Rezension: Sailor Moon Super S (Staffel 4) – Teil 1 (Episoden 1-13)

Geheimnisvolle neue Feinde haben es auf der Suche nach Pegasus in Sailor Moon Super S auf die reinen Träume von Menschen abgesehen.
Nichtsahnend sind Bunny, Ami, Rei, Makoto, Minako, Chibiusa, Mamoru, Motoki und Unazuki im Park versammelt, um sich die totale Sonnenfinsternis anzusehen. Während dieses Ereignisses landet unbemerkt ein riesiges Zirkuszelt mitten in der Stadt und thront fortan unsichtbar über dieser. Nur Bunny erhascht einen kurzen Blick darauf, kümmert sich aber nicht weiter darum. In dem Zirkuszelt ist eine neue Gruppe auf die Erde gelangt: Dead Moon. Im Auftrag ihrer Herrin Zirkonia, soll das Amazonentrio aus Falkenauge, Tigerauge und Fischauge den entkommenen Pegasus finden. Diesen benötigt Dead Moon, um die Weltherrschaft zu erlangen. Dafür greifen Falkenauge, Tigerauge und Fischauge mit den ihnen untergebenen Dämonen Menschen mit reinen Träumen an. Denn in seinem solchen muss sich Pegasus verstecken. Die Sailor-Kriegerinnen sind sofort zur Stelle, um sich ihrem neuen Feind entgegenzustellen und erhalten dabei unerwartete Hilfe von Pegasus. Sie ahnen nicht, dass ihnen das geflügelte Pferd näher ist als gedacht.
Traum-zerstörende Feinde
Der Dead Moon Circus sorgt in Sailor Moon Super S für Ärger. Nachdem die vierte Staffel der Magical-Girl-Anime-Serie mit einem einzigartigen Ereignis, einer totalen Sonnenfinsternis, begonnen hat, tauchen auch schon die neuen Feinde für Bunny und die anderen auf. Diese werden entsprechend der Zirkus-Thematik aufgedreht, verspielt und akrobatisch dargestellt. Zumindest in der Basis von Dead Moon, einem großen Zirkuszelt, geht es immer turbulent zu. Schnell wird deutlich, dass die neuen Bösewichte auf der Suche nach Pegasus sind. Dieser besitzt die Kraft, die Zirkonia, der Herrin von Dead Moon, die Weltherrschaft zu bescheren. Allerdings versteckt sich Pegasus in einem reinen Traum. Genauer gesagt in Chibiusas Traum, wie bereits in der ersten Episode verraten wird. Dadurch ist es nicht überraschend, dass Pegasus den Sailor-Kriegerinnen immer wieder hilft und Sailor Moon sowie Sailor Chibi-Moon neue Kräfte schenkt.
Strukturiert sind die ersten dreizehn Folgen der neununddreißig-teiligen Staffel sehr episodisch. So stellen sich Bunny, Chibiusa und die anderen Episode für Episode einem neuen Angriff ihrer Feinde entgegen. Dabei versucht das Amazonentrio abwechselnd in den reinen Träumen verschiedener Menschen Pegasus zu finden. Es überrascht nicht, dass sie dabei keinen Erfolg haben, weshalb sie die schönen Träume zerstören wollen. Die eher einfache Struktur bleibt durchgehend erhalten, wodurch Sailor Moon Super S recht seicht ausfällt. Allerdings zeigt das erste Drittel der vierten Sailor-Moon-Staffel trotzdem einige spannende und tiefgründige Ansätze. Besonders Chibiusa erhält viel Aufmerksamkeit und darf sich ein wenig weiterentwickeln. Zudem sind die Angriffe von Dead Moon stets mit Einzelschicksalen verknüpft.
Episodische Pegasus-Suche
Natürlich trifft es dabei auch Freunde und Bekannte der Sailor-Kriegerinnen wie beispielsweise Motokis Freundin Reika oder Naru und Umino. Sogar Bunnys Mutter gerät ins Visier von Falkenauge. Allgemein sind die Ziele des Amazonentrios stark von ihren Vorlieben für Frauen beziehungsweise Männer bestimmt. Das verleiht ihrem Handeln eine leicht amüsante Note, die genauso wie der restliche Humor für Auflockerung sorgt. Ähnliches gilt für die Auftritte der anderen Sailor-Kriegerinnen. Obwohl der Fokus eindeutig auf Bunny und Chibiusa liegt, erhalten Ami, Rei, Makoto, Minako und Mamoru ausreichend Platz zur Entfaltung. Daran zeigt sich auch, wie wichtig es ist, die Charaktere und ihre Beziehungen bereits zu kennen.
Auf einen richtigen Höhepunkt verzichten die ersten dreizehn Episoden noch. Dadurch wirkt die Handlung episodischer, was aber grundsätzlich nichts am Unterhaltungswert ändert. Dafür sind die Charaktere zu liebenswert und die Geschichte zu kurzweilig. Dennoch kann Sailor Moon Super S im ersten Drittel nicht mit der vorherigen Staffel mithalten. Wirklich negativ wirkt sich das aber nicht aus. Zumal die Animationen für das Alter der Serie wieder zu überzeugen wissen. Außerdem punktet die Magical-Girl-Anime-Serie mit reichlich Charme, der nicht nur den Figuren, sondern der grundsätzlichen Stimmung inklusive Humor, Action und dem Kampf gegen das Böse zu verdanken ist.
Fazit
Sailor Moon Super S mag im ersten Drittel nicht ganz mit der dritten Staffel mithalten können, hat mich aber trotzdem gut unterhalten. Die episodische Struktur ist angenehm kurzweilig und ermöglicht es die Sailor-Kriegerinnen Folge für Folge mit einer neuen Herausforderung zu konfrontieren. Etwas, das Fans bereits von den Vorgängern kennen. Allerdings fehlt der vierten Staffel vorerst ein Höhepunkt. Negativ ist das aber nicht, da nicht nur die Hauptfiguren, sondern auch die Bösewichte und einige Nebencharaktere gut genutzt werden. Besonders viel Aufmerksamkeit erhalten dabei durchgehend Bunny und Chibiusa, doch auch Ami, Rei, Makoto, Minako, Mamoru, Luna und Artemis dürfen glänzen. Zudem ist die Mischung aus auflockerndem Humor, ordentlicher Action und kurzweiligen Geschichte stets unterhaltsam. Sailor-Moon-Fans werden mit dem Auftakt der vierten Staffel wieder Spaß haben.
Kurzfazit: Episodischer Staffelauftakt, der mit guter Figurennutzung, auflockerndem Humor, ordentlicher Action und kurzweiligen Geschichten charmante Magical-Girl-Anime-Unterhaltung garantiert.
Details
Titel: Sailor Moon Super S (Staffel 4) Teil 1
Originaltitel: Bishōjo Senshi Sailor Moon Super S
Genre: Magical Girl, Romantik, Abenteuer, Action, Comedy
Regie: Jun’ichi Satou
Studio: Toei Animation Co., Ltd.
Produktionsjahr: 1995/1996
Laufzeit (Episoden 1-13): ca. 312 Minuten
Sprachen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 12
Erscheinungstermin (ADN): 01. April 2026
Streaming: Sailor Moon bei ADN
©Naoki Takeuchi/PNP, Toei Animation
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