Rezension: Atelier Yumia: Die Alchemistin der Erinnerungen und das erträumte Land – Nintendo Switch 2 Edition (Switch 2)

Etwas mehr als ein Jahr nach dem Switch-2-Launch erhält Atelier Yumia: Die Alchemistin der Erinnerung und das erträumte Land eine Nintendo Switch 2 Edition.

Ursprünglich im März 2025 erschienen, verlieh Atelier Yumia: Die Alchemistin der Erinnerung und das erträumte Land die langlebige Rollenspiel-Reihe von Koei Tecmo und Gust eine kleine Frischzellenkur. Zugänglicher für JRPG-Fans, die bisher wenig mit der Reihe anfangen konnten, ein actionreiches Kampfsystem und eine offene Welt, modernisierten die Reihe und zeigten, wie viel Potential die Atelier-Spiele haben. Allerdings litt Atelier Yumia auf der Nintendo Switch unter grafischen und technischen Problemen – gerade im Vergleich mit der PlayStation-5-Version. Auf eine eigenständige Fassung des Rollenspiels für die Nintendo Switch 2 mussten Fans etwas mehr als ein Jahr warten. Anfang Juni und somit fast pünktlich zum einjährigen Jubiläum der Switch 2, ist die Nintendo Switch 2 Edition von Atelier Yumia endlich erschienen und wertet Yumias Erkundung des untergegangenen Kaiserreichs Aladiss vor allem optisch auf, ist aber nicht fehlerfrei. Nachfolgend wird ausschließlich auf die Nintendo Switch 2 Edition eingegangen. Die Rezension zu Atelier Yumia: Die Alchemistin der Erinnerung und das erträumte Land befasst sich mit Gameplay, Geschichte, Charakteren und allem anderen, was ihr zum Rollenspiel und zur Switch- und PlayStation-5-Version wissen müsst.

Hübscheres Abenteuer

Am Grundspiel hat sich in der Nintendo Switch 2 Edition nichts geändert. Bedeutet: Spielwelt, Charaktere und Geschichte bleiben identisch und neue Inhalte sucht ihr abseits den bereits bekannten Neuerungen von Patches und DLCs der Switch-Version vergebens. Entsprechend liegt der Fokus der Nintendo Switch 2 Edition, die Besitzer der Switch-Version für 10 Euro upgraden können, wie erwähnt auf der technischen und grafischen Seite. Und das fällt schon kurz nach dem Starten des Rollenspiels auf. Atelier Yumia sieht deutlich besser aus als auf der ersten Switch. Charaktere, Monster und Umgebungen profitieren von der höheren Auflösung. Zwar kann Atelier Yumia wie auch auf der PlayStation 5 nicht mit oppulenten Grafikkrachern mithalten, aber das ist auch gar nicht notwendig. Zumal der stimmige und bunte Anime-Stil nun noch besser zur Geltung kommt.

Ebenfalls positiv fallen die kürzeren Ladezeiten, die auf der Nintendo Switch teilweise extrem lang waren, auf. In der Nintendo Switch 2 Edition beträgt die Wartezeit in den Lademomenten weniger als die Hälfte als bisher und braucht sich diesbezüglich nicht vor der PS5-Version verstecken. Damit fallen die Ladezeiten nicht mehr negativ auf. Grundsätzlich gilt das auch für die Performance. Atelier Yumia läuft deutlich flüssiger als auf der Nintendo Switch und gerade harte Framerate-Einbrüche, bei denen das Bild für mehrere Sekunden einfrieren konnte, gehören der Vergangenheit an. Allgemein läuft das Rollenspiel auf der Switch 2 sehr gut und flüssig – von gelegentlichen Mikrorucklern abgesehen. Erwähnt sein sollten jedoch die vorhandenen Berichte über eben jene Mikroruckler beim Bewegen der Kamera. Verifizieren kann ich diese nicht, allerdings ist die Wahrnehmung solcher Performance-Probleme oft sehr unterschiedlich, weshalb zumindest darauf hin gewiesen sein soll.

Abseits der technischen Seite, haben Koei Tecmo und Gust der Nintendo Switch 2 Edition von Atelier Yumia noch einen GameShare-Modus für einen lokalen Mehrspieler-Modus spendiert. In diesem könnt ihr zwischen der Rolle als Hauptspieler und Unterstützer wählen. Eine ordentliche Möglichkeit, um das Abenteuer gemeinsam zu erleben oder jüngere Spieler zu unterstützen. Außerdem findet sich das kosmetische Rucksack-Set in der Nintendo Switch 2 Edition. Dieses ermöglicht euch, die Farbe von Yumias Rucksack sowie Flammis Flamme anzupassen. Ansonsten wurde darauf verzichtet, die erhältlichen kostenpflichtigen DLCs in die Nintendo Switch 2 Edition zu integrieren. Diese müssen entsprechend weiterhin einzeln oder in Form des Season Pass gekauft werden.

Fazit

Atelier Yumia: Die Alchemistin der Erinnerung und das erträumte Land war eines der ersten Switch-Spiele, die ich nach dem Launch auf der Switch 2 ausprobiert habe. Meine Hoffnung, dass die teilweise schwankende und schwache Performance des Rollenspiels besser ausfällt, wurde allerdings nicht erfüllt. Die Nintendo Switch 2 Edition schafft nun Abhilfe und endlich lässt sich das Rollenspiel auch abseits der PlayStation 5 mit flüssiger Bildwiederholrate genießen – und das in hübscher Optik mit hoher Auflösung. Sicher, manche Framerate-Einbrüche sind noch vorhanden und es gibt Berichte über Mikrorucklern beim Bewegen der Kamera, beides hat meine Spielerfahrung jedoch nicht beeinträchtigt. Vielmehr habe ich es genossen, erneut mit Yumia und den anderen das ehemalige Kaiserreich Aladiss zu erkunden. Wer Atelier Yumia aufgrund der Technik auf der ersten Switch abgebrochen hat, erhält nun einen Grund zurückzukehren. Alle anderen Atelier- und Rollenspiel-Fans sollten dem Abenteuer von Yumia spätestens jetzt eine Chance geben.

Kurzfazit: Spaßiges Rollenspiel, das auf der Switch 2 von höherer Auflösung, besserer Performance und kürzeren Ladezeiten profitiert und noch immer mit interessanter Welt, spannender Geschichte und sympathischen Charakteren motiviert.

Vielen Dank an Koei Tecmo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Atelier Yumia: Die Alchemistin der Erinnerungen und das erträumte Land – Nintendo Switch 2 Edition!

Details
Titel: Atelier Yumia: Die Alchemistin der Erinnerungen und das erträumte Land – Nintendo Switch 2 Edition
Genre: Rollenspiel
Publisher: Koei Tecmo
Entwickler: Gust
Spieler: 1
Syteme: Switch 2 (getestet), Switch, PlayStation 5, PlayStation 4, Xbox Series X|S, Xbox One, PC
Altersfreigabe: ab 12
Erscheinungsdatum: 09. Juni 2026