Rezension: Star Wars: Die Schlacht von Jakku – Unter Belagerung (Comic)

Während Luke ein Jedi-Artefakt sucht, stellt Moff Adelhard in Star Wars: Die Schlacht von Jakku – Unter Belagerung eine Gefahr für die Neue Republik dar.
Nach der Rettung der Spezialeinheit aus Adelhards Fängen, begibt sich Luke Skywalker gemeinsam mit Pilotin Rynn Zenat zum Sumfplaneten Lehanis. Dort soll sich ein Jedi-Artefakt befinden, hinter dem auch die Feinde der Neuen Republik her sind. Als Luke und Rynn von den Akolyten des Jenseits angegriffen werden, scheint sich die Befürchtung zu bewahrheiten. Derweil schmiedet Moff Adelhard gefährliche Allianzen und stellt sich dabei auch gegen andere ehemalige Imperiale, die ihre eigenen Pläne verfolgen. Für die Neue Republik unter Führung von Leia Organa und Mon Mothma stellt die Bedrohung durch verschiedene imperiale Splittergruppen eine große Herausforderung dar – und Adelhards Schlinge zieht sich immer weiter zu.
Sprunghaftes Zwischenspiel
Star Wars: Die Schlacht von Jakku – Unter Belagerung ist der zweite Teil der insgesamt drei Handlungsbögen und zwölf US-Hefte umfassenden Comic-Reihe von Autor Alex Segura. Ähnlich wie bei den Film-Trilogien knüpft der Sammelband nicht direkt an das Ende des Vorgängers an, setzt die Geschichte aber trotzdem fort. So befindet sich Luke Skywalker zu Beginn der Geschichte mit der Pilotin Rynn Zenat auf dem Sumpfplaneten Lehanis. Hier haben sie nach einem mächtigen Jedi-Artefakt gesucht, werden allerdings von den Akolythen des Jenseits angegriffen. Schnell zeigen sich erste inszenatorische und erzählerische Probleme des Comic-Sammelbands.
So verläuft der Kampf zwischen Luke, Rynn und den Akolythen seltsam und wenig glaubwürdig. Weitaus mehr als auf einen naheliegenden Ablauf der Auseinandersetzung konzentriert sich der Comic-Sammelband auf die Geschichte. So stehen auch Dialoge zwischen Luke und seinen Feinden im Mittelpunkt. Allerdings ist das noch akzeptabel, würden sich diese Schwächen nicht regelmäßig wiederholen. Star Wars: Die Schlacht von Jakku – Unter Belagerung schafft es im Gegensatz zum Vorgänger nicht, eine filmische Atmosphäre aufzubauen. Dabei war die Geschichte schon im ersten Teil von Die Schlacht von Jakku nicht das stärkste Element. Die holprige Erzählweise mit einigen nicht nachvollziehbaren Charakterentwicklungen und -entscheidungen sorgt jedoch dafür, dass die Schwächen stärker auffallen.
Das ist umso bedauerlicher, weil Star Wars: Die Schlacht von Jakku – Unter Belagerung grundsätzlich gute Ansätze zeigt. Bereits beim Vorgänger war die Grundhandlung spannend und das ist erneut der Fall. Schließlich hat die Zeit nach dem Tod des Imperators viel Potential. Besonders der Konflikt zwischen der noch instabilen Neuen Republik und dem machthungrigen sowie überzeugten Moff Adelhard hätte weitaus besser genutzt werden können. Gleichzeitig versteht es der Comic-Sammelband bekannte Figuren sinnvoll einzusetzen und Verweise auf andere Star-Wars-Werke in die Handlung einzubauen. Besonders die Nachspiel-Roman-Trilogie von Chuck Wendig ist aufgrund der titelgebenden Schlacht eng mit der Comic-Reihe verbunden. Dass der zweite Band wie schon der erste ausschließlich dem Aufbau der zentralen Auseinandersetzung zwischen Neuer Republik und imperialen Resten dient, ist hingegen weniger störend. Das ändert aber nichts daran, dass der Comic-Sammelband nur bedingt überzeugen kann. Bleibt zu hoffen, dass das Finale der Reihe wieder mehr vom vorhandenen Potential nutzt.
Fazit
Obwohl der Auftakt der Comic-Reihe um die Schlacht von Jakku nicht perfekt war, hat mich der Sammelband gut unterhalten. Entsprechend gespannt war ich auf den Nachfolger. Doch Star Wars: Die Schlacht von Jakku – Unter Belagerung lässt das vorhandene Potential weitgehend ungenutzt. Zwar zeigt die Geschichte einige spannende Ansätze, diese können sich aufgrund der Schwächen aber kaum entfalten. Besonders die holprige Erzählweise und die schwache Inszenierung schaden der Geschichte. Außerdem können auch nicht alle Charaktere überzeugen. Das ist gerade angesichts der Bedeutung der Schlacht von Jakku bedauerlich. Ein weiteres Problem könnte die enge Verknüpfung zur Nachspiel-Roman-Trilogie darstellen. Zwar gibt es nur einige Verweise auf die Ereignisse von Chuck Wendigs Büchern, doch gerade für den dritten Comic-Band lassen sich engere Verbindungen kaum vermeiden. Hoffentlich weiß Autor Alex Segura das zu nutzen und schafft es, das Finale der Comic-Reihe wieder besser zu gestalten.
Kurzfazit: Durchwachsener Star-Wars-Comic, der viel Potential ungenutzt lässt und unter holpriger Erzählweise und schwacher Inszenierung leidet.
Vielen Dank an Panini für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Star Wars: Die Schlacht von Jakku – Unter Belagerung!
Details
Titel: Star Wars: Die Schlacht von Jakku – Unter Belagerung
Originaltitel: US-Star Wars: Battle of Jakku – Repuclic Under Siege (2024) #1-4
Genre: Science-Fiction
Verlag: Panini
Text: Alex Segura
Zeichnungen: Stefano Raffaele, Jethro Morales
Farben: Alex Sinclair, Jim Campbell
Seiten: 104
Preis: 15,00 € (Softcover) / 33,00 € (Hardcover)
Verlagsseite: Star Wars: Die Schlacht von Jakku – Unter Belagerung (Softcover) bei Panini Comics
Star Wars: Die Schlacht von Jakku – Unter Belagerung (Hardcover) bei Panini Comics
Erscheinungsdatum: 26. August 2025
© Panini/Marvel/Disney/Lucasfilm
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