Rezension: Sailor Moon Super S (Staffel 4) – Teil 3 (Episoden 27-39)

Der Dead Moon Circus versucht in Sailor Moon Super S weiterhin Pegasus zu finden und schließlich tritt ihre Herrscherin persönlich in Aktion.

Nachdem das Amazonentrio zu lange keinen Erfolg hatte und von Zirkonia ausgetauscht wurde, haben es die Sailor-Kriegerinnen mit Besu Besu, Jun Jun, Para Para und Sele Sele, dem Amazonenquartett zu tun. Die Aufgabe der vier kindlichen Kämpferinnen des Dead Moon Circus bleibt identisch: sie wollen den Traum finden, in dem sich Pegasus versteckt. Dafür überfallen sie Menschen, die als mögliche Ziele gelten. Ob nun ein Kindergartendirektor, Chibiusas sportlicher Freund Kyousuke, ein Straßenmaler oder ein Mitschüler von Chibiusa, der vom Fliegen träumt, das Amazonenquartett kennt keine Gnade. Sogar die Sailor-Kriegerinnen selbst geraten in Schwierigkeiten, als Wünsche von ihnen auf unerwartete Weise erfüllt werden. Allerdings verliert Königin Nehelenia, die Herrscherin des Dead Moon, langsam die Geduld und bringt die gesamte Erde in Gefahr. Eine direkte Konfrontation von Sailor Moon, Sailor Chibimoon, Sailor Merkur, Sailor Mars, Sailor Jupiter und Sailor Venus mit ihren Feinden ist unausweichlich.

Verspielte Pegasus-Suche

Sailor Moon Super S bleibt im letzten Drittel der Staffel dem episodischen Erzählstil der Folgen eins bis sechsundzwanzig vorerst treu. Demnach konzentrieren sich die ersten Episoden des nahenden Finales wieder auf einzelne Geschichten rund um die Suche nach Pegasus. So helfen Bunny und die anderen auf Chibiusas Drängen beim Basar eines Kindergartens. Für Minako und Makoto gibt es aber noch einen anderen Grund, mitzuarbeiten: den hübschen und jungen neuen Leiter des Kindergartens. Kaum haben sie ihn gesehen, sind sie auch schon verliebt und geraten bei ihren Versuchen, ihm mit ihrem Beitrag zum Basar zu imponieren in Streit. Allerdings ist der Kindergärtner auch das neue Ziel des Amazonenquartetts. Auf die Sailor-Kriegerinnen wartet also wieder ein gewohnt ordentlich inszenierter Kampf.

Ähnlich geht es im Anschluss weiter. Im Vorfeld des Sportfests an Chibiusas Grundschule gerät ihr Mitschüler und Freund Kyousuke ins Visier von Jun Jun. Anschließend lernen Bunny und Chibiusa einen talentierten Straßenkünstler, dessen Fähigkeiten Sele Sele anlocken, kennen. Auch der Traum, mit einem selbstgebauten Gefährt zu fliegen oder endlich Erwachsen zu sein, sorgt für eine Konfrontation der Sailor-Kriegerinnen mit dem Dead Moon Circus und hat zum Teil unerwartete und amüsante Folgen. Allgemein setzt Sailor Moon Super S dabei auf den gewohnt leichtgängigen Humor und die lockere Atmosphäre, die bereits die meisten Episoden der ersten beiden Drittel der Staffel ausgezeichnet haben. Das ist gewohnt unterhaltsam und angenehm kurzweilig.

Düstere Konfrontation

Allerdings wandelt sich Sailor Moon Super S zum Ende noch einmal spürbar. Statt auf episodische Ereignisse, konzentriert sich die Magical-Girl-Anime-Serie auf die Haupthandlung und rückt sowohl Pegasus als auch die Konfrontation der Sailor-Kriegerinnen mit dem Dead Moon Circus direkt in den Vordergrund. Dabei wird die Grundstimmung zusehends ernster und düsterer und die Spannungskurve zieht spürbar an. War die vierte Sailor-Moon-Staffel bisher ein wenig seicht, zeigt sich in den letzten sechs Episoden, wie packend und wendungsreich die Geschichte von Pegasus, Königin Nehelenia und dem skurrilen Zirkus sein kann. Natürlich haben daran die Sailor-Kriegerinnen, vor allem Chibiusa und Bunny, ihren Anteil.

Ebenso überzeugt das Finale der vierten Staffel mit einigen gelungenen Entwicklungen, der Etablierung einer ausreichend tiefgründigen Antagonistin und einigen ansprechenden Kämpfen. Natürlich bleibt der gewohnte Sailor-Moon-Stil mit ein wenig Überdramatisierung und leicht in die Länge gezogenen Szenen erhalten. Negativ auf den Unterhaltungswert der Magical-Girl-Anime-Serie wirkt sich das aber nicht aus. Eher im Gegenteil, ist das sogar notwendig, um den Charme der Serie zu erhalten. Das gilt besonders beim gelungenen Ende, das die Staffel sehr gut und konsequent abschließt und mit einer kleinen Vorschau Neugier auf die fünfte und letzte Staffel Sailor Moon Sailor Stars weckt.

Fazit

Das letzte Drittel der vierten Sailor-Moon-Staffel beginnt wie erwartet und hat mich mit den episodischen Geschichten wieder gut unterhalten. Es ist angenehm kurzweilig mitzuerleben, wie sich die Sailor-Kriegerinnen dem Amazonenquartett entgegenstellt, während diese versuchen Pegasus zu finden. Dabei mag es der Magical-Girl-Anime-Serie ein wenig an Spannung fehlen, das wird aber mit Humor und Charme ausgeglichen. Besonders die Hauptfiguren und die Antagonistinnen wissen zu überzeugen und tragen viel zum Unterhaltungswert bei. In den letzten sechs der dreizehn Episoden zieht Sailor Moon Super S schließlich noch einmal spürbar an und konfrontiert Bunny, Chibiusa und die anderen direkt mit ihrem Feind. Das birgt unerwartete Gefahren für die Erde und bringt zusätzliche Spannung in die Geschichte. Zudem wird dadurch mehr Abwechslung als erwartet geboten. Bis zum Ende hat mich die Magical-Girl-Anime-Serie gut unterhalten.

Kurzfazit: Anfangs gewohntes, zum Ende zusehends spannendes Staffelfinale, das die Magical-Girl-Anime-Serie vorerst gekonnt abschließt und mit sympathischen Charakteren, lockerem Humor und viel Charme unterhält.

Staffelfazit: In Sailor Moon Super S erreicht der Dead Moon Circus auf der Suche nach Pegasus die Erde. Dieser hat sich in dem schönen Traum eines Menschen verborgen. Deshalb überfallen die Untergebenen der Zirkusleiterin Zirkonia verschiedene Menschen, um in ihre Träume zu sehen und Pegasus zu finden. Die Sailor-Kriegerinnen stellen sich ihnen entgegen, während Chibiusa selbst Kontakt zu Pegasus knüpfen kann. Anfangs ist die neununddreißig Episoden umfassende vierte Sailor-Moon-Staffel sehr episodisch aufgebaut und erzählt in jeder Folge über die Versuche des Dead Moon Circus, in die Träume verschiedener Menschen zu blicken. Das ist kurzweilig erzählt, setzt auf den von den vorherigen Staffeln bekannten Humor und lebt von den sympathischen Hauptfiguren sowie den witzigen Antagonisten. Zudem gleicht der bekannte Sailor-Moon-Charme kleinere Schwächen aus. Zum Ende zieht Sailor Moon Super S spürbar an und gipfelt schließlich in einem konsequenten, düsteren und gelungenen Finale.

Details
Titel: Sailor Moon Super S (Staffel 4) Teil 3
Originaltitel: Bishōjo Senshi Sailor Moon Super S
Genre: Magical Girl, Romantik, Abenteuer, Action, Comedy
Regie: Jun’ichi Satou
Studio: Toei Animation Co., Ltd.
Produktionsjahr: 1995/1996
Laufzeit (Episoden 27-39): ca. 312 Minuten
Sprachen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 12
Erscheinungstermin (ADN): 01. April 2026
Streaming: Sailor Moon bei ADN

©Naoki Takeuchi/PNP, Toei Animation

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