Vorschau: Fire Emblem: Fortune’s Weave (Switch 2)

Im September gilt es in Fire Emblem: Fortune’s Weave die Heroenspiele zu bestreiten und die Zukunft zu retten.
Am 17. September erscheint nach über dreieinhalb jähriger Wartezeit der nächste Teil der Fire-Emblem-Reihe. Fire Emblem: Fortune’s Weave orientiert sich dabei stärker an Fire Emblem: Three Houses als an dessen Nachfolger Fire Emblem Engage. Entsprechend setzt das von Intelligent Systems entwickelte Strategie-Rollenspiel wieder auf komplexe Gameplay-Mechaniken abseits der klassischen Schlachten und mehrere Story-Pfade sowie Helden. Gleichzeitig hat die Anfang August 2026 ausgestrahlte Nintendo Direct nicht nur zahlreiche Details zum Gameplay, sondern auch zur Geschichte des ersten Serienablegers für die Nintendo Switch 2 enthüllt. Wer gerade diese möglichst ohne Spoiler genießen möchte, sollte sowohl die Nintendo Direct zu Fire Emblem: Fortune’s Weave als auch den ausgewiesenen Absatz dieser Vorschau meiden.
Vier Helden, vier Pfade
Doch vorerst geht es ohne besagte Spoiler um die Grundlagen der Geschichte und des Gameplays von Fire Emblem: Fortune’s Weave. So ist das Strategie-Rollenspiel wie schon seit der Ankündigung bekannt im Kaiserreich Dagda angesiedelt. Dieses ist dank der Herrschaft der Götter zu Wohlstand aufgestiegen. In der Hauptstadt Dagdion beginnen die Heroenspiele, ein Wettkampf, bei dem der Sieger vom Göttlichen Souverän, dem Herrscher Dagdas, einen Wunsch erfüllt bekommt. Mit wem ihr die Hereonspiele bestreiten wollt, dürft ihr frei entscheiden. Als mögliche Helden stehen Cai, Dietrich, Theodora und Leda zur Verfügung. Jeder von ihnen hat eigene Beweggründe, sich gemeinsam mit Gefährten und Begleitern den Kämpfen in der Arena Dagdions zu stellen.
So will der im friedlichen Dorf Ribeira aufgewachsene Cai seinen Vater aus den Kerkern Dagdions befreien. Dietrich ist hingegen ein Kämpfer aus fernen Landen, der an die Ufer Dagdas gespült wurde und stets auf der Suche nach einem stärkeren Gegner ist. Theodora stammt aus dem südlichen Königreich Saramis, in dem die geächtete Bewahrerin des Todes und der Nacht als Göttin verehrt wird. Um den Ruf ihrer Göttin wiederherzustellen, den Glauben ihres Volkes und den Frieden in ihrem Land zu bewahren, tritt Theodora bei den Heroenspielen an. Leda sinnt wiederum auf Rache und will den Mörder ihres Vaters, der an den Heroenspielen teilnehmen soll, finden. Je nachdem, welchen der vier Helden ihr wählt, erlebt ihr eine andere Geschichte. Anders als noch in Fire Emblem: Three Houses, könnt ihr allerdings an einem speziellen Ort in Dagdion zwischen den vier Helden wechseln. Dabei wird jeweils der Spielstand für jeden Charakter gesichert, wodurch es möglich ist, die verschiedenen Handlungsstränge parallel zu erleben. Eine sinnvolle Neuerung.
Klassische Schlachten
Beim Gameplay bleibt Fire Emblem: Fortune’s Weave der Reihe weitgehend treu. Wie gewohnt tretet ihr mit eurem Helden und dessen Verbündeten in Schlachten gegen eure Gegner an. Dafür wählt ihr vor Beginn einer Schlacht die teilnehmenden Einheiten aus und platziert sie im Startbereich. Anschließend bewegt ihr rundenweise eure Figuren, führt Angriffe je nach Reichweite aus und versucht die jeweilige Siegbedingung zu erfüllen. Dafür stehen euch verschiedene Klassen sowie Waffen mit unterschiedlichen Eigenschaften zur Verfügung. Natürlich gibt es auch wieder Wechselwirkungen. So sind fliegende Einheiten beispielsweise anfällig gegen Pfeile, während Magie stark gegen gepanzerte Einheiten ist. Zusätzlich verfügen die vier Helden über mächtige Spezialfähigkeiten, die allerdings zulasten ihrer Seele in Form ihrer Lebenspunkte gehen.
Natürlich sammeln die Einheiten durch das Bezwingen von Feinden Erfahrungspunkte und steigen mit der Zeit im Level auf. Auch die Haltbarkeit von Waffen ist vorhanden. So geht der Einsatz von Kampffertigkeiten zu lasten der Haltbarkeit. Ansonsten dürft ihr euch abseits der Schlachten frei in Dagdion bewegen. Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten Zeit zu verbringen. Neben einmaligem Training pro Woche in der Arena könnt ihr beispielsweise auch neue Verbündete rekrutieren, Zeit mit Speise und Trank verbringen, in den Tempel arbeiten, um Segen für die nächste Schlacht zu erhalten, in der Einkaufsstraße Vorräte aufstocken oder Waffen verbessern oder aber ihr versucht euch an Examen, um die Klasse zu wechseln. Dafür müssen die Einheiten jedoch über die nötigen Fähigkeiten verfügen. Auch Quests von Bewohnern warten auf euch. Werden diese innerhalb der Zeitvorgabe erfüllt, winken Belohnungen. Zudem ist es möglich Dagdion zu verlassen und den gesamten Kontinent über eine Weltkarte zu erkunden. Andere Städte mit eigenen Waren zum Einkaufen, zufällige Gegner-Begegnungen und Dungeons warten hier auf euch. Letztere erkundet ihr in der Third-Person-Perspektive. Dort warten Materialien und Schätze auf euch. Kämpfe bestreitet ihr allerdings nicht wie üblich, sondern in einem an JRPGs erinnernden Rundenbasierten System. Eine interessante Idee, die für Abwechslung sorgen kann. Es bleibt abzuwarten, wie individuell die Dungeons gestaltet sind.
Mögliche Spoiler für die Geschichte
Ab hier wird kurz auf die in der Nintendo Direct enthüllten weiteren Fakten zur Geschichte eingegangen. Wer diese ohne Vorwissen erleben will, kann nach der nächsten Zwischenüberschrift weiterlesen.
Während die Heroenspiele im Jahr 1449 stattfinden, ist der Kern der Geschichte fünf Jahre später angesiedelt. Hier droht Dagda der Untergang durch den wiedererweckten Dämonengott Balor. Die einst für die Heroenspiele bedeutsamen Helden Cai, Dietrich, Theodora und Leda sind verschwunden. Um die Welt zu retten, beschwört die Erschafferin Sothis eine einzelne Seele, die sich den Mächten Balors entgegenstellen soll. Dabei handelt es sich um den wahren Protagonisten, bei dem wir dem offiziellen Artwork nach wieder Einfluss auf das Erscheinungsbild haben dürften. Es ist an dieser beschworenen Seele, zu entscheiden, ob er oder sie sich alleine den Streitkräften des Dämonengottes stellt oder mit Hilfe der Kräfte der Göttin Fortuna durch die Zeit zu reisen, um das Schicksal der vier Helden zu verändern und sie für den Kampf gegen Balor zu rekrutieren.
Wie genau sich die Geschichte entfaltet, bleibt abzuwarten. Allerdings klingen die Details bereits vielversprechend und angesichts der vereinten Haupthandlung, ist es noch nachvollziehbarer, dass Intelligent Systems eine Möglichkeit integriert hat, um zwischen den Pfaden zu wechseln und diese parallel zu erleben. Wie groß die jeweiligen Abschnitte werden, lässt sich noch nicht einschätzen und bleibt abzuwarten. Allerdings kann zuversichtlich angenommen werden, dass Intelligent Systems jedem der vier Helden sowie der Haupthandlung ausreichend Möglichkeiten zur Entfaltung gibt.
Offene Unklarheiten
Abseits der Geschichte, die sich trotz zahlreicher Details bereits grob einschätzen lässt, ist es schwer genau zu sagen, wie diese qualitativ ausfällt. Ähnliches gilt für die technische Umsetzung des bunt gehaltenen Strategie-Rollenspiels. Der Grafikstil von Fire Emblem: Fortune’s Weave erinnert sowohl an Fire Emblem: Three Houses als auch an Fire Emblem Engage. Ob Intelligent Systems auf die gleiche Engine setzt, ist allerdings noch nicht bekannt. Auffällig ist zudem, dass der neue Serienableger optisch detailreicher und hübscher daherkommt als die Vorgänger. Wie sich das letztlich in der Vollversion am Fernseher und auf der Switch 2 auswirkt, bleibt jedoch abzuwarten.
Das bisherige Trailer-Material lässt zudem auf ein flüssiges Spielerlebnis schließen. Ob dabei dreißig oder sechzig Bilder pro Sekunde erreicht werden und welche Auflösung möglich ist, ist noch unklar. Hierbei kann jedoch angenommen werden, dass Nintendo und Intelligent Systems die Möglichkeiten der Switch 2 vollständig ausnutzt. Bereits wesentlich besser einschätzen lässt sich der Soundtrack. Die Musikuntermalung, von der einige Lieder bereits in der Nintendo Music App erschienen sind, verspricht wieder sehr stimmungsvoll zu werden. Allgemein überzeugt Fire Emblem: Fortune’s Weave in den Trailern bereits mit einer dichten Atmosphäre sowie einer überzeugenden englischen Vertonung. Sollten sich Nintendo und Intelligent Systems keine unerwarteten, großen Patzer erlauben, erwartet euch am 17. September ein Strategie-Rollenspiel- und Switch-2-Hit.
Prognose
Als Fire-Emblem-Fan bin ich seit der Ankündigung von Fire Emblem: Fortune’s Weave gespannt auf den nächsten Serienteil – und das obwohl mit Fire Emblem: Three Houses mit all seinen Aktivitäten abseits der Schlachten zu mächtig war. Intelligent Systems scheint erkannt zu haben, dass einige Mechaniken von Three Houses nicht vollkommen funktioniert haben und passt besonders die Art, wie ich die Story-Pfade zu spielen habe an. Der jederzeit mögliche Wechsel zwischen den Helden sorgt nicht nur für mehr Abwechslung, sondern erspart mir mehrere Durchgänge des wahrscheinlich sowieso sehr langen Strategie-Rollenspiels – sehr schön. Zusätzlich sind das gewohnte Fire-Emblem-Gameplay und die zahlreichen Möglichkeiten vielversprechend. Besonders die Dungeons finde ich spannend. Ähnliches gilt für die Geschichte, zu der allerdings für meinen Geschmack in der Nintendo Direct von Anfang August etwas zu viel verraten wurde. Angesichts des großen Einflusses der enthüllten Aspekte, ist das jedoch nachvollziehbar und sorgt dafür, dass ein besseres Verständnis, was mich bei Fire Emblem: Fortune’s Weave erwartet, möglich ist. Tatsächlich bin ich nach der Direct noch gespannter auf das Strategie-Rollenspiel und kann den 17. September kaum abwarten. Angesichts der technischen Umsetzung bin ich zuversichtlich, weshalb ich mit einem sicheren Switch-2-Hit, auf den sich alle Fire-Emblem- und Genre-Fans freuen dürfen, rechne.
Kurzprognose: Umfangreiches neues Fire-Emblem, das bereits im Vorfeld mit Geschichte, Charakteren und Gameplay einen wahrscheinlichen Switch-2- und Strategie-Rollenspiel-Hit erahnen lässt.
Details
Titel: Fire Emblem: Fortune’s Weave
Genre: Strategie, Rollenspiel
Publisher: Nintendo
Entwickler: Intelligent Systems
Spieler: 1
Syteme: Switch 2
Altersfreigabe: 12
Erscheinungsdatum: 17. September 2026
©Nintendo / INTELLIGENT SYSTEMS
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