Rezension: Love Live! Nijigasaki High School Idol Club: The Movie – Finale Kapitel 1

Der School Idol Grand Prix für einige der Nijigasaki-School-Idols in Love Live! Nijigasaki High School Idol Club: The Movie – Finale Kapitel 1 nach Okinawa.
Um am School Idol Grand Prix teilzunehmen, sind Ayumu, Shizuku, Emma, Lanzhu, Kasumi und Kanata nach Okinawa geflogen. Dort sind sie in einem schönen Hotel untergebracht und haben wie zahlreiche andere School Idols Vor Ort viele Möglichkeiten, um aufzutreten. Die Besonderheit des School Idol Grand Prix: die Teilnehmerinnen versuchen alleine den Sieg zu erringen. Perfekt für die Solo-Idols des Nijigasaki-School-Idol-Club. Aber nicht alles läuft wie geplant. Kasumi hat Probleme mit ihrer Performance, für Lanzhu kommt es zu einem unschönen Wiedersehen und Ayumu hegt Zweifel an ihren Beweggründen für die Teilnahme am Grand Prix. Außerdem lernen sie das Okinawa-School-Idol Ten kennen, die mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen hat. Emma ist sofort bereit zu helfen. Shizuku und Kanata genießen derweil die Zeit auf der sommerlichen Insel, haben aber auch mit eigenen Zweifeln zu kämpfen.
Grand Prix in sommerlicher Kulisse
Nach zwei Staffeln, einer OVA und der Nijiyon-Kurzserie, erhält Love Live! Nijigasaki High School Idol Club mit einer Film-Trilogie ein umfangreiches Finale. Die schlicht The Movie Finales Kapitel benannten Filme knüpfen an die kurze Andeutung eines besonderen Ereignisses am Ende der OVA an. Bevor es jedoch losgeht, bietet der erste Teil des finalen Kapitels einen Rückblick auf die Geschichte. Dieser dürfte jedoch nur Fans ausreichen, um die vorherigen Ereignisse noch einmal grob Revue passieren zu lassen. Neueinsteiger können zwar einen Eindruck des Nijigasaki-School-Idol-Clubs erhalten, werden aber nicht die dreizehn Hauptfiguren kennenlernen. Das ist vorerst auch gar nicht notwendig, da sich der erste Teil der Film-Trilogie nur auf etwa die Hälfte der Protagonistinnen konzentriert. Mit Ausnahme von einer kurzen Szene, in der die Einladung zum School Idol Grand Prix, an dem die Hauptfiguren teilnehmen, thematisiert wird, konzentriert sich der Film auf Ayumu, Shizuku, Emma, Lanzhu, Kasumi und Kanata, die für ihre Teilnahme an dem Wettkampf nach Okinawa gereist sind. Lediglich Yuu erhält noch etwas zusätzliche Aufmerksamkeit. Was die verbliebenen Hauptfiguren erleben, wird im zweiten Teil erzählt.
Die Aufteilung der Hauptfiguren ist angesichts des umfangreichen Ensembles und der begrenzten Laufzeit der Filme sinnvoll. So kann sich die Geschichte in knapp einer Stunde gut fokussieren und allen Protagonistinnen sowie einigen Nebenfiguren gerecht werden. Dabei konzentriert sich der Film auf verschiedene Ereignisse mit denen die Nijigasaki-School-Idols während ihrer Teilnahme am School Idol Grand Prix zu kämpfen haben. Bevor es jedoch richtig losgeht, werden die Grundlagen des Wettkampfs, bei dem alle School Idols alleine antreten, erläutert. Ein eindrucksvoller Auftritt von Shizuku beweist zudem früh, dass auch im ersten Nijigasaki-Final-Film wieder großartige Musik inklusive erstklassiger Inszenierung geboten wird.
Persönliche Herausforderungen
Dabei gilt, dass sich die Protagonistinnen ein wenig aufteilen und mit ihren eigenen Sorgen zu kämpfen haben, aber auch viel gemeinsam agieren. Die jeweiligen kleinen Handlungsstränge passen wunderbar zur jeweiligen Figur und es fällt leicht, ihre Gedanken, Gefühle und Reaktionen nachzuvollziehen – besonders angesichts ihrer bisherigen Charakterisierung und Entwicklung in Serie und OVA. Unterstützt werden die gewohnt liebenswerten Nijigasaki-School-Idols dabei von bekannten wie neuen Nebenfiguren, wobei besonders die von Okinawa stammende Ten und ihre ehemalige School-Idol-Partinerin Koito viel Aufmerksamkeit erhalten. Hier erzählt der Film eine interessante Geschichte, die zusätzliche Abwechslung bringt und sogar ein wenig Hoffnungen auf ein mögliches Spin-off mit den beiden weckt. Gleichzeitig versteht es der Film eine gut durchstrukturierte Handlung zu erzählen, deren Stränge am Ende gekonnt miteinander verknüpft werden. Dabei verströmt der Film durchgehend eine angenehme und leichtgängige Atmosphäre, inklusive reichlich Charme. Das weckt Erinnerungen an die Serie und Fans werden die Zeit mit Ayumu, Shizuku, Lanzhu, Kasumi, Emma und Kanata wieder sehr genießen.
Wie bereits erwähnt, profitiert der Film wie schon die Serie von den großartigen Auftritten der School Idols. Dabei wird weder an neuen Songs noch an einer aufwändigen Inszenierung gespart. Entsprechend spaßig ist es wieder einmal mit zu erleben, wie sich die School Idols präsentieren – inklusive einiger musikalisch interessanter Elemente sowie Neuerungen. Die gewohnt schönen wie flüssigen Animationen tragen ihren Teil zur Präsentation bei und garantieren, dass optischer Hochgenuss geboten wird. Ob nun die Niedlichkeit und Liebenswürdigkeit der Figuren eingefangen, der Charme transportiert, die wunderschöne Landschaft von Okinawa dargestellt oder die musikalischen Auftritte in Szene gesetzt werden, der erste Nijigasaki-Film ist visuell erstklassig. Die hochwertige japanische Vertonung haucht den Charakteren zudem glaubhaft Leben ein und trägt viel zum Charme der Figuren bei. Das gilt natürlich auch für den Gesang der School Idols. Wie bei Serie, OVA und Kurz-Serie liegt bisher keine deutsche Synchronisation vor. Dafür wissen die deutschen Untertitel zu überzeugen. Bleibt zu hoffen, dass Crunchyroll den in Japan im November 2025 erstmals veröffentlichten zweiten Film ebenfalls bald mit deutschen Untertiteln veröffentlicht.
Fazit
Abschließende Film-Reihen für beliebte Anime-Serien sind nichts Neues und auch Love Live! Nijigasaki High School Idol Club bekommt eine entsprechende Trilogie spendiert. Der erste rund einstündige Film bringt Ayumu, Shizuku, Lanzhu, Kasumi, Kanata und Emma für die Teilnahme am School Idol Grand Prix nach Okinawa. Auf der sommerlichen Insel wird eine abwechslungsreiche und vielschichtige Geschichte über die sechs Protagonistinnen und einige neue Nebenfiguren erzählt, die sich wie gewohnt mit ihrem Dasein als School Idols und ihrer persönlichen Entwicklung befasst. Angenehm leichtgängig, nie zu dramatisch und überaus charmant, setzt der Film auf genau die richtigen Stärken der Serie und bietet damit wieder ein echtes Highlight für Fans der Nijigasaki-School-Idols. Die Entscheidung, nur die Hälfte der Hauptfiguren einzusetzen, ist angesichts des großen Ensembles sinnvoll, da so die Charaktere mehr individuelle Aufmerksamkeit erhalten können. Angereichert mit hervorragender Musik und einer guten Erzählweise, unterhält der erste Film wunderbar und weckt zugleich den Wunsch, möglichst bald die Fortsetzung sehen zu können. Fans der Serie sollten sich den Film auf keinen Fall entgehen lassen.
Kurzfazit: Großartiger erster Teil der Final-Film-Trilogie, der eine abwechslungsreiche Geschichte mit liebenswerten Charakteren und reichlich Charme erzählt und spaßige Genre-Unterhaltung garantiert.
Details
Titel: Love Live! Nijigasaki High School Idol Club: The Movie – Finale Kapitel 1
Originaltitel: Eiga Love Live! Nijigasaki Gakuen School Idol Dōkōkai: Kanketsuhen
Genre: Musik, Idol, Slice of Life
Regie: Tomoyuki Kawamura
Studio: SUNRISE Inc.
Produktionsjahr: 2022
Laufzeit: ca. 66 Minuten
Sprachen: Japanisch
Untertitel: Deutsch, Englisch und weitere
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: 12+
Erscheinungstermin: 31. Oktober 2025
Streaming: Love Live! Nijigasaki High School Idol Club bei Crunchyroll
©2024 PROJECT Lovelive! Nijigasaki High School Idol Club The Movie
© Crunchyroll LLC.
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