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Rezension: Now That We Draw – Band 1 (Manga)

Oberschüler und Otaku Yuuki Uehara will Mangaka werden und erhält in Now That We Draw Band 1 von seiner Klassenkameradin Niina Miyamoto ein ungewöhnliches Angebot.

Yuuki Uehara lebt nur für die zweidimensionale Welt. In seiner Freizeit widmet er sich dem Manga zeichnen und träumt davon eines Tages als Mangaka arbeiten zu können. Doch das erste Manuskript des Oberschülers wird beim Verlag abgelehnt und als uninteressant und zu unrealistisch zerrissen. Enttäuscht und demotiviert, will Uehara seinen Traum bereits aufgeben, als zufällig die beliebte Gyaru Niina Miyamoto, eine seiner Klassenkameradinnen, sein Manuskript in die Finger bekommt. Gerührt enthüllt sie ihm, dass sie auch Mangaka werden will und zeigt ihm ihr eigenes Werk. Da sie beide Romance-Manga zeichnen wollen und keine Erfahrung in der Liebe haben, schlägt Miyamoto vor, dass sie zur Recherche eine Fake-Beziehung eingehen sollen. Schon die ersten Versuche werden chaotisch.

Romantik zur Recherche

Ein Otaku-Oberschüler und seine Gyaru-Klassenkameradin, die durch Zufall und ein gemeinsames Interesse verbunden werden, mag kein neues Konzept sein, trotzdem weiß Now That We Draw Band 1 die Handlungsgrundlage gut zu nutzen. Dabei setzen Autor Kyu Takahata und Zeichnerin Yuwji Kaba auf Mangazeichnen als zentrales Elemente, das die beiden Hauptfiguren zusammenbringt. Wie in anderen Romantik-Comedy-Reihen unterscheidet sich das Protagonisten-Duo besonders optisch massiv voneinander. So ist Uehara klein gewachsen, wirkt düster, ist introvertiert, hat keine Freunde und ist ein typischer Otaku. Niina hingegen ist ein offenherziges Gyaru, entsprechend auffällig gekleidet, fröhlich und groß und gut gebaut. Weder Höschenblitzer beziehungsweise offen dargestellte Blicke unter Niinas Rock noch ihre in Szene gesetzten großen Brüste dürfen fehlen. Natürlich wird all das mit meist durchaus amüsanten und peinlichen Situationen verknüpft. Allerdings nicht nur für Uehara, sondern auch für Niina, die weitaus schneller rot wird, als es anfangs vielleicht scheint.

Hier setzt Now That We Draw Band 1 sehr gut die Unerfahrenheit der beiden Hauptfiguren in Liebesdingen um. Obwohl Niina immer wieder Ueharas Nähe sucht, um die von ihr vorgeschlagene Fake-Beziehung zu Recherchezwecken für ihre jeweiligen Romance-Manga, reagiert sie schnell aufgrund ihrer eigenen Ideen peinlich berührt.Vieles findet sie aber auch witzig. Dabei wirkt sie nicht nur aufgrund des Kontrasts zwischen ihrer Erscheinung und ihrer offensichtlichen Begeisterung für Manga sehr sympathisch. Auch ihr Verhalten gegenüber dem Außenseiter Uehara, den selbst die anderen aus der Klasse nicht kennen, trägt viel dazu bei. Allgemein werden die beiden Hauptfiguren sehr gut vorgestellt und wachsen immer mehr ans Herz. Romantisches Knistern und so manch unfreiwillige Nähe dürfen dabei genauso wenig fehlen wie bekannte Genre-Klischees. Letztere werden aber gekonnt genutzt und mit dem Wunsch der beiden Hauptfiguren, Romance-Manga zu zeichnen, verbunden. Das ist witzig und lockert bekannte Standards sehr gut auf, lässt sie sogar als erforderlich erscheinen.

Gleichzeitig trumpft Now That We Draw Band 1 mit gelungenen Coming-of-Age- und Drama-Elementen auf. Keine Sorge, allzu ernst wird der Romantik-Comedy-Manga dabei nicht. Vielmehr sind es die Herausforderungen, denen sich Uehara und Niina für ihren Wunsch, Mangaka zu werden, stellen müssen. Der Einfluss der beiden aufeinander ist groß und das wird im Verlauf des ersten Bandes immer deutlicher. Allgemein ist der Auftaktband der in Japan noch nicht abgeschlossenen Reihe bereits sehr storylastig. Dadurch wird weitaus mehr Inhalt geboten als gedacht und gerade zum Ende sind einige entscheidende wie gelungene Entwicklungen möglich. Schließlich gipfelt Now That We Draw Band 1 in einem neugierig stimmenden, offenen Ende, das zusätzliche Lust an der Reihe weckt. Unterstützt wird der kurzweilige Romantik-Comedy-Lesespaß von den schicken Zeichnungen bei denen vor allem die Charaktere herausstechen und so manch erotisch aufgeladenes Bild auffällt abgerundet.

Fazit

Im ersten Moment habe ich angenommen, dass Now That We Draw Band 1 in die mittlerweile relativ häufige Kerbe der Romantik-Comedy-Manga mit unscheinbarem oder düsterem Protagonisten und schöner, beliebter Protagonistin, die oft auch eine Gyaru ist, gehört. Das stimmt zwar, doch die Geschichte schafft es, ausreichend eigene Ansätze zu setzen, um die bekannten Grundlagen schon auf den ersten Seiten auszugleichen. Mit reichlich Ecchi-Elementen ist es vor allem der Wunsch der Hauptfiguren Romance-Manga zu zeichnen und die Art, wie sie sich dabei unterstützen, indem sie eine Fake-Beziehung eingehen. Natürlich führt das zu reichlich Chaos und einigem romantischen Knistern. Witzige, kurzweilige und manchmal sogar etwas ernster, hat mich Now That We Draw Band 1 gut unterhalten und nach dem offenen Ende bin ich gespannt, wie die Geschichte weitergeht. Genre-Fans sollten dem Romantik-Comedy-Manga eine Chance geben.

Kurzfazit: Kurzweiliger und charmanter Romantik-Comedy-Manga, der mit sympathischen Hauptfiguren, angenehmer Erzählweise, schicken Zeichnungen und gelungenem Humor unterhaltsamen Genre-Lesespaß bietet.

Vielen Dank an Panini für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Now That We Draw– Band 1!

Details
Titel: Now That We Draw – Band 1
Originaltitel: Kakunaru Ue wa
Genre: Romantische Komödie, Ecchi, Drama
Verlag: Panini Manga
Story: Kyu Takahata
Zeichnungen: Yuwji Kaba
Seiten: 192
Preis: 8,99 €
Preis (Variant Cover): 13,00 €
ISBN: 978-3-7416-5270-7
ISBN (Variant Cover): 978-3-7416-5286-8
Verlagsseite: Now That We Draw – Band 1 bei Panini Manga
Now That We Draw – Band 1 (Variant Cover) bei Panini Manga
Erscheinungstermin: 03. November 2026
Erscheinungstermin (Variant Cover): 17. November 2026

© Kyu Takahata / Yuwji Kaba / Hakusensha Inc.
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