Rezension: Maid Skater – Band 1 (Manga)

Benihana arbeitet in Maid Skater Band 1 als Maid in einem großen Anwesen und hat, wie es sich für eine Maid gehört, großes Können im Skateboard fahren.
Als junge Maid muss Benihana, genannt Hana, noch einiges lernen. Bei ihrer Arbeit in einem großen Anwesen passieren ihr regelmäßig Missgeschicke. Doch eine wichtige Voraussetzung für eine echte Maid, beherrscht sie bereits: das Skateboard fahren. Rasant und elegant fährt sie auf ihrem Skateboard zum Einkaufen und gerät wegen ihres lebhaften und hilfsbereiten Wesens schnell in Ärger – zumindest für sich selbst, wenn sie später auf die oberste Maid Chizu trifft. Schließlich verpatzt Hana durch ihre unüberlegten Aktionen so einiges und sorgt für reichlich Chaos. Als sie dann auch noch eines der wichtigsten Werkzeuge einer Maid, ihr Skateboard, beschädigt, ist eine Standpauke vorprogrammiert. Zum Glück hat sie liebe Kolleginnen, die bereit sind, ihr zu helfen. Ob nun beim Kauf eines neuen Skateboards oder beim gemeinsamen Trainieren. Doch auch zusammen sorgen Hana, Iris, Kouma und Cina für Unruhe – auch wenn nicht immer jede von ihnen etwas dafür kann.
Skatende Maid
Maids sind begnadet auf dem Skateboard. Das ist ein Fakt, der kaum zu leugnen ist. Schließlich müssen die fleißigen Dienstmädchen geschwind zum Einkaufen, sich elegant auf einem Skateboard behaupten und kunstvolle Tricks zeigen. Oder etwa nicht? In Maid Skater Band 1 ist es jedenfalls selbstverständlich, dass Maids herausragend auf dem Skateboard sind. Dabei fängt der Slice-of-Life-Comedy-Manga noch recht beschaulich an. Protagonistin Benihana, genannt Hana, wacht vom leckeren Duft des Frühstücks auf. Eilig zieht sie sich an und rennt vom Dachgeschoss in die Küche, um etwas zu essen. Aber die gewohnte Langschläferin kommt zu spät und fast alles wurde von ihren Kolleginnen aufgefuttert. Zum Glück hat die oberste Maid Chizu Mitleid und bietet Hana an, ihr noch etwas zu kochen, wenn sie zuvor einige Besorgungen erledigt. Sofort schnappt sich Hana ihr Skateboard, schlüpft in ihre abgenutzten Schuhe und fährt los. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist klar, dass der Titel von Maid Skater sehr gut gewählt ist. Schließlich geht es um Skateboardfahrende Maids – und ja, die Mehrzahl stimmt, da es für alle Maids üblich ist, rasant und trickreich auf einem Skateboard unterwegs zu sein.
Das mag skurril klingen, funktioniert in Maid Skater Band 1 aber hervorragend. Statt seltsam, wirkt die Verbindung von Maid und Skateboard überraschend natürlich, was auch am Umgang der Charaktere und ihrer Umgebung liegt. So sind die Menschen in der Stadt daran gewöhnt, dass die Maids auf Skateboards unterwegs sind und ihr Können ist fest in ihre Pflichten eingebunden. Da passt es, dass sich im großen Garten des Anwesens auch ein umfangreicher Skatepark befindet. Diesen nutzen die Maids natürlich ausgiebig – auch um miteinander wettzueifern und Spaß zu haben. Neben der aufgedrehten, lebhaften, fröhlichen und sehr positiv eingestellten Hana, die als Protagonistin glänzt und schnell ans Herz wächst, stellt Maid Skater Band 1 noch einige genauso sympathische Figuren vor. Besonders Hanas etwa gleichaltrige Kolleginnen Iris, Koume und Cina sind sehr präsent und haben großen Anteil an den Alltagsgeschichten. Dass Mangaka Suzushiro teilweise auf bekannte Stereotypen zurückgreift, fällt nicht negativ auf. Dafür sind Hana und die anderen zu liebenswert. Das gilt auch für Obermaid Chizu, die in einem Bonuskapitel zusätzliche Aufmerksamkeit geschenkt bekommt.
Ansonsten präsentiert sich Maid Skater Band 1 genau betrachtet als klassischer Slice-of-Life-Comedy-Manga. Unter der Berücksichtigung des Settings, werden amüsante und kurzweilige Alltagsgeschichten rund um Hanas Leben als Maid erzählt. Ob sie nun mit ihrem Skateboard einkaufen fährt, einen Skateboard-Laden besucht, gemeinsam mit den anderen Maids im Skate-Park trainiert, für Chaos im Anwesen sorgt, kochen muss oder sich eine wilde Verfolgungsjagd mit einer Katze liefert, reichlich Abwechslung ist garantiert. Zugleich trumpft Maid Skater Band 1 mit einer kurzweiligen, charmanten und witzigen Erzählweise auf. Immer wieder verleitet der Manga zum Schmunzeln oder sogar Lachen und die vielschichtigen Ereignisse gehen Hand in Hand mit der leichtgängigen Atmosphäre. Dadurch bleibt der Slice-of-Life-Comedy-Manga bis zum leicht offenen und damit neugierig stimmenden Ende stets ein großer Genre-Lesespaß.
Fazit
Auf Maid Skater Band 1 habe ich seit der Lizenzierungs-Ankündigung von Splitter Manga+ gewartet. Die skurrile Mischung aus Slice of Life, Maids und Skateboards hat sofort mein Interesse geweckt und der erste Band hat mich nicht enttäuscht. Viel mehr bin ich sogar positiv überrascht wie spaßig, witzig, charmant, liebenswert und unterhaltsam Maid Skater Band 1 ist. Das ist erst einmal den sympathischen Charakteren, allen voran Hana als Protagonistin, zu verdanken. Schnell habe ich sie und ihre Kolleginnen ins Herz geschlossen. Einen genauso großen Anteil am Lesespaß haben die abwechslungsreichen Alltagsgeschichten, die überraschend gut Maid-Dasein und Skateboard miteinander verbinden und zugleich reichlich chaotische und witzige Situationen erzählen. Zudem profitiert der Slice-of-Life-Manga von der entspannten Erzählweise, die viel zum angenehmen Lesefluss beiträgt. Genre-Fans sollten sich Maid Skater Band 1 auf keinen Fall entgehen lassen.
Kurzfazit: Spaßiger Slice-of-Life-Comedy-Manga, der großartig Maids und Skateboards verbindet und witzige wie abwechslungsreiche Alltagsgeschichten mit liebenswerten Charakteren erzählt.
Vielen Dank an Splitter Verlag für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Maid Skater – Band 1!
Details
Titel: Maid Skater – Band 1
Originaltitel: Maid Skater
Genre: Slice of Life, Comedy
Verlag: Splitter Manga+
Mangaka: Suzushiro
Seiten: 160
Preis: 10,50 €
ISBN: 978-3-69258-910-7
ISBN (PDF): 978-3-68950-229-4
ISBN: (ePub): 978-3-68950-230-0
Verlagsseite: Maid Skater – Band 1 bei Splitter Verlag
Erscheinungsdatum: 05. Juli 2026
© 2024 Suzushiro / East Press Co., Ltd.
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