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Nov 28 2015

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Rezension: Übel Blatt – Band 7 (Manga)

uebel-blatt-band-7-coverIm siebten Band von Übel Blatt findet die Schlacht um Jullas-Abllas ihr Ende und Keinzell trifft auf einen starken Gegner.

Nach dem Keinzell einen ersten Erfolg auf seiner Mission erzielt hat, führte ihn sein Weg in die freie Stadt Jullas-Abllas. In seinem Wahnsinn schickte Festungsgraf Balester seine Armee los, um die Stadt einzunehmen. Durch Keinzells Eingreifen und der Mut der Bürger, verlief die Schlacht anders als erwartet und Balester selbst griff mit seiner schwebenden Festung in die Schlacht ein. Nun sieht Keinzell seine Chance seinen ehemaligen Kameraden zu konfrontieren und muss sich auch einem neuen, starken Gegner stellen: dem Sklavenritter Ikfes.

Duell der Schwertmeister

Keinzells Rache an Balester verläuft im siebten Band anders, als noch sein Kampf gegen Schtemwölch. Durch Rückblicke wird mehr über den Festungsgrafen verraten, der durch seine Angst vor dem Heldenmörder dem Wahnsinn anheim gefallen ist. Besonders deutlich wird der Realitätsverlust Balesters bei der Konfrontation mit Keinzell, dessen Gefühle für seine ehemaligen Kameraden deutlicher werden. Dadurch erhält der Protagonist von Übel Blatt mehr Tiefe und es zeigt sich, dass Rache nicht zwingend auf Hass basieren muss.

Mit Rosen und Ikfes kehren zwei Charaktere zurück, die in früheren Bänden der Reihe schon Auftritte hatten. Während der Ritter des Ordens der sieben Lanzen Rosen, schon seit dem Prequel-Band, Teil von Übel Blatt ist, kam Ikfes bisher nur für einige kurze, aber wichtige Szenen im fünften Band vor. Bei der Rückkehr nach Jullas-Abllas eröffnet sich den Beiden ein unerwarteter Anblick, der die Zerstörung der Stadt durch Balester noch deutlicher macht. Dass auch Elsaria und ihre Kameraden gegen die schwebende Festung kämpfen, zeigt weiterhin, wie schnell aus Feinden Verbündete werden können, wenn ein gemeinsames Ziel vorhanden ist. Diese Thematik greift Band sieben zum Ende hin noch einmal auf – wieder in Bezug auf Elsaria.

Schicksal einer Stadt

Der bereits achte Manga der Reihe geht gewohnte Wege und lässt neben den dominierenden Kämpfen Platz für ruhige Momente und die Entwicklung mancher Charaktere. Lag hier die Konzentration im Vorgängerband noch klar auf Keinzell und Ato, rücken nun Elsaria, Althea und kurz, aber umso wichtiger, Piepsi mehr in den Mittelpunkt, obwohl ihre Auftritte erst in den letzten drei Kapiteln groß sind. Übel Blatt Band sieben geht zum Ende hin einen interessanten Weg. Statt weiter Keinzell und Ato zu begleiten, wird das weitere Schicksal von Jullas-Abllas gezeigt und welchen Problemen sich die Bewohner nun stellen müssen. Hilfe erhalten sie dabei von einer neuen Anführerin der Bürgerwehr, die sich bereits in der Schlacht um die Stadt ausgezeichnet und innerhalb der Reihe einen interessanten Werdegang mitgemacht hat. Aus Spoilergründen sei der Name hier aber nicht genannt.

Wie bereits erwähnt, konzentriert sich die Geschichte am Ende mehr auf das Schicksal der freien Stadt und die Charaktere Elsaria, Piepsi und Althea. Es wird spannend, in den kommenden Bänden zu sehen, welche Rollen sie einnehmen werden. Hoffentlich konzentriert sich der weitere Verlauf nicht zu sehr auf Keinzell und Ato, da gerade Elsaria und Piepsi über großes Potenzial verfügen und sich zu zwei der interessantesten und sympathischsten Charaktere gemausert haben. Das Gegenteil stellt Ikfes dar, dessen Arroganz ihn unsympathisch erscheinen lässt. Doch seine Bedeutung ist unbestritten und Keinzell und ihn verbinden ähnliche Erfahrungen. Damit baut Mangka Etorouji Shiono neben Graf Glenn einen weiteren großen Feind für Keinzell auf – etwas das der Reihe zu Gute kommen kann.

Fazit

Übel Blatt Band sieben beweist einmal mehr, weshalb die Fantasy-Action-Reihe zu den aktuell besten Genre-Vertretern gehört. Die gute Mischung aus actionreichen Kämpfen, interessanten Charakteren und spannender Geschichte fesselt an den Manga und macht es schwer ihn wieder aus der Hand zu legen. Zugleich gelingt es Mangka Etorouji Shiono noch immer überraschende Aspekte bei seinen wichtigsten Charakteren einzubauen und für Wendungen zu sorgen, die so nicht erwartet wurden. Zwar ist eine Entscheidung am Ende des Bandes liebevoll gemacht, aber ist auch etwas fragwürdig in Sachen Logik. Doch das stört das Lesevergnügen nicht, da die Charakterentwicklung von Piepsi dadurch unterstützt wird. Allgemein gelingt dem siebten Band bei einigen Nebencharakteren eine tolle Darstellung, so dass die Persönlichkeiten der Figuren klarer werden. Spätestens jetzt gehören Piepsi und Elsaria zu meinen Lieblingsfiguren.

Kurzfazit: Dank gut inszenierten Kämpfen, interessanter Charakterentwicklung und spannenden Ereignissen ein weiteres, fesselndes Highlight der Reihe.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Übel Blatt – Band 7!

Lesetipp: Rezension von Übel Blatt – Band 6
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Details
Titel: Übel Blatt – Band 7
Genre: Fantasy, Action
Verlag: Kazé Manga
Autor/Zeichner: Etorouji Shiono
Seiten: 226
Preis: 6,95 €
ISBN: 978-2-88921-575-1
Verlagsseite: Übel Blatt Band 7 bei Kazé Manga
Erscheinungsdatum: 03. Dezember 2015

Bilder Copyright Kazé Manga

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