Rezension: Elfies Zauberbuch Band 6: Der korsische Zauber (Comic)

Um die Schmerzen ihrer Schwester Magda zu lindern, muss Elfie in Elfies Zauberbuch Band 6: Der korsische Zauber auf Korsika hinter das Geheimnis eines Brüderstreits kommen.

Elfie und ihre Schwestern haben beschlossen, auf Korsika das Heimatdorf ihrer Großmutter mütterlicherseits zu besuchen. Trotz des offenen Empfangs haben die Schwestern jedoch ein Problem: Magda geht es nicht gut. Sie leidet unter schlimmen Phantomschmerzen in ihrem amputierten Bein. Als Elfie erfährt, dass der Erntehelfer und Aushilfs-Feuerwehrmann Orso einst ein Händchen für Heilung und die Linderung von Schmerzen hat, sucht sie ihn sofort auf. Schließlich klingen die Geschichten danach, als habe er Magie verwendet. Doch Orso weigert sich, seine Heilkunst anzuwenden. Anscheinend ist die Zauberkraft des jungen Mannes seit einem Streit mit seinem Bruder Battista zehn Jahre zuvor versiegt. Battista ist seitdem verschwunden. Elfie ist nicht bereit aufzugeben und versucht mit der Hilfe eines sprechenden, kleinen Wildschweins mehr über den Streit, Orsos Kräfte und den vermissten Bruder herauszufinden. Viel Zeit bleibt ihr nicht, da Magda bald Geburtstag hat und diesen ohne Schmerzen erleben soll.

Heilsame Suche

Zu Beginn von Elfies Zauberbuch Band 6: Der korsische Zauber führt die Reise von Elfie, Magda und Luna die Schwestern nach Korsika. Dort ist ihre Großmutter mütterlicherseits einst aufgewachsen und die drei Schwestern wollen ihren Geburtsort und die dortige Verwandtschaft besuchen. Allerdings haben sie die Bedeutung der Familie auf Korsika unterschätzt und schnell sollen sie zahlreiche Personen besuchen, damit diese sie willkommen heißen können. Doch schon zuvor beginnt das korsische Abenteuer der Nachwuchshexe Elfie ohne ihre Beteiligung. Ein Blick in die Zeit zehn Jahre zuvor erzählt vom Streit der Brüder Orso und Battista, der bedeutsamen Einfluss auf den Aufenthalt der Schwestern auf Korsika hat. Allgemein greift der Fantasy-Abenteuer-Comic sehr präsent das Thema Familie und Zusammenhalt unter Verwandten auf. Neben Orso und Battista oder der Verwandtschaft auf Korsika, gilt das besonders für Elfie, Magda und Luna. So sind die drei von Beginn des sechsten Bandes an mit Magdas Phantomschmerzen in deren amputiertem Bein konfrontiert.

Damit greift Elfies Zauberbuch Band 6 den schweren Schicksalsschlag der kleinen Familie, bei dem sie auch ihre Mutter verloren haben, auf. Gleichzeitig wird Feuer, das für Magda und Elfie noch immer unschöne Erinnerungen an den Brand weckt, direkt in die Handlung integriert. Natürlich bleibt der Fantasy-Abenteuer-Comic dabei stets Jugendgerecht und auf die angepeilte Zielgruppe ausgerichtet. Trotzdem beweist Elfies Zauberbuch Band 6 ein Händchen für tiefgründige Themen, die gut mit dem Abenteuer der Protagonistin auf Korsika verbunden sind. Elfie versucht auf der Insel eine Linderung für Magdas Schmerzen zu finden und angeblich soll einst Erntehelfer und Aushilfs-Feuerwehrmann Orso dazu in der Lage gewesen sein. Natürlich ist dabei wieder Magie im Spiel und auch Nachwuchshexe Elfie darf von ihren Kräften gebrauch machen – etwa in dem sie mit einem Origami ein kleines, sprechendes Wildschwein zum Leben erweckt und dadurch einen putzigen Begleiter erhält.

Elfies Zauberbuch Band 6 wandelt stets zwischen spannendem Abenteuer, emotionalem Drama und lockerem Humor. Das funktioniert hervorragend und garantiert die Abwechslung des Comics. Kleinere Schwächen, wie etwas konstruierte oder erzwungene Wendungen, fallen kaum negativ auf und stören schon gar nicht den angenehmen Lesefluss. Dafür ist das korsische Abenteuer von Elfie zu spaßig und fesselt mit der aufgebauten Atmosphäre, den toll inszenierten Charakteren und dem gefühlvollen Zusammenhalt der Schwestern. Gerade Elfies unbedingter Wunsch, ihrer Schwester Magda zu helfen, zeigt einmal mehr, wie eng die Schwestern zueinander stehen. Dargestellt ist die Geschichte wie gewohnt in wunderschönen, bunten und detailreichen Bildern, die viel zur magischen, charmanten und abenteuerlichen Atmosphäre beitragen. Bis zum von der Reihe gewohnt schönen Ende, wird bester Fantasy-Abenteuer-Lesespaß für Jung und Alt geboten.

Fazit

Elfies Zauberbuch Band 6: Der korsische Zauber hat mich wieder wunderbar unterhalten. Die vielfältige Geschichte überzeugt mit einer unterhaltsamen und zugleich spannenden Mischung aus magischem Abenteuer, emotionalem Drama und lockerem Humor. Dabei stehen Familie und der Zusammenhalt der Schwestern stark im Mittelpunkt der Handlung. Besonders Magdas Phantomschmerzen und die Art wie Elfie und Luna versuchen ihr dabei zu helfen, beweisen wie nah sich die Schwestern stehen und trägt zugleich viel zur Stimmung bei. Natürlich bleibt der Fantasy-Abenteuer-Comic stets altersgerecht und auf die junge Zielgruppe ausgerichtet, geizt aber trotzdem nicht mit durchaus tiefgründigen Themen. Gleichzeitig erlebt Elfie ein Abenteuer rund um Magie, das eng mit ihrem Wunsch Magda von ihren Schmerzen zu befreien verbunden ist. Kleinere Schwächen fallen dabei kaum auf und trüben den Lesespaß zu keiner Zeit, so dass sich Fans von Elfie und ihren Schwestern wieder auf ein magisches und charmantes Comic-Abenteuer freuen dürfen.

Kurzfazit: Spannender und emotionaler Fantasy-Abenteuer-Comic, der eine abwechslungsreiche Geschichte mit vielschichtigen Themen und erstklassiger Figurennutzung erzählt und trotz kleiner Schwächen charmanten wie magischen Genre-Lesespaß für Jung und Alt garantiert.

Vielen Dank an Splitter Verlag für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Elfies Zauberbuch Band 6: Der korsische Zauber!

Details
Titel: Elfies Zauberbuch Band 6: Der korsische Zauber
Originaltitel: Le Grimoire D’Elfie
Genre: Abenteuer, Fantasy, Comedy
Verlag: toonfish (Splitter Verlag)
Szenario: Audrey Alwett, Christophe Arleston
Zeichnungen: Mini Ludvin
Farben: Cytros Treb
Seiten: 80
Preis: 17,95 €
Verlagsseite: Elfies Zauberbuch Band 6: Der korsische Zauber bei Splitter Verlag
Erscheinungsdatum: 21. Mai 2026

© Splitter Verlag GmbH & Co. KG · Bielefeld 2026
© 2025 Drakoo von Audrey Alwett, Christophe Arleston und Mini Ludvin

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