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Mai 06 2016

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Rezension: Highschool DxD – Vol. 2 (Blu-ray)

highschool-dxd-vol-2-coverHigh School DxD Volume 2 schließt mit drei weiteren Episoden den ersten Handlungsbogen mit viel Action und gewohntem Ecchi-Comedy-Mix ab.

Seit Issei Hyodo gestorben und von Rias Gremory als Dämon wieder zum Leben erweckt wurde, hat sich das Leben des Oberschülers deutlich verändert. Er gehört dem Forschungsklub für Okkultimus an, der eine Tarnung für die Dämonen rund um Rias bildet und versucht Verträge mit Menschen zu schließen, die Dämonen zu sich rufen. Dabei ist er auf den abtrünnigen Exorzisten Freed Sellzen getroffen und konnte nur knapp von seinen neuen Freunden gerettet werden. Doch die Gehilfin von Sellzen, Asia Argento, eine junge Nonne mit der sich Issei angefreundet hat, musste zurückgelassen werden. Zufällig trifft er sie in der Stadt wieder, doch kurz darauf werden die beiden von einem gefallenen Engel angegriffen und Asia wird entführt. Scheinbar interessieren sich die gefallenen Engel für Asias Sacred Gear, das ihr die Fähigkeit verleiht sämtliche Wunden zu heilen. Für Issei ist klar, dass er Asia retten muss.

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Unmögliche Freundschaft

High School DxD Volume zwei setzt mit Episode vier direkt ans Ende des Serienauftaktes an. Issei wurde beim Aufeinandertreffen mit Freed Sellzen verletzt, wurde aber rechtzeitig von seinen Freunden gerettet. Dabei sind es nicht nur seine Verletzungen, die ihm Probleme bereiten, sondern weit mehr sein angeschlagener Stolz, weil er Asia nicht beschützen konnte. Weder vor dem Exorzisten noch während der Entführung durch den gefallenen Engel Reina. Nicht einmal sein Karft verstärkendes Sacred Gear konnte ihm im Kampf gegen sie helfen. Dennoch setzt er alles daran, um Asia zu retten. Das passt gut zur bisherigen Darstellung von Issei als zwar etwas trotteligen und perversen, aber auch gewissenhaften und loyalen Oberschüler. Allgemein bewegt sich die Charakterzeichnung in den gewohnten Bahnen und erfüllt weitgehend die nötigen Rollen, ohne dass eine der Hauptfiguren zu oberflächlich oder gar nervig wirken würde.

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Im Mittelpunkt von Volume zwei steht die Geschichte rund um Asia und die gefallenen Engel sowie die Beziehung der blonden Nonne zu Issei. Damit erreicht die Serie auch ihren ersten Höhepunkt und den Abschluss der begonnenen Storyline. Es kommt zur Konfrontation mit Reina, die Issei als Yuma kennt und jener gefallene Engel ist, die ihn nach einem Date getötet hat. Ihre Pläne sind eng mit den Heilungskräften von Asias Sacred Gear verbunden, wodurch die Nonne selbst in Gefahr gerät. Dabei kommt es zu unausweichlichen Kämpfen in denen erstmals alle Mitglieder von Rias Dämonengefolge ihre Fähigkeiten in einer Ernstsituation unter Beweis stellen dürfen. Auch Issei macht eine wichtige Wandlung durch und neue Informationen zu seinem Scared Gear und dem Evil Piece werden eingestreut. Die größte und wichtigste Veränderung macht jedoch Asia mit, die sich neben Issei und Rias zur dritten Hauptfigur der Serie zu entwickeln scheint und damit einen interessanten Gegenpart zur Chefin der Dämonen darstellt. Besonders da ganz offensichtlich beiden die Zuneigung Isseis gewiss ist. Schnell fällt allerdings auf, dass die Widersacher der Dämonen üblichen Klischees entspringen. Bereits ihre optische Darstellung zielt darauf ab sie böse und hinterhältig erscheinen zu lassen, was schließlich auch von ihrem Verhalten bestätigt wird. Hier zeigt die Serie nicht unbedingt großen Einfallsreichtum, doch die gefallenen Engel und Freed Sellzen erfüllen ihren Zweck für den weiteren Handlungsverlauf.

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Freizügig

Durch die Kämpfe erhält High School DxD besonders in den Episoden vier und fünf einen deutlich hören Action-Anteil als noch in Volume eins. Zu den größten Stärken gehören diese Momente nicht. Häufig wirken die Animationen nicht dynamisch genug, dennoch funktionieren die Kämpfe und wissen zu unterhalten. Als wichtiger Bestandteil der Serie fügen sie sich außerdem gut in das bisherige Gesamtkonzept ein und es lässt sich bereits erahnen, dass noch weit mehr Aufeinandertreffen der Dämonen mit möglichen Widersachern bevorstehen. Die Ecchi-Serie kann davon nur profitieren und an Abwechslung gewinnen, ohne sich zu sehr zu verändern.

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Wie von den ersten drei Episoden gewohnt, wird keine Gelegenheit ausgelassen, um die weiblichen Charaktere in sexy Posen oder nackt zu zeigen. Sei es durch zerstörte Kleidung in Folge der Kämpfe oder unter der Dusche. Weiterhin nutzt High School DxD jede sich bietende Möglichkeit, um Erotik mit einzubringen. Das macht die Serie noch immer besser als manch anderer Genrevertreter, so dass die meisten Nacktszenen nicht aufgesetzt wirken. Natürlich ist dennoch bemerkbar, dass ein gewisser Wert auf möglichst regelmäßige nackte Tatsachen gelegt wird. Das fällt jedoch nicht störend auf, was auch an den nicht als bloße Objekte dargestellten weiblichen Charakteren liegt. Zudem streut die Serie immer wieder gut platzierten Humor mit ein und bringt Issei in recht skurrile, abgedrehte Situationen. Insbesondere Episode sechs konzentriert sich zum Teil darauf und sorgt damit für einige erheiternde Momente. Gleichzeitig werden hier erste Anzeichen für die weitere Geschichte der Serie gestreut und der Auftritt einer bisher unbekannten Person wird vorbereitet. Damit wird zumindest ein wenig Spannung erzeugt, allgemein fällt das Ende von Volume drei aber zu unspektakulär aus und bietet keinen richtigen Cliffhanger, schließt die Geschichte aber auch nicht ab.

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In technischer Hinsicht bleibt sich die Serie treu. Die Animationen sind flüssig und Effekte passen gut zum Geschehen. Weiterhin eine kleine Schwäche ist die deutsche Synchronisation. Nicht jede Stimme passt zum jeweiligen Charaktere und manche Dialoge wirken etwas übermotiviert. Als Bonus finden sich auf der Blu-ray noch zwei Mini-Episoden, die in Japan als OVAs veröffentlicht wurden. Beide haben eine Laufzeit von etwa drei bis vier Minuten und erzählen kleine Nebengeschichten wie etwa die Ereignisse rund um einen gemeinsamen Strandbesuch von Issei, Rias und den anderen. Als unterhaltsamer Bonus funktionieren die Mini-Episoden sehr gut. Außerdem liegen Volume drei vier Postkarten mit Motiven der weiblichen Hauptfiguren bei.

Fazit

Nach dem gelungenen Auftakt setzen die drei Episoden von High School DxD Volume zwei die Serie auf gewohnte Weise fort und bringen zugleich die erste Storyline zu einem Abschluss. Dieser erste Höhepunkt ist wichtig in der Entwicklung von Issei und anderen Charakteren und stellt die Weichen für den weiteren Verlauf der Handlung. So viel ist bereits klar. Wie es allerdings weitergeht wird trotz kleinerer Andeutungen am Ende von Episode fünf und in Episode sechs nicht deutlich. Insgesamt schafft es auch Volume zwei mit einem gelungenen Mix aus Comedy, Erotik, Mysterystory und Action zu unterhalten. Wirkliche Tiefe baut die Serie dabei allerdings nicht auf. Störend ist das jedoch nicht, da High School DxD besonders durch die interessante Geschichte rund um Dämonen und Engel bei Laune hält und mit den typischen Ecchi-Elementen angereichert wird. Damit bleibt die Serie auch mit Volume zwei locker-leichte Unterhaltung, die sich alle Genre-Fans einmal ansehen sollten.

Kurzfazit: Locker-leichte Ecchi-Unterhaltung, die auch in der Fortsetzung mit einem guten Mix aus Mystery, Erotik, Humor, Action und sympathischen Charakteren überzeugt.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Highschool DxD – Vol. 2!

Lesetipp: Rezension von High School DxD – Vol. 1 (Blu-ray)

Details
Titel: Highschool DxD – Vol. 2
Genre: Action, Mystery, Comedy, Ecchi
Regie: Tetsuya Yanagisawa
Studio: TNK
Produktionsjahr: 2012
Laufzeit: ca. 75 Minuten
Sprachen: Deutsch, Japanisch (DTS-HD MA 2.0)
Untertitel: Deutsch
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 16
Erscheinungstermin: 29. August 2014
Herstellerseite: Highschool DxD – Vol. 2 bei Kazé Anime

Bilder Copyright TNK / Kazé Anime

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