Rezension: Sailor Moon Sailor Stars (Staffel 5) – Teil 2 (Episoden 7-22)

Neue Feinde, unbekannte Sailor-Kriegerinnen, Mamorus Abwesenheit und eine Boy-Idol-Gruppe bringen den Alltag von Bunny und ihren Freundinnen in Sailor Moon Sailor Stars durcheinander.

Schweren Herzens muss sich Bunny von ihrem geliebten Mamoru, der für ein Jahr ein Auslandsstudium absolviert, verabschieden. Auch Chibiusa ist zurück in die Zukunft, um ihre Eltern zu besuchen. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt kommt es zu rätselhaften Angriffen, bei denen Menschen in Monster verwandelt werden. Als Bunny mit einem solchen konfrontiert wird, trifft sie auf die mysteriösen Sailor-Star-Kriegerinnen, die auf der Suche nach jemandem sind und gegen den neuen Feind kämpfen. Sailor Moon gelingt es, sie vom Vernichten des Monsters abzuhalten und dieses wieder zurückzuverwandeln. Doch es kommt zu weiteren Angriffen und schon bald wird deutlich, dass sich Bunny und ihre Freundinnen mit einem neuen Feind konfrontiert sehen. Können sie den Sailor-Star-Kriegerinnen trauen? Sind sie Verbündete oder doch Feinde? Für zusätzliches Aufsehen sorgt die Boy-Idol-Gruppe Three Lights, deren Mitglieder Seiya, Taiki und Yaten neue Mitschüler von Bunny und den anderen werden. Nur Bunny scheint davon wenig begeistert zu sein, schließlich vermisst sie ihren Mamoru, der bisher nicht auf ihre Briefe reagiert hat. Dass Seiya sehr an Bunny interessiert ist, sorgt für zusätzlichen Ärger, und dann taucht auch noch jemand seltsames in Bunnys Leben auf.

Neue Feinde, neue Verbündete?

Die Episoden sieben bis zweiundzwanzig von Sailor Moon Sailor Stars setzt die Geschichte von Bunny und den anderen fort. Nachdem sie Königin Nehelenia endlich besiegen konnte, scheint etwas Frieden im Leben der Sailor-Kriegerinnen eingekehrt zu sein. Allerdings muss sich Bunny mit einer ganz anderen Herausforderung befassen: Mamoru verlässt für ein Auslandsstudium Japan. Ein Jahr soll Bunny ohne ihn durchstehen und dann meldet er sich auf ihre Nachrichten auch noch nicht. Der Abschied von Mamoru ist passend emotional umgesetzt und belastet Bunny deutlich. Ihre Einsamkeit wird von Chibiusas Abwesenheit, die in die Zukunft zurückgekehrt ist, verstärkt. Allerdings greifen, wenig überraschend, auch neue Feinde an. Die Dienerinnen von Königin Galaxia versuchen die reinen Sternenkristalle der Menschen zu erlangen und verwandeln diese dabei in Monster. Doch sie sind nicht die einzigen neuen Figuren, die vorgestellt werden. Mit den Sailor Star Fighter, Sailor Star Maker und Sailor Star Healer treten drei bisher unbekannte Sailor-Kriegerinnen auf den Plan und bekämpfen scheinbar denselben Feind wie Bunny und ihre Freundinnen. Dennoch ist unsicher, ob sie Verbündete sind.

Ebenfalls neu sind die Mitglieder der beliebten Boy-Idol-Gruppe Three Lights. Während Bunny sie noch nicht kennt, sind ihre Freundinnen Rei, Minako, Makoto und sogar Ami große Fans, die Seiya, Taiki und Yaten verehren. Entsprechend begeistert sind sie, als die drei nicht nur vor Ort drehen und auftreten, sondern sogar zu Mitschülern werden. Es ist wenig überraschend, dass mit Seiya einer der drei Schönlinge großes Interesse an Bunny zeigt. Damit bleibt der Romantik-Anteil der Magical-Girl-Serie trotz Mamorus Abwesenheit erhalten – wenn auch vorwiegend mit einer leicht genervten, wenn auch häufig geschmeichelten, Bunny. Vor allem aber werden Seiya, Taiki und Yaten genauso wie die Sailor-Star-Kriegerinnen eng in die Handlung eingebunden. Das gilt natürlich auch für Bunny, Ami, Rei, Makoto und Minako sowie Haruka, Michiru und Setsuna.

Bekannte Struktur, kurzweilige Erzählweise

Bei der Erzählweise bleibt Sailor Moon Sailor Stars den üblichen Strukturen treu. Entsprechend konzentriert sich die Handlung häufig auf episodische Geschichten. So greifen die Untergebenen von Königin Galaxia Episode für Episode einen anderen Menschen an der einen reinen Sternenkristall in seiner Seele tragen könnte. Stets werden die Sailor-Kriegerinnen damit konfrontiert, was auch daran liegt, dass die Opfer irgendwie in ihr Umfeld gehören. Wie schon in vorherigen Staffeln, liegt der Fokus der Geschichte oft auf Bunny und einer ihrer Freundinnen. Dadurch erhalten Ami, Rei, Makoto und Minako immer wieder einzeln etwas mehr Aufmerksamkeit. Ähnlich werden, wenn auch etwas seltener, Haruka, Michiru und Setsuna eingebunden. Wesentlich präsenter sind Seiya, Taiki und Yaten sowie die Sailor-Star-Kriegerinnen, die jedoch ebenfalls nicht immer geschlossen in einer Episode im Fokus stehen.

Gewohnt kurzweilig, setzt Sailor Moon Sailor Stars in den Episoden sieben bis zweiundzwanzig auf leichtgängige Magical-Girl-Anime-Unterhaltung. Ordentliche Action wird mit dem bekannten, amüsanten Humor verknüpft, während die liebenswerten Charaktere die Geschichte tragen. Zugleich wissen die zwar im Kern etwas blassen, aber durchaus funktionierenden neuen Feinde zu überzeugen. Besonders durch ihre Namen wecken sie zudem Interesse. Schließlich bekommen es Bunny und die anderen unter anderem mit Sailor Iron Mouse und Sailor Aluminium Seren zu tun. Da die Haupthandlung durchgehend weiter erzählt und auch die Beziehung von Bunny zu den Sailor-Star-Kriegerinnen sowie Three Lights ausgebaut wird, bleibt Sailor Moon Sailor Stars immer spannend. Besonders spätere Ereignisse wie das Geheimnis um Chibi-Chibi sowie das Ende der zweiundzwanzigsten Episode wecken Neugier an den noch verbleibenden Folgen von Sailor Moon Sailor Stars.

Fazit

Sailor Moon Sailor Stars hat mich mit den Episoden sieben bis zweiundzwanzig wieder sehr gut unterhalten. Der Beginn des finalen Handlungsbogens setzt auf bekannte Strukturen und baut zugleich das Charakterfeld sinnvoll aus. Mamorus Abwesenheit bringt ein paar interessante Möglichkeiten, die sinnvoll genutzt werden. Gleichzeitig sorgen Neulinge wie Seiya, Taiki, Yaten und die Sailor-Star-Kriegerinnen für frischen Wind in der Geschichte. Dadurch fällt es weit weniger ins Gewicht, das die Ereignisse der einzelnen Episoden den gewohnten Mustern der Magical-Girl-Anime-Serie folgen. Mit der Zeit zieht die Geschichte immer wieder an, baut neue Geheimnisse ein und weckt damit Neugier. Besonders das Ende in der zweiundzwanzigsten Episode hat mein Interesse an den weiteren Episoden der fünften und letzten Sailor-Moon-Staffel geweckt. Franchise- und Genre-Fans werden wieder auf ihre Kosten kommen.

Kurzfazit: Gewohnt strukturierter und erzählter Handlungsbogen, der mit neuen Charakteren und Feinden sowie guter Figurennutzung und kurzweiligen Geschichten spaßige wie spannende Magical-Girl-Anime-Unterhaltung bietet.

Details
Titel: Sailor Moon Sailor Stars (Staffel 5) – Teil 2
Originaltitel: Bishōjo Senshi Sailor Moon Sailor Stars
Genre: Magical Girl, Romantik, Abenteuer, Action, Comedy
Regie: Jun’ichi Satou
Studio: Toei Animation Co., Ltd.
Produktionsjahr: 1995/1996
Laufzeit (Episoden 7-22): ca. 400 Minuten
Sprachen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 12
Erscheinungstermin (ADN): 01. Juni 2026
Streaming: Sailor Moon bei ADN

©Naoki Takeuchi/PNP, Toei Animation

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