder ein Zahnarztbesuch, Bunny, Chibiusa und die anderen sind immer zur Stelle, wenn es Ärger gibt. Gleichzeitig erhalten die verschiedenen Figuren jeweils ausreichend Aufmerksamkeit, was auch den Episoden mit ihnen im Mittelpunkt zu verdanken ist. Hier zeigt sich zusätzlich die vorhandene Abwechslung des zweiten Staffel-Drittels, das bis zum Ende wieder gut unterhält und Lust auf die noch ausstehenden dreizehn Folgen weckt.

Fazit

Die Folgen vierzehn bis sechsundzwanzig von Sailor Moon Super S haben mich wie beim ersten Staffel-Drittel wieder gut unterhalten. An der episodischen Erzählweise ändert sich dabei nichts, weshalb die Staffel nicht ganz mit den Vorgängern mithalten kann. Kurzweilig ist Sailor Moon Super S aber weiterhin. Zudem weiß die Magical-Girl-Romantik-Anime-Serie mit liebenswerten Hauptfiguren, auf amüsante Weise sympathischen Antagonisten und ausreichend abwechslungsreichen Geschichten zu unterhalten. Es ist spaßig mitzuerleben, wie sich Bunny, Chibiusa und die anderen immer wieder mit Falkenauge, Tigerauge und Fischauge auseinandersetzen und schließlich auch gegen das neue Amazonen-Quartett antreten müssen. Dabei ist Sailor Moon Super S im zweiten Staffel-Drittel witzig, emotional, tragisch und romantisch. Sailor-Moon-Fans werden wieder viel Spaß mit den dreizehn Episoden haben.

Kurzfazit: Kurzweilige Staffel-Fortsetzung, die die episodische Erzählweise beibehält und mit ausreichend abwechslungsreichen Geschichten, auflockerndem Humor, ordentlicher Action und liebenswerten Charakteren charmante Magical-Girl-Anime-Unterhaltung garantiert.

Details
Titel: Sailor Moon Super S (Staffel 4) Teil 2
Originaltitel: Bishōjo Senshi Sailor Moon Super S
Genre: Magical Girl, Romantik, Abenteuer, Action, Comedy
Regie: Jun’ichi Satou
Studio: Toei Animation Co., Ltd.
Produktionsjahr: 1995/1996
Laufzeit (Episoden 1-13): ca. 312 Minuten
Sprachen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 12
Erscheinungstermin (ADN): 01. April 2026
Streaming: Sailor Moon bei ADN

©Naoki Takeuchi/PNP, Toei Animation

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