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Nov 06 2016

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Rezension: Seraph of the End: Vampire Reign – Band 3 (Manga)

seraph-of-the-end-vampire-reign-band-3-coverSeraph of the End Band 3 bringt Yuichiro und seine Kameraden auf eine erste Mission und in den Kampf gegen Vampire.

Yuichiro Hyakuya und seine beiden Kameraden Yoichi Saotome und Shiho Kimizuki haben ihr Training abgeschlossen und der bittere Ernst als Vampirjäger der Mond-Dämonen-Einheit steht bevor. Unter der Leitung von Shinoa Hiragi und mit der aufbrausenden Mitsuba Sangu im Team brechen sie zu ihrem ersten Einsatz auf. Dabei zeigt Yuichiro, der es nicht mehr erwarten kann endlich Vampire zu töten, erneut sein unüberlegtes Handeln. Das missfällt besonders Mitsuba, die solchen Leichtsinn nicht tolerieren möchte. Doch die fünf Kameraden müssen sich zusammenraufen, da sie in eine Falle der Vampire geraten. Außerdem planen die Blutsauger Größeres, weshalb Yuichiro und die anderen dringend nach Shinjuku gelangen müssen.

Untergegangene Welt

Nachdem sich die ersten beiden Bände in erster Linie mit Yuichiros Ausbildung sowie seinem Weg zum Vampirjäger der Mond-Dämonen-Einheit beschäftigt haben, öffnen sich in Seraph of the End Band 3 wortwörtlich die Tore für den jungen Soldaten. Gemeinsam mit seinen Teamkameraden Shinoa Hiragi, Yoichi Saotome, Shiho Kimizuki und der neu hinzustoßenden Mitsuba Sangu bricht er zu seiner ersten Mission außerhalb der schützenden Mauern von Shibuya auf. Dadurch kommt es nicht nur zu ersten Konfronationen mit Dämonen und Vampiren, sondern auch ein Blick auf die in Ruinen liegenden ungeschützten Teile des ehemaligen Tokio werden gewährt. Hier zeigt sich das vorhandene Potenzial des Endzeit-Settings der Manga-Reihe.

Allerdings werden die vorhandenen Möglichkeiten nur wenig genutzt. Zwar gibt es einige gelungene Darstellung der Ruinen-Stadt, die der Atmosphäre durchaus zuträglich sind, doch in erster Linie wird zugunsten der Charaktere auf detaillierte Hintergründe verzichtet. Dennoch sind es Szenen wie die alte U-Bahn-Station, die erst so richtig deutlich machen wie das Leben der Menschen außerhalb der von der kaiserlichen Dämonen-Armee geschützten Gebiete ist. Auch die kurzen Auftritte einiger Nebenfiguren tragen dazu bei und helfen die Welt von Seraph of the End ein wenig besser zu verstehen. Wirklich tiefgründig wird das allerdings nie ausgearbeitet. Im Mittelpunkt stehen noch immer Action sowie die Entwicklung der Hauptfiguren.

Gewohnter Weg

Allgemein bleibt sich die Reihe auch beim dritten Band treu. Gut inszenierte Kämpfe, sinnvoll eingebauter Humor und fortschreitende Charakterentwicklung dominieren die Ereignisse, während die Geschichte langsam in Fahrt zu kommen scheint. Noch entfaltet diese sich jedoch nicht, dafür wird die Richtung klar vorgegeben und im kommenden vierten Band ist mit zahlreichen, brachialen Kämpfen zwischen den Mitgliedern der Mond-Dämonen-Einheit und Vampiren zu rechnen. Gleichzeitig bieten die einzelnen Beziehungen zwischen den Hauptfiguren einige Möglichkeiten für Konflikte sowie interessante Wendungen. Insbesondere Mitsuba mit ihrer aufbrausenden, etwas rechthaberischen Art und ihrer offenen Missbilligung von Yuichiros unüberlegtem Vorgehen verspricht eine gelungene Charakterisierung. Doch auch die anderen Mitglieder des Teams von Shinoa zeigen weiterhin Potenzial zur Entfaltung.

Interessant sind zudem die erneuten Einblicke in die Gedankenwelt sowie auf das Vorgehen der Vampire. Dieser zweite Handlungsstrang hat schon beim Vorgängerband gezeigt, dass Seraph of the End sich nicht zwingend auf einer Gut-gegen-Böse-Geschichte ausruht. Es bleibt zu hoffen, dass die Reihe hier das vorhandene Potenzial nutzt und im Verlauf der Handlung mit überraschenden Wendungen daherkommt. Bisher bleibt das leider aus, so dass abgesehen von kleinen unerwarteten Entwicklungen, die Ereignisse vorherzusehen sind. Aufgrund der schnellen Erzählweise, der gut inszenierten Action sowie der Abwechslung durch ruhige und humorvolle Szenen versteht es Seraph of the End Band 3 aber zu unterhalten. Das offene Ende weckt zudem das Interesse an der Fortsetzung.

Fazit

Trotz vorhandenem Potenzial bleibt Seraph of the End weiterhin eher seichte Action-Kost. Das hat mich persönlich jedoch nicht gestört, da die Geschichte mit den gut inszenierten Kämpfen und dem auflockernden Humor sowie den grundsätzlich sympathischen Figuren zu unterhalten weiß. Es macht einfach Spaß Yuichiro, Shinoa und die anderen auf ihrer ersten Mission zu begleiten und gleichzeitig das Voranschreiten der Handlung zu sehen. Dass auch weiterhin ein wenig Augenmerk auf die Vampire gelegt wird, ist zusätzlich gelungen. Dadurch bleiben die Feinde der Menschen nicht komplett blass und gesichtslos. Zumindest gilt das für die wichtigeren Vampire. Hoffentlich nutzt Seraph of the End in den kommenden Bänden etwas mehr das vorhandene Potenzial und überrascht mit unerwarteten Wendungen. Doch auch wenn das nicht gelingt, freue ich mich auf die Fortsetzung, da seichte Unterhaltung garantiert sein dürfte.

Kurzfazit: Gelungene Fortsetzung, die etwas actionlastiger ist, ohne Charakter- und Geschichtsentwicklung zu vernachlässigen.

Vielen Dank an Kazé Manga für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Seraph of the End: Vampire Reign – Band 3!

Lesetipp: Rezension von Seraph of the End: Vampire Reign – Band 2
Lesetipp: Rezension von Seraph of the End: Vampire Reign – Band 1

Details
Titel: Seraph of the End: Vampire Reign – Band 3
Genre: Mystery, Action
Verlag: Kazé Manga
Autor; Takaya Kagami
Zeichnungen: Yamato Yamamoto
Storyboards: Daisuke Furuya
Seiten: 196
Preis: 6,95 €
ISBN: 978-2-88921-786-1
Verlagsseite: Seraph of the End: Vampire Reign – Band 3 bei Kazé Manga
Erscheinungsdatum: 04. August 2016

Bilder Copyright Kazé Manga / Shueisha

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