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Mrz 07 2016

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Rezension: Stella Women’s Academy, High School Division Class C3 – Vol. 1 (Blu-ray)

stella-womens-academy-high-school-division-class-c3-coverStella Women’s Academy, High School Division Class C3 bietet Oberschülerinnen die als Schulklub mit Airsoft-Waffen gegen andere Teams antreten.

Die schüchterne und etwas naive Yura Yamato wurde an der prestigeträchtigen Stella Mädchen-Akademie aufgenommen. Sie hofft hier endlich Freunde zu finden, doch ihre zurückhaltende Art sorgt auch an der neuen Schule dafür, dass sie scheitert. Erst als der händeringend nach Mitgliedern suchende C3-Klub auf sie aufmerksam wird, scheint es sich zu besser. Doch kann Yura wirklich etwas mit den Klubaktivitäten anfangen? Schließlich ist die Leidenschaft der Schülerinnen Karila Hatsuse, Honoka Mutsu, Rento Kirishima, Yachiyo Hinata und Sonora Kashima etwas ungewöhnlich. Die Mädchen lieben Airsoft, eine Mischung aus taktischem Kriegsspiel und Paintball, bei dem Softairwaffen benutzt werden Dass Yura sich ein Zimmer mit der Klubvorsitzenden Sonora teilt, ist für den C3-Klub sicher hilfreich.

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Mädchen mit Waffen

Die Grundthematik von Stella Women’s Academy, High School Division Class C3 ist eigentlich recht simpel. Eine Gruppe Oberschülerinnen geht einem ungewöhnlichen Hobby nach, wofür sie sich in einem Klub organisiert haben. Dass es sich bei ihrer Leidenschaft ausgerechnet um Airsoft, also das Schießen mit Luftwaffen und Farbkugeln aufeinander handelt, hebt die Thematik etwas hervor. Dennoch wirkt die Serie zu keiner Zeit übertrieben albern oder im Setting unwahrscheinlich. Ein paar kleinere Logiklücken, wie den nie gezeigten Schulalltag oder die plötzliche Fahrt mit einer Luxusyacht zu einer einsamen Insel, sind zu ignorieren. Zumindest letzteres kann außerdem der Art der Stella Mädchen-Akademie zugeschrieben werden. Schließlich ist die extravagante und an ein Schloss erinnernde Schule für Mädchen aus gutem Haus gedacht.

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Dadurch, dass Yura ein absoluter Neuling in Sachen Airsoft ist, wird auch der Zuschauer gut an die Thematik herangeführt. Außerdem werden ihre anfänglichen Zweifel in den ersten drei Episoden gut vermittelt. Yura macht eine klare Wandlung durch, die sich letztlich auch optisch zeigt. Allerdings treten gegen Ende von Volume eins Andeutungen auf, ob ihre Entwicklung auch wirklich ausschließlich positiv ist. Dadurch entsteht Spannung für die noch anstehenden Folgen der Serie. Allgemein sind die sechs Protagonistinnen wirklich gelungen. Jede einzelne von ihnen ist auf eine andere Art etwas abgedreht und hat persönliche Eigenheiten. Das sorgt dafür, dass sie einem schnell ans Herz wachsen und man ihnen gerne bei ihren Klubaktivitäten und Airsoft-Duellen gegen anderen Teams zusieht. Dennoch treten einige stereotypische Charaktereigenschaften auf, die allerdings nicht störend auffallen. So ist die Karila etwas draufgängerisch und wild, während Rento, trotz des Airsoft, klar als Mädchen aus gutem Haus durchgeht.

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Schnell wird klar, dass Yura und Sonora etwas stärker im Mittelpunkt stehen als die anderen Klubmitglieder. Das ist nur logisch, da die unerfahrene Yura den Neuling gibt, während die ältere Sonora als Airsoft-Profi in gewisser Weise die Mentorrolle übernimmt. Obwohl Yura noch nie eine Waffe in der Hand hatte, zeigt sie Talent im Umgang mit ihnen. Gelungen ist, dass der Hintergrund für dieses Talent sogar durch einen Blick in Sonoras Vergangenheit etwas erklärt wird. Dabei ist irrelevant, ob die Erläuterung wirklich Sinn ergibt oder nicht, viel wichtigrt ist, dass sich die Serie gut zusammenfügt.

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Gute Laune

Stella Women’s Academy, High School Division Class C3 ist eine fröhliche Serie. Nur selten gibt es ernstere Momente. Dafür sind diese dann umso wichtiger. Sei es für die weitere Erzählung der Geschichte oder die Entwicklung der Charaktere. Insbesondere Yura betreffend, stellt das kurzzeitig leicht betrübte Ende der dritten Episode einen wichtigen Punkt dar. Drehen sich die ersten beiden Folgen noch um Yuras Ankunft an der Stella Mädchen-Akademie, ihre ersten Airsoft-Erfahrungen und den Klubbeitritt, tritt sie mit ihren neuen Freundinnen in Episode drei bereits bei einem Turnier an. Dadurch wird für angenehme Abwechslung gesorgt.

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Die Matches des C3-Klub untereinander oder gegen andere Teams sind schön und unterhaltsam inszeniert. Die gebotene Action funktioniert trotz der Tatsache, dass nur mit Farbkugeln aufeinander geschossen wird. Das liegt zum Einen an der Ernsthaftigkeit und dem Spaß mit dem die Mädchen an Airsoft herangehen, zum Anderen an Yuras ungewöhnlichen Blick auf die Ereignisse. Denn der Neuzugang hat eine recht lebhafte Fantasie, die in Episode vier sogar eine wichtige Rolle spielt und im weiteren Verlauf der Serie noch bedeutsamer werden könnte. Immer wieder sieht Yura das Geschehen um sich herum abseits der Realität. Sei es die Anfahrt zur Schule, die sie sich als Prinzessin in einer feinen Kutsche und mit hübschem Kleid, statt in einem einfachen Bus und mit Schuluniform vorstellt. Oder aber ihr erstes Airsoft-Spiel mit dem C3-Klub, das sie prompt in den Film Rambo entführt. Inklusive passendem unscharfem und leicht flackerndem Bild.

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Yuras Vorstellungen sind immer schön umgesetzt. Sowohl in ihrer Art als auch optisch. Sei es durch den Einsatz von Filtern wie im Fall des Rambo-Spiels oder durch einen ungewöhnlichen Zeichenstil. Hier liefert das verantwortliche Studio Gainax ganz hervorragende Arbeit. Doch auch die Charaktermodelle und Animationen können sich sehen lassen. Jede wichtige Figur fällt durch ihr Aussehen auf und bleibt sofort im Gedächtnis haften. Das gilt neben den sechs Protagonistinnen auch für ihre wichtigsten Gegner. So entsteht schnell ein reges Charakterrepertoire ohne, dass die Gefahr von Verwechslungen aufkommt. Außerdem liefern sich die Mädchen ihre Airsoft-Duelle vor herausstechenden Hintergründen. Immer wieder sind Umgebungen zu sehen die vor Details strotzen und einfach nur gut aussehen. Besonders wenn eine kurze Kamerafahrt einen Ort alleine einfängt und die Konzentration somit ganz klar auf diesem liegt.

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Unterstützt wird die Serie von einem gelungenen Soundtrack, guten Effekten und einer guten deutschen Synchronisation mit passenden Stimmen. Stella Women’s Academy, High School Division Class C3 Volume 1 kommt als Mediabook mit integriertem Booklet, das Informationen und Illustrationen zur Serie und den Charakteren bereithält.

Fazit

Stella Women’s Academy, High School Division Class C3 präsentiert sich in den fünf Episoden auf Volume eins als lockere, gute gelaunte Comedy-Serie mit einem eher ungewöhnlichen Setting. Dass sechs Oberschülerinnen unterschiedlichen Alters als Schulklub ihrer Leidenschaft für Airsoft frönen, bietet Grundlage für einige abgedrehte und amüsante Momente. Besonders die liebevollen Charaktere sind dabei gut gelungen. Die Serie schafft es auf lockere Art zu unterhalten. Wirkliche Spannung kommt nur selten während der Airsoft-Spiele auf. Durch die angenehme Art der Serie, merkt man gar nicht wie die fünf Episoden an einem vorbeiziehen und wundert sich, dass es vorbei ist. Zu gerne würde ich sofort weiter schauen und sehen, was Yura, Sonora, Karila, Honoka, Rento und Yachiyo noch mit ihrem C3-Klub erleben.

Kurzfazit: Liebevolle Charaktere, interessante Grundthematik und unterhaltsame Ereignisse sorgen für einen gelungenen Einstieg, der Lust auf mehr macht.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Stella Women’s Academy, High School Division Class C3 – Vol. 1!

Details
Titel:  Stella Women’s Academy, High School Division Class C3 – Vol. 1
Genre: Action
Regie: Masayoshi Kawajiri
Studio: Gainax
Produktionsjahr: 2013
Laufzeit: ca. 125 Minuten
Sprachen: Deutsch, Japanisch (DTS-HD MA 2.0)
Untertitel: Deutsch
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 12
Erscheinungstermin: 26. Februar 2016
Herstellerseite: Stella Women’s Academy, High School Division Class C3 – Vol. 1 bei Kazé Anime

Bilder Copyright Gainax / Kazé Anime

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