Rezension: Marla Band 1: Die Flamingohöhle (Comic)

Die Entdeckung einer Flaschenpost führt Marla und ihre beste Freundin Julie in Marla Band 1: Die Flamingohöhle auf eine abenteuerliche Schatzsuche.

Marla träumt davon, wie ihr großes Vorbild, Elisabeth Bollance Abenteuer zu erleben und Schätze zu suchen. Auf einer ihrer zahlreichen Erkundungstouren mit ihrer besten Freundin Julie entdeckt sie am Strand eine Flaschenpost mit einer rätselhaften Nachricht. Sofort versuchen die Mädchen mehr herauszufinden, schließlich ist in der Botschaft von einem wertvollen Schatz die Rede. Doch wo befindet sich die Flamingohöhle? Und was hat es mit dem Ort, an dem die Sterne ins Meer fallen, auf sich? Trotz ihrer intensiven Suche scheinen sie keine Hinweise zu finden. Erst durch einen Zufall entdeckt Marla eine entscheidende Spur. Gemeinsam mit Julie und ihrer ihr fremden Oma, die gerade zu Besuch ist, begibt sich Marla auf die Schatzsuche an einen hoffentlich magischen Ort.

Verträumte Abenteurerin

Marla Band 1: Die Flamingohöhle ist der Auftakt einer klassischen Abenteuer-Comic-Reihe für ein jüngeres Zielpublikum. Autor Giovanni Di Gregorio, bekannt für Der Club der drei Schwestern, erzählt mit Zeichnungen von Lorena Calderón eine zauberhafte Geschichte, die dem Abenteuer-Wunsch der jungen Marla folgt. Marla ist ein aufgewecktes, lebhaftes Kind, das jedoch schnell in ihre Träume abtaucht und den Blick für die Realität verliert. Ihr größter Wunsch ist es, genauso wie Elisabeth Bollance Abenteuer zu erleben und nach Schätzen zu suchen. Umso besser, dass Marla auf einer Erkundungstour am Strand mit ihrer besten Freundin Julie eine rätselhafte Flaschenpost findet. Diese verspricht einen wertvollen Schatz. Sofort ist Marla Feuer und Flamme und auch die pragmatische Julie, zu deren Lieblingsbeschäftigungen laut Marla schlafen, widersprechen und sich beschweren gehört, ist von der Aussicht auf Gold und Edelsteine begeistert. Damit stellt Marla Band 1 die beiden Hauptfiguren des Abenteuer-Comics früh ausführlich vor.

Allerdings ist die Entwicklung von Marla sowie die Freundschaft der beiden Mädchen ebenfalls ein wichtiger Aspekt der Geschichte. Ebenso nehmen weitere Figuren wie Marlas ihr fremde Oma wichtige Rollen ein. Dabei verlagert sich das Geschehen nach etwa einem Viertel des Comics an den eigentlichen Schauplatz des Reihenauftakts: an die Sirenenküste ins Sirenendorf. Dort hat Marlas Oma ihre Kindheit verbracht und dort führen die Spuren der Flaschenpost sowie die Suche nach der Flamingohöhle hin. Leichtgängig und charmant erzählt Marla Band 1 von einem kindlichen Abenteuer, das Marla und Julie vor einige Herausforderungen stellt. Dabei werden wie oft in vergleichbaren Comics auch andere Themen in die Handlung eingeflochten. So nimmt das verlassene Sirenendorf, das mit schwachem Tourismus und schlechter Wirtschaft zu kämpfen hat, ebenfalls eine wichtige Rolle ein. Wirklich tiefgründig werden diese Aspekte zwar nicht ausgearbeitet, aber sie verleihen dem Schauplatz und einigen Figuren etwas mehr Profil.

Vor allem aber will Marla Band 1 ein kurzweiliges, zauberhaftes und liebenswertes Abenteuer erzählen. Und das gelingt dem Comic wirklich sehr gut. Zwar ist die Geschichte manchmal etwas sehr leichtgängig, doch das hat keinen Einfluss auf den Lesespaß. Dafür sind die Charaktere zu sympathisch und das Abenteuer zu fantasievoll. Kleinere Gefahren für Marla und Julie sowie andere Schwierigkeiten sorgen für wichtige Abwechslung. Gleichzeitig überzeugt das Abenteuer-Comic mit einer angenehmen Erzählweise und einer entspannt abenteuerlichen Atmosphäre. Ein gelungener Auftakt, der auch dank des Fortsetzung-folgt-Endes Neugier auf den nächsten Band weckt. Die schönen, verspielten und farbenfrohen Zeichnungen tragen ihren Teil zu Atmosphäre und Lesespaß bei und runden den Abenteuer-Comic perfekt ab.

Fazit

Marla Band 1: Die Flamingohöhle habe ich eher spontan gelesen. Da mich vergleichbare Abenteuer-Comics aber immer gut unterhalten haben, hatte ich trotzdem eine gewisse Erwartungshaltung, die auch erfüllt wurde. Der Auftakt der Abenteuer-Comic-Reihe ist angenehm erzählt, ausreichend spannend, abwechslungsreich, fantasievoll und charmant. Dabei sind es die sympathischen Charaktere und der magische Schauplatz gleichermaßen, die viel zum Lesespaß beitragen. Doch auch die abenteuerliche Schatzsuche von Marla und Julie ist schön inszeniert und trägt ihren Teil bei. Da sich Marla Band 1 eindeutig auch an eine jüngere Zielgruppe richtet, sollte eine gewisse Leichtgängigkeit erwartet werden. Das hat mich aber nicht gestört, vielmehr zeichnet das den Abenteuer-Comic aus, weshalb sich die Geschichte gleichermaßen für Jung und Alt eignet.

Kurzfazit: Zauberhafter Abenteuer-Comic, der zum Reihenauftakt eine spannende, abwechslungsreiche und fantasievolle Geschichte mit sympathischen Charakteren erzählt und kurzweiligen Lesespaß für Jung und Alt bietet.

Vielen Dank an Splitter Verlag für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Marla Band 1: Die Flamingohöhle!

Details
Titel: Marla Band 1: Die Flamingohöhle
Originaltitel: Marla 1: La Grotte du Flamant Rose
Genre: Abenteuer
Verlag: toonfish (Splitter Verlag)
Szenario: Giovanni Di Gregorio
Zeichnungen & Farben: Lorena Calderón
Seiten: 80
Preis: 16,95 €
Verlagsseite: Marla Band 1: Die Flamingohöhle bei Splitter Verlag
Erscheinungsdatum: 27. August 2026

© 2026 Dupuis / Giovanni Di Gregorio / Lorena Calderón
© Splitter Verlag GmbH & Co. KG · Bielefeld 2026

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