«

»

Jan 15 2018

Beitrag drucken

Rezension: K: Missing Kings (Blu-ray)

Der spannende Clan-Krieg der Könige geht in K: Missing Kings in die nächste Runde und knüpft dabei an das Ende der ersten K-Staffel an.

Ein Jahr ist seit dem Vorfall auf der Schulinsel, bei dem vier Könige aufeinander getroffen sind, vergangen. Kuroh und Neko sind seit dem auf der Suche nach ihrem verschwundenen Meister und Freund Shiro. Unsicher ob er noch lebt, verlieren sie langsam die Hoffnung, ihn wieder zu finden. Als sie gerade zurück sind und sich auf der im Wiederaufbau befindlichen Schulinsel erholen wollen, beobachten sie wie die beiden Homra-Mitglieder Rikio und Anna vor jemandem fliehen. Kuroh greift ein und kann die beiden vor dem Angriff eines grünen Clansmen retten. Die Anhänger des grünen Königs versuchen Anna zu entführen, um ihre besonderen Kräfte nutzen zu können. Doch nicht nur das, auch anderweitig ist der grüne Clan aktiv geworden und eine Konfrontation mit SCEPTER 4, den Untergebenen des blauen Königs Reishi Munakata, scheint bevorzustehen. Da die Suche nach Shiro mit den Ereignissen in Zusammenhang zu stehen scheint, schließen sich Kuroh und Neko mit den wenigen verbliebenen Homra-Mitgliedern zusammen.

Fortsetzung & Anfang

Theoretisch hätte K nach der ersten Staffel enden können, obwohl noch Fragen offen waren. Das Ende der Serie war berührend und gleichzeitig gelungenen. Dennoch ist es gut, dass die Geschichte um die sieben Könige und ihre Clankriege weiter geht. Schließlich hat K gut unterhalten. K: Missing Kings knüpft ein Jahr nach dem Finale der Serie an. Demnach gelten die dortigen Ereignisse als Ausgangslage für den Film, wodurch Spoiler bezüglich der ersten K-Staffel nicht zu vermeiden sind. Die Grundlage des Films zeigt Kuroh und Neko, die noch immer auf der Suche nach ihrem hochgeschätzen und geliebten König und Freund Shiro sind. SCEPTER 4, mit denen der Film beginnt, gehen weiterhin ihrer Aufgabe als Schutztruppe und Unterstützer der Polizei im Kampf für die Ordnung nach. Derweil hat sich Homra nach dem Verlust des roten Königs Mikito Suou fast vollständig aufgelöst.

Nimmt man diese Ausgangslage, überrascht es weder, dass Anna in Gefahr geraten kann, noch dass auf wichtige Figuren des Vorgängers fast vollständig verzichtet werden muss. In K: Missing Kings übernimmt Kuroh fast alleine die Rolle als Protagonist. Ihm zur Seite stehen jedoch neben Neko auch weitere bekannte Charaktere, die zuumindest teilweise ihre alten Stärken unter Beweise stellen dürfen. So etwa der blaue König Reishi Munakata, das schnell zuschlagende Homra-Mitglied Misaki Yata, der sich überraschend veränderte Rikio und natürlich die kleine Anna. Dabei lässt sich K: Missing Kings bei der Laufzeit von gerade einmal knapp 74 Minuten relativ lange Zeit, um richtig aufzudrehen. Etwa die Hälfte des Films wird genutzt, um die Grundlagen darzustellen und die Situation zu schaffen, in der es später zum Showdown kommt. Dennoch gelingt es dem Film, zu keiner Zeit langweilig zu werden. Egal ob es nun der Angriff des grünen Clans, das Agieren von SCEPTER 4 oder Kurohs Begegnung mit einem alten Bekannten ist, K: Missing Kings schafft es immer, die Spannung hoch zu halten. Lediglich einige wenige Szenen ziehen sich etwas und manche Figuren kommen nicht ganz so gut zur Geltung wie man es von der Serie gewohnt ist. Das fällt jedoch nur bedingt negativ auf, da K: Missing Kings trotz der begrenzten Laufzeit den Fokus auf alle wichtigen Charaktere, Organisationen und Ereignisse legt.

Der Film ist eine gelungene Fortsetzung, die das Wiedersehen mit den meisten liebgewonnenen Figuen ermöglicht. Deshalb ist es auch nicht negativ, dass die Charakterisierung neuer Akteure eher über stereotypen stattfindet. Auch weil diese trotz allem gut funktionieren. Das ist allgemein ein gutes Stichwort, da K: Missing Kings als Fortsetzung der ersten Staffel ebenfalls fast alles richtig macht und gleichzeitig eine hervorragende Überleitung zur zweiten Staffel, K: Return of Kings, darstellt. Es werden neue, wichtige Grundlagen geschaffen, Fragen beantwortet, Geheimnisse gelüftet und gleichzeitig neue Unklarheiten aufgeworfen, so dass die Fortsetzung gar nicht schnell genug kommen kann. Dass K: Missing Kings dabei auch die gewohnt schnelle und gute Inszenierung, inklusive der hochwertigen Animationsqualität samt einzigartigem Artstil beibehält, überrascht nicht, ist aber eine willkommene Ergänzung.

Fazit

Die erste K-Staffel hat es geschafft im Verlauf der dreizehn Episoden immer besser und spannender zu werden bis der unerwartete Showdown mit einigen überraschenden Wendungen kam. Doch gerade wegen noch offener Fragen und Geheimnisse, konnte ich die Fortsetzung K: Missing Kings nicht abwarten. Da der Film nur eine Laufzeit von 74 Minuten hat und eine zweite Staffel an ihn anknüpft, habe ich nicht mehr als ein Zwischenkapitel erwartet. Im Kern ist K: Missing Kings auch nichts anderes. Die Geschichte wird gut aufgegriffen und spannend, interessant und voller wichtiger Ereignisse fortgeführt. Dabei wird nicht nur deutlich gemacht in welcher Lage sich die verbliebenen Charaktere befinden, es werden auch wichtige Weichen für die zweite Staffel geschaffen. Insbesondere das Auftreten des grünen Clans sowie Wendungen im letzten Drittel des Films, dürften wichtig für die Fortsetzung werden, die KSM Anime hoffentlich bald veröffentlicht. Zwar hält K: Missing Kings nicht in allen Belangen die Qualität der Serie, schafft es aber, als Fortsetzung und Übergang, die Geschichte sehr gut fortzuführen und wichtige Stärken erneut zu nutzen.

Kurzfazit: Spannende Fortsetzung von K, die viele bekannte Gesichter hervorragend nutzt, Geheimnisse und Fragen aufgreift, neue Grundlagen schafft und dabei die gewohnte Qualität beibehält.

Vielen Dank an KSM Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von K: Missing Kings!

Details
Titel: K: Missing Kings
Originaltitel: K: Missing Kings
Genre: Action, Mystery
Regie: Hiromichi Kanazawa
Studio: GoHands
Produktionsjahr: 2014
Laufzeit: ca. 74 Minuten
Sprachen: Deutsch (DTS-HD MA 5.1), Japanisch (DTS-HD MA 5.1)
Untertitel: Deutsch
Extras: Trailer, Bildergalerie
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 12
Erscheinungstermin: 24. Januar 2018
Herstellerseite: K: Missing Kings bei KSM Anime

Bilder Copyright GoHands / GoRA. / KSM Anime

 

Lesetipp: Rezension zu K – Vol. 3 (Blu-ray)
Lesetipp: Rezension zu K – Vol. 2 (Blu-ray)
Lesetipp: Rezension zu K – Vol. 1 (Blu-ray)

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.thelostdungeon.de/2018/01/15/rezension-k-missing-kings-blu-ray/