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Jan 19 2017

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Rezension: Sailor Moon Crystal – Vol. 4 (Blu-ray)

Sailor Moon Crystal Volume 4 bringt mit sechs neuen Episoden das Ende der zweiten Staffel und den vorläufigen Abschluss der Serie mit sich.

Nach Mercury, Jupiter und Mars gelingt es Prince Demand, dem Anführer von Black Moon, auch noch Sailor Moon zu entführen und nach Nemesis zu bringen. Besessen von Queen Serenity, will er deren vergangenes Ich Sailor Moon ganz für sich alleine. Aufgrund der Macht des diabolischen Schwarzkristalls ist es der Heldin nicht möglich sich zu verwandeln, außerdem erfährt sie von den Plänen ihrer Freinde: Black Moon plant die Geschichte der Erde zu verändern und sie so nach eigenen Vorstellungen neu zu erschaffen. Doch auch Mercury, Jupiter und Mars sind in großer Gefahr. Zugleich versuchen Venus, Luna, Artemis und Tuxedo Mask mit Hilfe von King Serenity einen Weg zu finden, um die verlorenen Freunde zu retten. Auch Chibiusa, die immer mehr Selbstzweifel plagen, gerät in die Fänge des mysteriösen Wiseman, der auch Prince Demand beeinflusst. Können Sailor Moon und ihre Freunde das drohende Unheil noch abwenden?

Macht der Liebe

In der ersten Hälfte folgte die zweite Staffel von Sailor Moon Crystal zum größten Teil einem sich wiederholenden Konzept, das zu den Entführungen von Mercury, Jupiter und Mars geführt hat. Immerhin gegen Ende von Volume 3 konnte die Serie daraus ausbrechen und knüpft mit den finalen sechs Episoden lückenlos daran an. Obwohl weiterhin bekannten Mustern gefolgt wird und manche Wendung vorhersehbar ist, gelingt es das Gefühl von Wiederholung zu vermeiden. Das liegt auch daran, dass die Ereignisse ohne größere Pausen auskommen und ein Schicksalsschlag dem nächsten folgt, wodurch ein recht hohes Tempo angeschlagen wird. Dadurch wirkt die Serie zwar gelegentlich ein wenig gehetzt, gleichzeitig kommt es aber auch der Geschichte und dem Finale zu Gute, da größere Längen ausbleiben und somit keine Langeweile aufkommen kann.

Natürlich verfolgt Sailor Moon Crystal weiterhin Freundschaft und Liebe als zentrale Themen und nutzt diese immer wieder, um die Hauptfiguren in verzweifelte Situationen zu bringen. Besonders Usagi alias Sailor Moon muss so manches Mal leiden, was zu tränenreichen Momenten führt. So altbekannt das ist, so gut gelingt es der Serie zumindest ab und an zu bewegen und auf gefühlvolle Art mitzureißen. Sicherlich bleiben – abgesehen von einem unerwarteten Ereignis im letzten Viertel der zweiten Staffel – viele Wendungen, wie bereits erwähnt, vorhersehbar, trotzdem ist es unterhaltsam zu beobachten wie Sailor Moon und ihre Freunde gegen die Feinde antreten. Wirklich neue Wege beschreitet die Serie dabei nicht. Wie üblich setzen die Heldinnen ihre Kräfte ein, verwandeln sich gelegentlich und müssen Rückschläge hinnehmen, nur um kurz darauf durch die Kraft ihres Herzens, ihrer Gefühle und insbesondere durch Unterstützung von geliebten Menschen noch mächtigere Angriffe einzusetzen. Das mag banal klingen, aber etwas anderes erwartet man von Sailor Moon einfach nicht – und das ist auch gut und richtig so.

Melodramatisch

Lediglich die manchmal etwas überdramatisierte und ins melodramatisch abdriftende Stimmung sowie die schwülstigen Dialoge mit ihrem seltsam anmutenden Hang zum Englischen bei Eigennamen, können auf Dauer etwas an den Nerven kratzen. Allerdings ist auch das typisch für Serie und Genre, weshalb man sich auch als nicht Beinharter-Fan damit arrangiert. Immerhin wird im Gegensatz zur ersten Staffel ein etwas runderes Ende geboten, ohne dass die Möglichkeit für Fortsetzungen – die mit der dritten Staffel bereits gegeben ist – verloren geht. Das ist natürlich auch der Manga-Vorlage zu verdanken, die noch einigen Stoff für weitere Handlungsstränge bietet, bevor die Geschichte von Sailor Moon endet. Wann Kazé Anime die Serie fortsetzt, ist aktuell allerdings noch nicht bekannt.

Erneut zeigt sich in den effektreichen Kämpfen wie gut Sailor Moon Crystal vom scharfen 1080p-Bild und den knackigen Farben der Blu-ray profitiert. Auch sonst zeigt sich die Serie optisch ansprechend, auch wenn teilweise mit Standbildern und Bewegungen ohne Animationen gearbeitet wird. Das positive Gesamtbild wird dadurch nicht getrübt. Lediglich der weiterhin vorhandene CGI-Einsatz bei den Verwandlungen dürften nicht jedem Fan gefallen. Auf der Sound- und Musik-Seite überzeugt die Serie ebenfalls, auch wenn das Hauptthema wieder relativ häufig – dafür aber stets passend – eingesetzt wird. Während die deutschen Synchronsprecher der Hauptfiguren und einiger Nebenfiguren passend sind und sich gut der Serie anpassen, wirken manche andere Charaktere etwas zu übermotiviert oder die Stimmen sind unpassend, wenn nicht sogar leicht nervig. Alles in allem ist die Synchronisation aber gelungen.

Fazit

Der vorläufige Abschluss von Sailor Moon Crystal und das damit verbundene Ende des zweiten Handlungsstrang konnte mich etwas mehr überzeugen als noch Volume 3. Besonders die für mich unerwartete Wendung im letzten Viertel kam überraschend und hat es geschafft, die gewünschte bewegende Stimmung zu erzeugen. Doch auch sonst versteht es die Serie trotz Hang zum melodramatischen auf gefühlvolle Weise mitzureißen. Unweigerlich habe ich immer ein wenig mit Usagi und den anderen mitgelitten, obwohl der weitere Verlauf und das Ende in den meisten Fällen vorhersehbar waren. Dass sich die Geschichte fast ausschließlich auf die Zukunft konzentriert und ruhige Momente beinah komplett ausbleiben, ist der fortgeschrittenen Handlung zu verdanken und definitiv konsequent. Angesichts der Ereignisse wirkte es teilweise etwas seltsam, wie die Sailor-Kriegerinnen gehandelt haben. Lediglich das hohe Tempo dürfte nicht jedem gefallen, ist aber ebenfalls der Geschichte geschuldet. Letztlich wird der Handlungsbogen gut und spannend zu einem Abschluss geführt, während das Ende trotz fehlenden Cliffhangers neugierig auf die hoffentlich bald bei Kazé Anime erscheinende dritte Staffel macht.

Kurzfazit: Konsequenter Abschluss des zweiten Handlungsbogens von Sailor Moon Crystal, der trotz Vorhersehbarkeit ein wenig überraschen kann und erzählerische Schwächen durch Interesse für die Charaktere wett macht.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Sailor Moon Crystal – Vol. 4!

Details
Titel: Sailor Moon Crystal – Vol. 4
Genre: Romance, Fantasy/Sci-Fi
Regie: Munehisa Sakai
Studio: Tōei Animation
Produktionsjahr: 2014
Laufzeit: ca. 150 Minuten
Sprachen: Deutsch, Japanisch (DTS-HD MA 2.0)
Untertitel: Deutsch
Bonus: Dokumentation (Der Beginn einer neuen Legende), Booklet, Postkarten
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 12
Erscheinungstermin: 28. Oktober 2016
Herstellerseite: Sailor Moon Crystal – Vol. 4 bei Kazé Anime

Bilder Copyright Tōei Animation / Kazé Anime

Lesetipp: Rezension von Sailor Moon Crystal – Vol. 3 (Blu-ray)
Lesetipp: Rezension von Sailor Moon Crystal – Vol. 2 (Blu-ray)
Lesetipp: Rezension von Sailor Moon Crystal – Vol. 1 (Blu-ray)

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