Vorschau: Dragon Quest Monsters: Die welkende Welt

Anfang Dezember begeben sich Bianca und Nera in Dragon Quest Monsters: Die welkende Welt auf die Suche nach einem Heilmittel für ihre erkrankten Väter.

Seit 1998 sind regelmäßig neue Ableger der Dragon-Quest-Spin-off-Reihe Dragon Quest Monsters, die das Monster-Fang-und-Sammel-Prinzip, das vor allem durch die Pokémon-Spiele beliebt geworden ist, in den Mittelpunkt stellt. Fast genau drei Jahre nach Dragon Quest Monsters: Der dunkle Prinz erscheint am 3. Dezember 2026 mit Dragon Quest Monsters: Die welkende Welt ein neuer Teil der Reihe. Dieses Mal stehen die aus Dragon Quest V bekannten Bianca und Nera im Mittelpunkt. Jünger als bei ihrem ersten Auftritt im fünften Teil der Rollenspiel-Reihe versuchen beide ein Heilmittel für ihre erkrankten Väter zu finden. Ein geheimnisvolles Licht führt sie in das Königreich Immerwelk. Hier soll eine besondere Heilpflanze wachsen, die ihnen helfen kann. Auch Neras Schwester Griselda ist auf der Suche danach, allerdings um eine Hautcreme für sich herzustellen.

Gewohnter Charme

Schon der Einstieg in Dragon Quest Monster: Die welkende Welt, der in der verfügbaren Demoversion erlebt werden kann, strotzt vor dem bekannten Charme der Reihe. Die Ausgangslage der Geschichten wird in einer stimmungsvoll inszenierten Zwischensequenz erzählt. Dadurch erhalten Bianca und Nera direkt ein wenig Persönlichkeit, was hilfreich ist, da ihr, bevor ihr los spielt, entscheiden müsst, welche der beiden ihr direkt steuern wollt. Die jeweils andere bleibt an eurer Seite und soll später ebenfalls spielbar sein beziehungsweise unterstützt euch in Doppel-Kämpfen. Da Bianca und Nera jeweils bestimmte Vorlieben und Stärken haben, entscheidet die Wahl gemeinsam mit einigen Fragen, die es zu beantworten gilt, darüber, welches Startermonster ihr erhaltet. Natürlich könnt ihr schon sehr bald weitere Monster eurem Gefolge hinzufügen.

Auffällig ist, dass sich die gekrümmte Welt beim Erkunden schrittweise aufbaut. Dadurch wird der Eindruck erweckt, ihr würdet immer kurz vor dem Horizont entlang laufen. Was vielleicht nach einem plötzlichen Aufbau der Spieltwelt klingt, ist überaus stimmungsvoll und verleiht Dragon Quest Monsters: Die welkende Welt zusätzlichen Charme. Zumal das Rollenspiel mit schicken Landschaften im bunten Anime-Stil sowieso überzeugt. Dabei kommen die gewohnten, von Akira Toriyama inspirierten Charakter- und Monsterdesigns zum Einsatz, die direkt mit den Dragon-Quest-Spielen verbunden sind. So dürfen sich Fans nicht nur auf die jüngeren Versionen von Bianca, Nera und Griselda freuen, sondern auch auf die putzigen Monster, die schon die Hauptreihe auszeichnen.

Niedliche Monster

Neben dem Erkunden gehören Kämpfe zu den zentralen Gameplay-Mechaniken. Diese laufen wie von der Reihe gewohnt rundenbasiert ab. Trefft ihr in der Welt oder einem Dungeon auf ein Monster, wechselt das Spielgeschehen in die Kampfansicht. Bis zu vier eurer Monster treten als Gruppe gegen die Feinden an. Dabei gestaltet sich die Auseinandersetzung ein klein wenig indirekt. Wählt ihr einfach “Kämpfen” aus, agieren eure Monster nach den festgelegten Vorgaben. Über “Befehle” könnt ihr jedem Gruppenmitglied einzelne Anweisungen wie Angreifen, Abwehren oder den Einsatz einer Fähigkeit erteilen. Zusätzlich habt ihr die Möglichkeit, die Taktik und somit das Verhalten eurer Monster anzupassen, Gegenstände einzusetzen oder zu versuchen gegnerische Monster anzuwerben. Letzteres ist erforderlich, um neue Monster eurem Gefolge hinzuzufügen. Ob eine Anwerbung gelingt, hängt von verschiedenen Faktoren wie der Stärke eurer Monster im Vergleich zum Gegner, der noch verbleibenden Lebensenergie sowie Statuseffekten des zu fangenden Monsters oder eingesetzten Ködern ab. Sind eure Monster angeschlagen, könnt ihr sie jederzeit durch die Monster aus eurer Reserve ersetzen. Insgesamt dürft ihr bis zu acht Monster mit euch führen. Die restlichen werden in der Weide, auf die ihr an besonderen Orten Zugriff habt, gelagert.

Levelaufstiege stärken eure Monster. Außerdem erhalten sie dadurch Begabungspunkte, die in bis zu drei Begabungen investiert werden können. Jede Begabung schaltet bei einer bestimmten Anzahl an zugeteilten Begabungspunkten neue passive und aktive Effekte sowie Talente frei. Wie schon in den Vorgängern dürft ihr nach einiger Zeit auch Monster miteinander synthetisieren. Dabei erschafft ihr aus zwei Monstern ein Neues und könnt zuvor unentdeckte und sogar seltene Monster erhalten. Das Ergebnis einer Synthese könnt ihr zuvor einsehen und eigenständig auswählen, welches neue Monster ihr erhalten wollt. Ebenso dürft ihr wählen, welche Begabungen vererbt werden sollen. Eine praktische Möglichkeit, eure Auswahl an Monstern regelmäßig und abseits des Fangens zu verbessern. ausrüstbares Zubehör mit Boni runden die taktischen Möglichkeiten zusätzlich ab. Offen bleibt in der Demoversion jedoch wie umfangreich und abwechslungsreich die Monster wirklich sind. Auch die Größe der charmanten Welt lässt sich noch nicht einschätzen. In der Demo ist lediglich das erste Gebiet spielbar. Es wird jedoch bereits verraten, dass ihr in weitere Regionen reist, was durchaus vielversprechend ist.

Charmante Präsentation

Ebenfalls erwähnenswert ist, dass Dragon Quest Monsters: Die welkende Welt mit reichlich Charme punkten kann. Das beginnt beim bunten und niedlichen Grafikstil und geht über die stimmungsvolle Geschichte bis zu den liebevollen Charakteren und dem gelungenen Humor. Dazu gesellt sich zumindest bisher ein atmosphärischer Soundtrack, der mit bekannten Dragon-Quest-Klängen sofort in die Welt der Rollenspiel-Reihe abtauchen lässt. Technisch läuft Dragon Quest Monsters: Die welkende Welt in der Demo auf der Switch 2 absolut flüssig und weckt vorerst keine Befürchtungen bezüglich einer schwachen Performance oder grafischen Umsetzung mit spürbaren Abstrichen. Sollte das auch in der Vollversion so sein, erwartet Fans am 03. Dezember ein möglicher Genre-Hit.

Prognose

Als Dragon Quest Monsters: Die welkende Welt angekündigt wurde, hat mich der neue Teil der Monser-Fang-Rollenspiel-Reihe sofort angesprochen. Mit dem Vorgänger Dragon Quest Monsters: Der dunkle Prinz bin ich leider nicht komplett warm geworden. Die welkende Welt ist charmanter und strotzt nur so vor liebevollen Details – und das bereits in der Demo. Bianca und Nera sind sympathische Protagonistinnen, die ich gerne bei ihrer Suche nach einem Heilmittel für ihre Väter und dem daraus entstehenden Abenteuer begleite. Ebenso motivieren mich das Erkunden der Welt und das Fangen der niedlichen Dragon-Quest-Monster. Sollte das fertige Spiel die Qualität der Demo beibehalten und auch technisch keine überraschenden Macken offenbaren, bin ich sehr zuversichtlich, dass Die welkende Welt ein Rollenspiel-Highlight werden kann.

Kurzprognose: Vielversprechendes Rollenspiel mit Monster-Fang-Mechanik, das mit dem bekannten Dragon-Quest-Charme, spaßigen Gameplay-Mechaniken und schöner Geschichte auf einen Genre-Hit hoffen lässt.

Details
Titel: Dragon Quest Monsters: Die welkende Welt
Genre: Rollenspiel
Publisher: Square Enix
Entwickler: Tose Co., Ltd.
Spieler: 1-4
Syteme: Switch 2, Switch, PlayStation 5, Xbox Series X|S, PC
Altersfreigabe: 6
Erscheinungsdatum: 03. Dezember 2026

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