Rezension: K: Seven Stories – Side One (Blu-ray)

K: Seven Stories – Side One erzählt in drei Teilen Vorgeschichten zum roten, blauen und grünen Clan.

In sechs jeweils etwa einstündigen Filmen widmet sich K: Seven Stories der Zeit vor den Clankriegen in der Serie K. Das als Side One bezeichnete erste Set umfasst die ersten drei Filme. R:B – Blaze ist kurz nach dem verheerenden Kagutsu-Vorfall angesiedelt und befasst sich mit dem ersten Aufeinandertreffen des neuen roten Königs Mikoto Suou und des neuen blauen Königs Reishi Munakata. Side:Blue – Sirius erzählt vom jungen Takeru Kusuhara, der versucht im blauen Clan Szepter 4 Fuß zu fassen und für ein Sondertraining mit Gouki Zenjou zusammenarbeitet. In Side:Green – Overwritten World geht es um den aus einer wohlhabenden Familie stammenden Sukuna Gojo, der von Zuhause weggelaufen ist und mit seinen Erfolgen im Spiel Jungle die Aufmerksamkeit des grünen Königs auf sich zieht. Für den ersehnten J-Rang muss sich Sukuna einer letzten Aufgabe stellen und den berüchtigten Yukari Mishakuji besiegen.

Ergänzende Vorgeschichten

Zwei Serienstaffeln und ein verbindender Film haben die Geschichte der Clankriege in K erzählt. Das Aufeinandertreffen der mit besonderen Kräften ausgestatteten Könige und ihrer Untergebenen hat jedoch bereits zu Beginn gezeigt, dass zwischen verschiedenen Charakteren sowie Parteien Beziehungen bestanden haben. So etwa die Abneigung, die der blaue König Reishi Munakata und der rote König Mikoto Suou füreinander empfinden. Mit K: Seven Stories widmet sich Regisseur und Character Designer Shingo Suzuki der Zeit vor Beginn der Clankriege. Jeweils etwa einstündig werden unterschiedliche Ereignisse, die entscheidend für die Beziehungen zwischen den Clans oder die Entwicklung der Könige und ihrer Untergebenen waren, aufgegriffen und behandelt. Richtige Filme stellen R:B – Blaze, Side: Blue – Sirius und Side:Green – Overwritten World aber nicht dar. Vielmehr sind die Geschichten auf jeweils zwei Episoden mit Vor- und Abspann aufgeteilt. Die Erzählart sorgt jedoch für einen fließenden Übergang innerhalb einer Story und unterstützt somit zumindest grob den Filmeindruck.

Die drei Filme können besonders aufgrund ihrer gut umgesetzten Verbindung zur Serie überzeugen. Gerade deshalb und um Spoiler zu vermeiden, ist es ratsam, vor K: Seven Stories beide Serien-Staffeln und den Film K: Missing Kings gesehen zu haben. Obwohl die drei Prequel-Geschichten auch eigenständig funktionieren und unterhalten können, sind es vor allem die neuen Informationen und Hintergründe zu bekannten Charakteren und ihren Clans, die den Reiz ausmachen. Dabei fällt neben dem gewohnt farbenfrohen Animationsstil ein chronologischer Aufbau der Filme auf. So stellt R:B – Blaze als erster Film nicht nur den Start der sechsteiligen Reihe, sondern auch einen guten Einstieg dar. Der rote König Mikoto Suou samt Homra sowie der blaue König Reishi Munakata samt Szepter 4 werden vorgestellt und ihre Abneigung zueinander thematisiert. Es wird klarer, was die schwierige Beziehung der beiden auszeichnet. Zugleich wird der Beginn des neuorganisierten blauen Clans aufgezeigt. Etwas, das in Side:Blue – Sirius gelungen aufgegriffen und mit der Geschichte des jungen Clansmen Takeru Kusuhara sowie des erfahrenen Gouki Zenjou sehr gut weitergeführt wird. Inklusive durchaus überraschender Wendungen, die im ersten Film noch fehlen.

Als Abschluss widmet sich Side:Green – Overwritten World dem grünen Clan und insbesondere Sukuna Gojo, einem Charakter, der bereits in der zweiten Staffel überaus interessant war. Seine Vergangenheit ist durchaus spannend erzählt und einige zumindest etwas unerwartete Bindungen werden aufgebaut. Gleichzeitig wird zu Beginn auch eine grobe Brücke von Side:Blue – Sirius zu Side:Green – Overwritten World geschlagen. Im Gegensatz zum zweiten Film, der sich neben der sehr persönlichen Geschichte von Kusuhara auch auf die Entwicklung des gesamten blauen Clans konzentriert hat, steht in Side:Green ganz klar der Werdegang von Sukuna im grünen Clan im Mittelpunkt. Das schließt schön inszenierte Action sowie etwas emotionalere Momente mit ein. Die drei Prequel-Filme stellen eine schöne Erweiterung des Franchises dar und bieten Kennern sowie Fans mehr von den farbigen Clans.

Fazit

Das K-Franchise hat mich mit den beiden Serien-Staffeln und dem Film K: Missing Kings immer mit spannenden Geschichten rund um die farbigen Könige und ihre Clansmen unterhalten. K: Seven Stories ergänzt das Franchise mit interessanten Vorgeschichten, die tiefere Einblicke in die Vergangenheit bekanntere Charaktere und ihrer Clans liefen. Sei es das erste Aufeinandertreffen von Mikoto Suou und Reishi Munakata, der Einfluss eines Clansmen auf die Entwicklung von Szepter 4 oder Sukunas Aufstieg im grünen Clan, K: Seven Stories – Side One bietet spannende K-Unterhaltung inklusive der gewohnten Mischung aus Action und Drama. Lediglich der leichte Comedy-Teil der Serie bleibt in den ersten drei Filmen aus. Störend fällt das angesichts der interessanten Geschichten aber nicht auf. Kenner und Fans des K-Franchises sollten sich K: Seven Stories – Side One nicht entgehen lassen.

Kurzfazit: Spannende Vorgeschichten rund um die farbigen Könige und ihre Clans, die mit interessanten Geschichten aus dem K-Franchise gewohnt gute Unterhaltung bieten.

Vielen Dank an KSM Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von K: Seven Stories – Side One!

Details
Titel: K: Seven Stories – Side One
Originaltitel: K: Seven Stories – Side One
Genre: Action, Mystery
Regie: Shingo Suzuki
Studio: GoHands
Produktionsjahr: 2016
Laufzeit: ca. 171 Minuten (Blu-ray), ca. 164 Minuten (DVD)
Sprachen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Extras: Trailer, Bildergalerie
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 12
Erscheinungstermin: 17. Oktober 2019
Herstellerseite: K: Seven Stories – Side One bei KSM Anime

© GoHands / GoRA. / KSM Anime

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