Rezension: Mieruko-chan: Die Geister, die mich riefen – Band 11 (Manga)

Miko und ihre Freundinnen wollen in Mieruko-chan: Die Geister, die mich riefen Band 11 das Lambda-Hasen-Fest besuchen und der geheimnisvolle Herr Seto wird aktiv.

Seit dem Vorfall im Sportgeräteraum hat sich das Verhältnis zwischen Michiru und Hana normalisiert. Dadurch haben sich die Tentakel zurückgezogen und Miko kann das Gesicht ihrer hübschen Klassenkameradin Michiru sehen. Zum Jahresende möchte Hana mit Miko, Michiru und Yuria das Lambda-Hasen-Fest besuchen und einen der limitierten leuchtenden Lambda-Hasen ergattern. Zuvor hat Miko auf dem Heimweg mit ihrem Bruder Kyosuke eine erschreckende Begegnung mit einem der grauenvollen Wesen, die sie noch immer sehen kann. Derweil nimmt Romm widerwillig Kontakt zum freundlichen, geheimnisvollen und offensichtlich mächtigen Herrn Seto auf. Offenbar hat er von seinen geisterhaften Begleitern von Miko erfahren. Was bedeutet das für die Oberschülerin, die einfach nur Zeit mit ihren Freundinnen verbringen und den Geistern aus dem Weg gehen möchte. Doch nicht einmal während der Zugfahrt mit Michiru bleibt Miko von gruseligen Erscheinungen verschont.

Freundschaftlich-schauriger Alltag

Mieruko-chan: Die Geister, die mich riefen Band 11 unterstreicht zum Auftakt noch einmal, dass Miko mittlerweile Michirus bisher von Tentakeln verdecktes Gesicht sehen kann. Gänzlich sind die wabernden Erscheinungen um ihre hübsche Klassenkameradin aber noch nicht verschwunden. Gefahr scheint von ihnen nicht auszugehen und auch das Verhältnis zwischen Michiru und Hana hat sich normalisiert. Gemeinsam beschließen Miko, Hana, Michiru und Yuria das Lambda-Hasen-Fest zum Jahresende zu besuchen, bevor sie sich voneinander verabschieden, womit auch die Winterferien beginnen. Allerdings wird das Fest nicht sofort thematisiert. Stattdessen konzentriert sich der Einstieg in den elften Band auf eine schaurige Begegnung, die Miko auf dem Heimweg mit ihrem Bruder Kyosuke hat. Dabei gerät ausgerechnet Kyosuke in Gefahr, was Miko noch weitaus größere Sorgen bereitet. Ein gelungener Auftakt, der sowohl die Horror- als auch die Alltags-Elemente der Reihe hervorhebt.

Allgemein setzt Mieruko-chan Band 11 stark auf den vermeintlich normalen Alltag von Miko, Hana, Michiru und Yuria. Angereichert wird das in der ersten Hälfte mit der Vorstellung des freundlichen und hilfsbereiten Herrn Seto, der in seiner Firma überaus beliebt ist. Doch auch ohne sein Verhalten gegenüber Romm wird deutlich, dass er wesentlich geheimnisvoller und zwielichtiger ist, als es vielleicht auf den ersten Blick erscheint. Besonders seine geisterhaften Begleiter und sein Umgang mit anderen Erscheinungen verleihen Herrn Seto etwas Fragwürdiges. Dabei vermeidet Mangaka Tomoki Izumi zumindest vorerst allzu offensichtliche Klischees und somit die Befürchtung eines mächtigen Antagonisten. Etwas, das nur bedingt zur Reihe passen würde. Trotzdem muss sich noch zeigen, was es mit Herrn Seto auf sich hat und wie er sich im Verlauf des neuen Handlungsbogens entwickelt.

Glücklicherweise setzt Mieruko-chan Band 11 in der zweiten Hälfte wieder stärker auf die Slice-of-Life-Elemente in Einklang mit dem Grauen, das Miko sieht. So kommt es bei der Zugfahrt mit Michiru zu einer unschönen Begegnung. Gleichzeitig wird die weiterhin vorhandene Besessenheit von Michiru für Miko genauso amüsant in die Geschichte eingeflochten wie Mikos Versuch die Geister zu ignorieren. Das ist gewohnt humorvoll und schaurig zugleich. Grundsätzlich setzt Mieruko-chan Band 11 wieder auf kurzzeitige Geistererscheinungen. Sowohl Miko als auch Yuria müssen sich damit auseinandersetzen. Davon profitiert besonders die angenehm entspannte Horror-Atmosphäre. Zum Ende setzt der Horror-Mystery-Slice-of-Life-Manga auf eine Mischung aus humorvollem und leichtgängigem Alltag sowie einem spannenden Cliffhanger, der eine perfekte Überleitung zum Nachfolger darstellt und Neugier auf die Fortsetzung weckt.

Fazit

Mieruko-chan: Die Geister, die mich riefen Band 11 hat mich mit der Mischung aus entspanntem und witzigem Alltag, schaurigen Erscheinungen und mysteriösen Entwicklungen wieder großartig unterhalten. Miko, Hana, Michiru und Yuria verstehen es, die Horror-Slice-of-Life-Comedy-Seite des Mangas zu tragen und garantieren dabei reichlich Abwechslung. Natürlich ist es auch den Geistern, die Miko sieht, zu verdanken, dass die Geschichte nie langweilig wird. Parallel setzt Mieruko-chan Band 11 auf die Vorstellung des geheimnisvollen Herrn Seto, dessen Begegnung mit Romm sowohl für Spannung sorgt als auch die Mystery-Anteile des Mangas hervorhebt. Dank dieser Mischung ist reichlich Abwechslung und eine gleichermaßen entspannte, schaurige und fesselnde Atmosphäre garantiert. Nach dem offenen Ende möchte ich am liebsten sofort weiterlesen, um zu erfahren, wie die Geschichte weitergeht. Genre- und Mieruko-chan-Fans können wieder bedenkenlos zugreifen.

Kurzfazit: Abwechslungsreicher Horror-Mystery-Slice-of-Life-Manga, der entspannte und humorvolle Alltagsereignisse mit schaurigen Geistern und geheimnisvollen wie spannenden Entwicklungen zu fesselndem Genre-Lesespaß vereint.

Details
Titel: Mieruko-chan: Die Geister, die mich riefen – Band 11
Originaltitel: Mieruko-chan
Genre: Horror, Mystery, Comedy, Slice of Life
Verlag: Manga Cult
Mangaka: Tomoki Izumi
Seiten: 194
Preis: 8,99 €
ISBN: 978-3-7573-0630-4
Verlagsseite: Mieruko-chan: Die Geister, die mich riefen – Band 11 bei Manga Cult
Erscheinungsdatum: 10. Juni 2026

© Tomoki Izumi / Kadokawa Corporation
© Cross Cult Entertainment GmbH | Manga Cult

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