Rezension: Yunas Geisterhaus – Vol. 1 (Blu-ray)

Geistmedium Kogarashi lernt in Yunas Geisterhaus Volume 1 in einem Gasthaus ein Geistermädchen kennen.

Schon seit seiner Kindheit ist Kogarashi Fuyuzora empfänglich für Geister. Dadurch wurde er schon von allerlei übernatürlichen Wesen besessen. Der Seele eines Börsenspekulanten hat er es zu verdanken, dass er hochverschuldet ist. Um sein Leben endlich auf einen besseren Weg zu führen, hat Kogarashi die Ausbildung zum Geistmedium absolviert. Bisher Odachlos, zieht Kogarashi in ein mittlerweile als Gasthaus dienendes ehemaliges Badehaus mit unglaublich niedriger Miete. Die Sache hat nur einen Haken: dort soll es spuken. Kein Problem für Kogarashi, schließlich kann er den Geist einfach austreiben. Blöd nur, dass der Geist ein überaus freundliches, liebenswertes und hübsches Mädchen namens Yuna ist und Kogarashi sie lediglich mit einem kräftigen Schlag seiner Faust exorzieren kann. Wie soll er Yuna denn so austreiben? Außerdem muss er mit ihr auch noch das Zimmer teilen. Dazu kommen noch die anderen, überaus exzentrischen und nicht unbedingt ungefährlichen anderen Bewohner des Gasthauses. Ein friedliches, normales Leben, das sich Kogarashi für die Oberschulzeit gewünscht hat, sieht anders aus.

Übernatürliches Gasthaus

Kogarashi hat es nicht leicht. Aufgrund seiner Nähe zu Geistern war er schon einige Male besessen, was sein Umfeld abschreckt. Überall gemieden, hochverschuldet und zum Geistmedium ausgebildet, erreicht der Protagonist zu Beginn von Yunas Geisterhaus seine neue Wohnstätte. Dass es in dem ehemaligen Badehaus spuken soll, stört Kogarashi angesichts der günstigen Miete kaum. Lange dauert es nicht bis er Geistermädchen Yuna beim Baden erstmals begegnet. Hier wird deutlich, dass die Manga-Adaption auf gewohnte Ecchi-Romantik-Comedy-Tugenden setzt. Ein etwas tollpatschiger Hauptcharakter, um den sich mehrere sexy Mädchen und Frauen scharen. So ist es wenig überraschend, dass außer Kogarashi alle Bewohner des Gasthauses weiblich sind. Das sorgt natürlich für allerlei prekäre Missverständnisse und erotische Situationen. Oftmals sehr zum Leidwesen von Kogarashi, der, selbst wenn er nicht Schuld ist, unter den Missgeschicken zu leiden hat.

Yunas Geisterhaus setzt in den ersten drei Episoden, die sich auf Volume eins befinden, vor allem auf slapstickartigen Humor, der stets in Verbindung mit Ecchi-Elementen steht. Egal ob Kogarashi stolpert, sich Yuna im Schlaf hin und her wälzt oder der Protagonist seine geisterhafte Mitbewohnerin vor einem Exorzisten schützt, irgendwann gibt es immer nackte Haut zu sehen und Kogarashi berührt eines der Mädchen versehentlich auf ungewollte Weise. Da das alles vollkommen überzeichnet und stets humorvoll verpackt ist, fällt es jedoch nicht negativ auf. Vielmehr setzt Yunas Geisterhaus auf vollkommen verrückte Figuren, die alle mit Eigenheiten aufwarten und das verrückte Zusammenleben in dem Geisterhaus noch chaotischer machen. Teilweise erinnert die Serie damit an das To-Love-Ru-Franchise. Schließlich muss sich Kogarashi genauso wie Genre-Kollege Rito mit einer naiven, liebenswerten Freundin herumschlagen. Yuna und Lala geben sich dabei nicht viel und sind beide überaus sympathisch und sorgen für allerlei Chaos.

Nicht weniger überzeugen die anderen Charaktere. Egal ob nun Sagiri Ameno, die Kogarashi schon beim kleinsten Fehltritt töten will, die katzenhafte Yaya, die an den unmöglichsten Orten schläft oder Kogarashis Klassenkameradin Chisaki, die als Schulschönheit recht offen für das Übernatürliche scheint. Trotz Klischees kommt schnell Sympathie für Kogarashis Umfeld auf und bereits jetzt zeichnet sich ab, dass noch so manch heikles und verrückte Ereignis ansteht, wenn der Protagonist mehr mit seinen jeweiligen Mitbewohnerinnen zu tun bekommt. Leider kann die deutsche Synchronisation nicht ganz zur Darstellung der Figuren beitragen und fällt bei der Stimmenwahl ein wenig gewöhnungsbedürftig aus, ist aber keineswegs schlecht. Optisch weiß Yunas Geisterhaus mit flüssigen Animationen, gut gestalteten Umgebungen und schönen Charaktermodellen, die recht häufig ihre erotische Seite zeigen dürfen, überzeugen.

Fazit

Yunas Geisterhaus Volume 1 ist eine typische Ecchi-Romantik-Comedy-Serie, die bei mir bereits in den ersten drei Episoden Erinnerungen an die ersten To-Love-Ru-Staffeln geweckt hat. Ähnlich chaotisch bekommt es Protagonist Kogarashi in seinem neuen Zuhause mit allerlei exzentrischen und verrückten Mitbewohnerinnen zu tun. Allen voran verlangt das sympathische, naive und niedliche Geistermädchen Yuna Geistmedium Kogarashi einiges ab und sorgt für regelmäßige peinliche Situationen, die mich nicht selten zum Schmunzeln oder Lachen gebracht haben. Dass der Humor meist slapstickartig ist und häufig für erotische Szenen, in denen nicht selten nackte Haut zu sehen ist, genutzt wird, stört nicht, schließlich ist Yunas Geisterhaus eindeutig eine Ecchi-Serie. Als solche verstehen es die oft übernatürlichen Ereignisse rund um Kogarashi und Yuna mit einer gelungenen Mischung aus Witz und Erotik zu unterhalten. Die sympathisch-abgedrehten Figuren tragen ihren Teil dazu bei. Genre-Fans können bedenkenlos zugreifen oder sollten zumindest einen Blick wagen. Besonders wer bereits To Love Ru mochte, dürfte Gefallen an Yunas Geisterhaus Volume 1 finden.

Kurzfazit: Typische Ecchi-Romantik-Comedy-Serie, die zum Auftakt mit liebenswerten Figuren, einer humorvollen Geschichte, Slapstick-Humor sowie einer guten Portion Erotik unterhält.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Yunas Geisterhaus – Vol. 1!

Details
Titel: Yunas Geisterhaus – Vol. 1
Originaltitel: Yuragi-sō no Yūna-san
Genre: Comedy, Ecchi, Romantik
Regie: Tsuyoshi Nagasawa
Studio: Xebec
Produktionsjahr: 2018
Laufzeit: ca. 75 Minuten
Sprachen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Extras: Clean OP, 16-seitiges Booklet, Leseprobe
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 16
Erscheinungstermin: 19. August 2019
Herstellerseite: Yunas Geisterhaus – Vol. 1 bei Kazé Anime

©TADAHIRO MIURA/SHUEISHA, YURAGISONOYUNASAN COMMITTEE

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