Rezension: Der Markgraf startet mit Null Untertanen – Band 2 (Manga)

Die Ankunft neuer Dorfbewohner und Besucher, verändert in Der Markgraf startet mit Null Untertanen Band 2 das Leben von Dias und Alna.

Klaus hat sich als erster Untergebener Dias angeschlossen. Doch schon bald wächst die Gemeinschaft des kleinen Dorfes weiter. Zwölf Frauen, aufgrund ihres hohen Alters aus ihrer Heimat verstoßen, streifen durch das Grasland. Als Dias und Alna sie entdecken, nehmen sie die von der weisen Großmutter Maya angeführte Gruppe bei sich auf. Statt die Problematik ihres Alters und ihrer damit eingeschränkten Möglichkeiten zu sehen, freut sich Dias über die wachsende Bevölkerung seiner Markgrafschaft. Eine noch größere Veränderung bringt der Besuch des Händlers Payjin Do, der nicht nur mit Dias handelt, sondern auch zwei kleine Mädchen mit ungewöhnlich spitzen Ohren bei sich hat. Auch wenn Dias eine große Abneigung gegen den Sklavenhandel hat, scheinen Payjin Dos Motive nicht boshaft zu sein. Aber können Dias und Alna den traumatisierten Schwestern Senai und Aihan ein neues Zuhause bieten?

Wachsende Dorfgemeinschaft

Der Markgraf startet mit Null Untertanen Band 2 setzt gerade in der ersten Hälfte auf starke Veränderungen im kleinen Dorf von Dias und Alna. So zieht Klaus endgültig als Dias Untergebener und künftiger Hauptmann der Wache zu ihnen. Dafür bekommt er seine eigene Jurte und fügt sich in den Alltag der beiden Hauptfiguren ein. Diese Gelegenheit wird genutzt, um noch einmal ein zentrales Ereignis des Vorgängers, den Sieg über den Erddrachen, aufzugreifen. Das ist angesichts Klaus’ Reaktion amüsant umgesetzt. Zugleich wird noch einmal deutlich, wie besonders eine solche Errungenschaft ist und wie wertvoll die verschiedenen gewonnenen Materialien des mächtigen Monsters sind. Doch es bleibt nicht bei Klaus. In relativ kurzer Zeit werden neue Figuren und Themen in die Handlung eingebracht. So erreicht eine Gruppe alter Frauen, die aufgrund ihrer Gebrechlichkeit aus ihrem Dorf verbannt wurden, das Grasland. Natürlich nimmt der herzensgute Dias sie auf und freut sich sogar noch, dass seine Gefolgschaft wächst – unabhängig davon, ob Großmutter Maya und die anderen irgendetwas zum Leben der kleinen Gemeinschaft beitragen können.

Daran zeigt sich einmal mehr Dias positive und optimistische sowie freundliche und herzliche Persönlichkeit. Ein Fakt, der auch im weiteren Verlauf der Handlung wichtig ist. So wird das Thema Sklaverei und der Umgang mit dieser aufgeworfen. Anfangs nur theoretisch, sehen sich Dias, Alna und die anderen schon bald direkt mit einem möglichen Sklavenhandel konfrontiert. Der daraus entstehende Widerspruch wird zwar recht gut gelöst, gleichzeitig setzt der Fantasy-Manga aber auch auf eine sehr tragische und fast schon etwas zu überzeichnete Vergangenheit für die beiden Demi-Menschen-Kinder Senai und Aihan, die mit ihren spitzen Ohren eindeutig an Elfen erinnern. Wirklich negativ wirkt sich das auf den leichtgängigen Lesefluss allerdings nicht aus. Zumal Der Markgraf startet mit Null Untertanen Band 2 wie schon der Vorgänger eher seichte, aber dafür charmante Genre-Unterhaltung bietet.

Das bleibt auch im weiteren Verlauf des Mangas so. Ob sich Dias, Alna und die anderen nun ihrem Alltag widmen, sie mit den neuen Herausforderungen der wachsenden Bevölkerung und besonders der beiden Zwillingsmädchen konfrontiert werden oder ob sie unerwarteten Besuch bekommen, die Geschichte bleibt kurzweilig und versucht trotzdem das Setting und die Welt weiter auszubauen. So wird mehr über den Bürgerkrieg in der Nachbarprovinz verraten, Demi-Menschen werden etwas weiter ausgebaut und auch die möglichen Gefahren für Dias’ kleines Dorf werden angedeutet. Hier zeigt der Fantasy-Manga durchaus Potential, allerdings auch die Gefahr, sich zu sehr in bekannten Genre-Klischees zu verlieren. Ungeachtet dessen, weckt der zweite Band ausreichend Interesse an der weiteren Geschichte und somit der Fortsetzung der Reihe.

Fazit

Der Markgraf startet mit Null Untertanen Band 2 bleibt dem Stil des Vorgängers treu und setzt vor allem auf friedliche, ruhig und leichtgängige Fantasy-Unterhaltung. Das ist keineswegs negativ, zumal die Geschichte mit neuen Charakteren, Herausforderungen und Gefahren recht abwechslungsreich ausfällt. Besonders die beiden Zwillingsmädchen Senai und Aihan fügen sich wunderbar ein und bringen eine willkommene Erfrischung für die Geschichte. Ähnliches gilt für Prinz Eldan sowie die Ereignisse rund um die Nachbarprovinz, die nur grob erläutert werden. Allgemein setzt der Fantasy-Manga auf eine interessante Mischung aus dem meist friedlichen Alltag der Hauptfiguren und dem Ausbau der weitaus gefährlicheren und düstereren Welt, in der sie leben. Welche Einflüsse das noch hat, bleibt abzuwarten. Hier verbirgt sich viel Potential, das hoffentlich gut genutzt wird. Genre-Fans, die bereits den Vorgänger mochten, werden wieder gut unterhalten.

Kurzfazit: Leichtgängiger Fantasy-Manga, der eine abwechslungsreiche Geschichte mit sympathischen Hauptfiguren und erkennbarem Potenzial erzählt.

Details
Titel: Der Markgraf startet mit Null Untertanen – Band 2
Originaltitel: Ryōmin 0-nin Start no Henkyō Ryōshu-sama: Ao no Dias to Aoi Kaku no Otome
Genre: Fantasy, Abenteuer
Verlag: Manga JAM Session
Mangaka: Yumbo
Original: Fuurou
Characterdesign: Kinta
Seiten: 192
Preis: 10,00 €
ISBN: 978-3-903427-80-8
Verlagsseite: Der Markgraf startet mit Null Untertanen bei Manga JAM Session
Verlagsshop: Der Markgraf startet mit Null Untertanen – Band 2 im Manga JAM Session Shop
Erscheinungsdatum: 06. März 2026

© Fuurou/Kinta / Yumbo
© Manga JAM Session e.U.

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