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Mai 20 2016

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Rezension: Highschool DxD – Vol. 4 (Blu-ray)

highschool-dxd-vol-4-coverGespickt mit Erotik und Romantik präsentiert sich das Finale der ersten Staffel von High School DxD in Volume 4 actionreich.

Durch sein Leben als Dämon hat sich Issei Hyodo deutlich verändert. Nicht nur hat er in seiner Herrin Rias Gremory und den anderen ihr untergebenen Dämonen neue Freunde gefunden, er ist auch stärker geworden. Das ist wichtig, da das Rating Game, eine Art spielerischer Kampf bei dem zwei Dämonenfamilien gegeneinander antreten, bevorsteht. Darin wird entschieden, ob Rias wie vorgesehen den mächtigen und hochangesehenen Dämon Raiser Phoenix heiraten muss oder nicht. Sowohl in Erfahrung als auch Truppenstärke ist Raiser dem Forschungsklub für Okkultismus, den Rias, Issei und die anderen Dämonen als Tarnung an ihrer Schule bilden, deutlich überlegen. Hartes Training und raffinierte Taktiken sollen bei dem Kampf, das den Rollen entsprechend an ein Schachspiel angelehnt ist, zum Erfolg führen. Im Geheimen hat Issei außerdem mit Asia eine neue Technik eingeübt.

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Erotische Action

Nach dem ersten Auftritt von Raiser Phoenix war klar, dass er der großer Gegenspieler von Issei, Rias und den anderen sein würde. Trotz der Unerfahrenheit und Minderjährigkeit von Rias wurde ein sogenanntes Rating Game angesetzt, das über die Verlobung der rothaarigen Schulschönheit und Raiser entscheiden soll. Arrangiert von den Eltern, zeigt sich Rias nicht angetan von der Verbindung und hegt offene Abneigung gegen den machohaften, selbstverliebten, herrischen Raiser. Der Action-Anteil nimmt angesichts des Rating Games erwartungsgemäß deutlich zu, gleichzeitig schafft es das Team hinter der Serie aber auch noch mehr nackte Haut einzubauen. Die Möglichkeit hierfür bietet Raisers Dienerschaft, die ausschließlich aus Frauen besteht. Ein weiterer Grund für Isseis Abneigung ist, dass sein Kontrahent bereits ein Harem besitzt, etwas das auch Issei für sich haben möchte. Gleichzeitig missfällt ihm, dass Raiser sein frivoles Verhalten mit seinen Dienerinnen trotz der Verlobung mit Rias nicht aufgeben möchte. Hier zeigt sich weiterhin Isseis gutes Herz, das all seine perversen Anwandlungen wett macht.

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Die Kämpfe zwischen den Dämonen sind gut inszeniert und wissen durch effektreiche Zauber und Angriffe sowie gelungene Animationen zu überzeugen. Dass dabei ein wenig viel geredet wird, stört nicht, da es gut zur Serie passt. Außerdem sorgen die kleineren Streitereien und Spitzfindigkeiten für gelegentliche Schmunzler und erhalten den Comedy-Faktor zumindest ein wenig. Weit größer ist neben der Action wie erwähnt die Erotik. Dank seinem Training hat Issei gelernt seine Vorstellung mit Hilfe von Magie in die Tat umzusetzen. Eine bloße Berührung genügt, um den Zauber zu platzieren und sobald er aktiviert wird, verschwindet die Kleidung von Isseis Gegner. Da es sich hierbei ausschließlich um Frauen handelt, gibt es passend zum Genre einiges an nackter Haut zu sehen. Die Inszenierung sorgt zusätzlich dafür, dass der Kleiderverlust stets ansprechend im Bild festgehalten wird. Dass Isseis Fähigkeiten weder bei seinen Verbündeten, noch bei seinen Gegnern auf sonderlich viel Gegenliebe stößt, dürfte nachvollziehbar sein. Allerdings leidet die Kleidung der Kämpfer nicht nur durch Isseis Angriff, auch die sonstigen Konfrontationen geizen nicht mit sichtbaren Spuren der Konflikte.

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Abschluss und Anfang

Es war zu erwarten, dass der entscheidende Kampf zwischen Rias mit ihren Dienern und Raiser und seinem Gefolge länger als nur eine Episode dauert. Die Entscheidung ist auch gut, da so genügend Zeit für den Aufbau und die Erklärung des Rating Games, sowie die kurze Vorstellung von Raisers Dienerinnen bleibt. Auch die gut inszenierte Action profitiert klar davon. Dennoch schafft es die Serie mit einer Wendung zu überraschen. Diese verändert den Ablauf der Ereignisse etwas und sorgt dafür, dass zumindest zeitweise die Handlung nicht so vorhersehbar ist, wie sie meist schien. Trotzdem kommt es zu einem logischen Abschluss der Geschichte. Das stört nicht, da die drei finalen Episoden der ersten Staffel bis dahin gut unterhalten.

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Allgemein präsentiert sich das Finale von High School DxD durchaus gelungen. Mit Rias Bruder wird ein bisher nur im Hintergrund agierender Charakter eingeführt, der in den späteren Staffeln noch wichtig werden dürfte. Zu dem zeigt Issei im finalen Kampf wie stark er mittlerweile geworden ist und welches Potenzial noch in ihm schlummert. Die zusätzlichen Andeutungen auf kommende Ereignisse bieten eine gute Grundlage für die bereits bei Kazé auf Blu-ray und DVD erschienene zweite Staffel. Trotzdem ist das Ende so umgesetzt, dass es auch als Abschluss der Serie funktionieren könnte. Die offenen Fragen machen jedoch neugierig genug, um das Interesse an High School DxD New zu wecken.

Fazit

Die actionreichere Ausrichtung der finalen drei Episoden war zu erwarten und passt gut zur bisherigen Serie. So gelingt es High School DxD mit Volume vier einen würdigen und teils brachialen Abschluss zu bieten und zugleich neugierig auf die zweite Staffel zu machen. Gelungen ist zudem die Darstellung der Charaktere. Stärker als bisher rückt die Beziehung zwischen Issei und Rias in den Mittelpunkt und der eher schwache und teilweise auch unfähige Diener darf endlich zeigen, welches Potenzial wirklich in ihm schlummert. Sich diesen Moment bis zum Staffelfinale aufzuheben ist zwar nicht innovativ, funktioniert aber wieder einmal. Isseis neue Fähigkeit mag etwas fragwürdig sein, passt an sich aber gut zu seiner Persönlichkeit und seiner Fixierung auf schöne Frauen. Dennoch zeigt Issei erneut sein gutes Herz und seine tiefe Verbundenheit zu Rias. Dadurch wirkt er trotz seiner überaus sexualisierten Einstellung nicht unsympathisch. Viel mehr verzeiht man ihm seine Macken und schiebt sie auf sein jugendliches Alter. Interessant sind die Andeutungen auf kommende Ereignisse. Hier zeigt sich, dass High School DxD neben Action, Erotik und Comedy auch mit einer interessanten Mystery-Hintergrundgeschichte aufwarten kann. Das trägt maßgeblich dazu bei, dass die Serie zu den besten Vertretern des Ecchi-Genres gehört.

Kurzfazit: Actionreiches Staffelfinale, das mit gut inszenierten Kämpfen, viel nackter Haut und seichtem Humor unterhält sowie dank der Mystery-Hintergrundgeschichte Interesse an der Fortsetzung weckt.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Highschool DxD – Vol. 4!

Lesetipp: Rezension von High School DxD – Vol. 3 (Blu-ray)
Lesetipp: Rezension von High School DxD – Vol. 2 (Blu-ray)
Lesetipp: Rezension von High School DxD – Vol. 1 (Blu-ray)

Details
Titel: Highschool DxD – Vol. 4
Genre: Action, Mystery, Comedy, Ecchi
Regie: Tetsuya Yanagisawa
Studio: TNK
Produktionsjahr: 2012
Laufzeit: ca. 75 Minuten
Sprachen: Deutsch, Japanisch (DTS-HD MA 2.0)
Untertitel: Deutsch
Bonus: 4 Postkarten, 2 Mini-Episoden
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 16
Erscheinungstermin: 31. Oktober 2014
Herstellerseite: Highschool DxD – Vol. 3 bei Kazé Anime

Bilder Copyright TNK / Kazé Anime

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