Rezension: Age of Wonders 4: Rise from Ruin (PC)

Nomaden, Hasen und magische Katastrophen verändern die Reiche des Astralmeers in Age of Wonders 4: Rise from Ruin.
Zum neunten Mal erweitern Paradox Interactive und Triumph Studios das fast drei Jahre alte Strategiespiel Age of Wonders 4. Der zweite Zusatzinhalt des dritten Expansion Pass fügt einige Inhalte hinzu. Darunter Story-Reiche, ein Volk, eine Kultur, drei Magiebücher, neue Weltkarteninhalte und neue Gameplay-Mechaniken. Nachdem der vorherige DLC Thrones of Blood die Reiche des Astralmeers mit Vampiren konfrontiert hat, führt der Weg nun in die Dürren Welten. Nomadische Kulturen und hasenhafte Gestalten stellen sich den Herausforderungen. Zugleich sorgen alte Verfehlungen für gefährliche magische Katastrophen. Das alles wirkt sich spürbar auf den Spielablauf und die Taktik aus.
Hasenhafte Nomaden
Age of Wonders 4 zeigt mit jeder Erweiterung, wie stark sich neue Völker und Kulturen auswirken können. Dabei steht es euch wie immer frei, ob ihr eure eigene Fraktion unter Nutzung der neuen Möglichkeiten erschafft oder vorgefertigte Herrscher mit ihren Untertanen verwendet. Die Vielfalt ist wieder groß, zumal die Nomaden-Kultur zwei unterschiedliche Zweige erlaubt. Entweder zieht ihr als Eroberer oder als Plünderer durch die Wüsten der Dürren Welten. Beide Ausrichtungen haben eigene Stärken und Schwächen, nutzen aber stets auch die Besonderheiten der Nomaden. Diese können vor allem bereits errichtete Städte wieder abbauen, mit ihnen weiterziehen und sie an anderer Stelle neu platzieren. Eine interessante neue Gameplay-Mechanik, die großen Einfluss haben kann. Vielleicht nicht ganz so groß, aber dennoch gewohnt spürbar wirkt sich die Hasen-Erscheinungsform aus. Diese bringt einige Optionen, um euren Herrscher frei zu gestalten.
Stellt ihr euch schließlich den Dürren Welten, ob nun in einem der neuen Story-Reiche oder auf einer benutzerdefinierten Karte mit Nutzung der neuen Einstellungen, erwartet euch eine neue Herausforderung: magische Katastrophen. Diese sind eng mit den Zaubern, die ihr und eure Gegner wirken, verbunden. Jedes Mal wenn Magie gewirkt wird, füllt sich die Katastrophenanzeige. Ist diese voll, wird wilde Magie freigesetzt, wodurch Provinzen getroffen und die dort befindlichen Ressourcen beschädigt werden. Doch keine Sorge, das System ist wirklich gut und fair umgesetzt. Die getroffenen Provinzen sind weitläufig verteilt und einseitige Nachteile sind gerade zu Beginn einer Runde unwahrscheinlich. Hieran zeigt sich, wie gut die Balance von Age of Wonders 4: Rise from Ruin ist. Auch andere neue Spielmechaniken, wie Überreste von mit unkontrollierter Magie in Kontakt gekommener Armeen, fügen sich sehr gut ein.
Zusätzlich wird Age of Wonders 4 um neue erzählerische Inhalte, die eng mit den Story-Reichen verbunden sind, erweitert. Außerdem dürft ihr euch auf drei Magiefolianten freuen. Das Buch des Kriegstrupps ermöglicht das Errichten starker Armeen. Mit Hilfe des Buchs der Sandpirscher dehnt ihr die Wüste aus oder beschwört einen Wächter der Wüste. Mächtige Krieger und höllische Verbündete helfen euch bei der Nutzung des Buchs des Kriegsfürsten. Wer die vorherigen DLCs kennt, wird schon ahnen, dass das noch nicht alles ist. Rise from Ruin spendiert Age of Wonders 4 außerdem noch neue Kreaturen, zwei Wüstentiere, zwei neue Reittiere, neue Musik und einen neuen Skin für die Benutzeroberfläche. Das sind willkommene Zusätze. Es sind aber die neuen Gameplay-Mechaniken um die Dürren Welten, die aus Rise from Ruin eine der bisher besten Erweiterungen von Age of Wonders 4 machen.
Fazit
Einmal mehr hat mich eine Erweiterung zurück in die Reiche des Astralmeers geführt. Age of Wonders 4: Rise from Ruin hat mich besonders mit den neuen Gameplay-Mechaniken gefesselt und nicht mehr losgelassen. Die magischen Katastrophen, die Eigenheiten der Nomaden und des Hasenvolks und die neuen Story-Reiche haben mich wieder zahlreiche Stunden beschäftigt. Natürlich tragen die anderen neuen Inhalte ebenfalls viel dazu bei, dass Rise from Ruin so gut ist. Für mich einer der bisher besten DLCs für das 4X-Strategiespiel.
Kurzfazit: Rise from Ruin ist dank sinnvoller Gameplay-Erweiterungen und gelungener neuer Inhalte einer der bisher besten DLCs für Age of Wonders 4.
Vielen Dank an Paradox Interactive für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Age of Wonders 4: Rise from Ruin!
Details
Titel: Age of Wonders 4: Rise from Ruin
Genre: Strategie
Publisher: Paradox Interactive
Entwickler: Triumph Studios
Spieler: 1-8
Syteme: PC (getestet), PlayStation 5, Xbox Series X|S
Altersfreigabe: ab 12
Erscheinungsdatum: 09. März 2026
©2025 developed by Triumph Studios and published by Paradox Interactive AB. AGE OF WONDERS 4, TRIUMPH STUDIOS and PARADOX INTERACTIVE are trademarks and/or registered trademarks of Paradox Interactive AB in Europe, the U.S. and other countries
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