Rezension: WWE 2K26 (PS5)

Mit zahlreichen Wrestlern, umfangreichen Modi und viel Monetarisierung geht es in WWE 2K26 zurück in den Wrestling-Ring.

Jedes Jahr aufs Neue erscheint mittlerweile im März und somit einige Wochen vor Wrestlemania, der größten Veranstaltung der WWE, ein neuer Teil der WWE-2K-Reihe. WWE 2K26 knüpft dabei an den direkten Vorgänger an und setzt vor allem auf kleine Weiterentwicklungen als auf große Evolution oder Revolution. Das muss nicht zwingend negativ sein, war WWE 2K25 in vielen Punkten eines der besten Wrestling-Spiele seit langem. Mit hunderten WWE-Superstars, zahlreichen Match-Arten, umfangreichen Editoren, verschiedenen Modi und ein paar Neuerungen, wird wieder reichlich Umfang geboten. Allerdings bleiben die fragwürdigen Monetarisierungs-Modelle nicht nur erhalten, sondern werden noch erweitert.

Bekanntes, spaßiges Wrestling-Gameplay

Am grundlegenden Gameplay hat sich im Vergleich zum Vorgänger bei WWE 2K26 nur wenig geändert. Ein paar Mechaniken sind verfeinert, ausgebaut oder angepasst worden. Der Einfluss auf die Matches bleibt allerdings gering. Das ist gut so, denn die Wrestling-Action war bereits in WWE 2K25 sehr spaßig und ist es in WWE 2K26 noch immer – wenn nicht sogar ein wenig mehr. Kleine Neuerungen wie das Ausdauer-System, das in Form einer lilanen Anzeige angibt, wenn ein Charakter erschöpft ist, bringen mehr taktische Tiefe. Schließlich könnt ihr ohne notwendige Ausdauer nicht mehr rennen und, noch wichtiger, nicht mehr kontern. Es ist also Vorsicht geboten. Solche Verfeinerungen des Gameplays sind begrüßenswert und tragen zum Spielspaß bei.

Ähnliches gilt für neue Matcharten. Davon haben es vier in WWE 2K26 geschafft. Beim zurückkehrenden Inferno Match gilt es die Temperatur der Flammen außerhalb der Seile ans Maximum zu bringen und anschließend euren Gegner durch das Feuer zu werfen. Das ist sehr atmosphärisch. Die größte spielerische Neuerung findet sich im I Quit Match. Hier gilt es ein Minispiel auszulösen, mit dem ihr euren Gegner dazu bringen wollt, die entscheidenden Worte „I Quit“ zu sagen. Ebenfalls spannend ist 3 Stages of Hell. Bei einem solchen Match bestreitet ihr drei verschiedene Match-Arten direkt hintereinander und müsst zwei Siege erringen. Nicht ganz so spektakulär, aber trotzdem spaßig ist das Dumpster Match, bei dem es gilt, einen Gegner in einen Müllcontainer zu verfrachten. Zusätzlich wurden die Backstage Brawls mit einer sehr fantasievollen neuen Arena erweitert. Neue Waffen, vor allem in den Brawls, bringen ebenfalls zusätzlichen Spaß in die Matches.

Klassische Geschichte, zentraler Rückblick

Natürlich sind auch wieder die Modi „Meine Story“ und „Showcase“ in WWE 2K26 enthalten. In ersterem bestreitet ihr, wie von der Reihe gewohnt, als männlicher oder weiblicher WWE-Superstar eine Geschichte, die dieses Mal auf den Namen The Comeback hört. Als The Archetype kehrt ihr darin nach längerer Pause zurück, fordert direkt die Champions eurer Division heraus, scheitert und müsst euch neu erfinden. Das ist nicht unbedingt kreativ, aber zumindest kurzweilig. Zudem weiß der Story-Modus mit Entscheidungen, die euch in die Richtung eines guten oder bösen, also Face- oder Heel-Charakters, lenken. Da sich die Geschichte dadurch verändert und auch andere Belohnungen freigeschaltet werden können, wird der Wiederspielwert erhöht.

Im Showcase-Modus steht dieses Mal CM Punk im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Entsprechend gilt es, die wichtigsten Matches seiner Karriere in virtueller Form nachzuspielen. Dafür ist es erforderlich, während der Matches bestimmte Aufgaben zu erfüllen, um erfolgreich zu sein oder zusätzliche Belohnungen freizuschalten. Zusätzlich gibt es einige Traum-Matches, die so in der Realität nie stattgefunden haben. Der Modus ist gewohnt charmant inszeniert, leidet aber erneut unter den fehlenden Checkpoints. Es ist einfach frustrierend, wenn nach einem langen, zähen Match die letzte Aufgabe scheitert und deshalb das gesamte Match neu gespielt werden muss. Zumindest optionale Checkpoints wären wünschenswert. Ergänzt wird der Showcase-Modus von einer Gauntlet-Spielvariante. Hier gilt es, zwanzig Gegner hintereinander zu besiegen. Eine Herausforderung.

Persönliche WWE, offene Insel

Freiheit genießt ihr wieder im Universum-Modus. Hier könnt ihr eure eigene Wrestling-Liga – oder direkt mehrere Ligen beziehungsweise Shows – verwalten. Wann soll eure Show stattfinden? Welche Premium Live Events werden veranstaltet? Welche Wrestler treten an? Wie sehen die Matches eines Abends aus? Wer tritt in Fehden gegeneinander an? Die Möglichkeiten des Universum-Modus sind wieder groß und dank einiger kleiner Neuerungen noch angenehmer zu verwalten. Ähnliches gilt für den Modus „Mein GM“. Hier übernehmt ihr als General Manager eine Show und versucht im Wettkampf mit KI-Gegner, Freunden oder Online am erfolgreichsten zu sein. Kleine Ergänzungen runden den Modus noch mehr ab als in WWE 2K25. Eine schöne Möglichkeit, als Manager tätig zu werden, auch wenn noch mehr Tiefe wünschenswert wäre.

Auch der aus dem Vorgänger bekannte The Island-Modus kehrt in WWE 2K26 zurück. Dabei überzeugt der Ansatz der offenen, storygetriebenen Welt mit Online-Anbindung. Besonders die Geschichte ist herrlich abgedreht und setzt auf drei Fraktionen, die sich optisch wie Inszenatorisch deutlich unterscheiden. Zwar sind die Aufgaben ähnlich, trotzdem lohnt es sich angesichts der Belohnungen wirklich alles mitzunehmen. Ärgerlich bleibt allerdings, dass The Island weiterhin auf eine Premium-Währung, die schwer verdient oder gegen Echtgeld gekauft werden kann, setzt. Damit beinhaltet The Island genauso wie der ebenfalls erneut vorhandene Meine-Fraktion-Modus einen großen Pay-to-Win-Anteil. Bei Meine Fraktion sind es die gegen Echtgeld kaufbaren Booster-Packs, in denen neue Karten die Vorteile bringen.

Neues Zusatzinhalte-Modell

Bei The Island und Meine Fraktion bleibt es hinsichtlich Monetarisierung nicht. Gab es früher schon Zusatzinhalte und Season Pass für neue WWE-Superstars, führt WWE 2K26 ein neues Modell ein: Ringside-Pässe. Dabei handelt es sich im Grunde um eine Option für das Freischalten von Wrestlern, Premium-Währungen und anderen Inhalten außerhalb der Modi. Für jedes Match, das ihr bestreitet, erhaltet ihr Ringpass-Erfahrungspunkt. Steigt ihr eine Stufe auf, werden neue Inhalte freigeschaltet. Was eigentlich spannend klingt, hat jedoch ein paar Probleme. So dauert es recht lange, bis ihr endlich einen neuen Level erreicht habt, wodurch sich die Ringside-Pässe zäh anfühlen. Das wäre noch verkraftbar, gäbe es nicht die Möglichkeit für Echtgeld Stufenaufstiege zu erwerben. Natürlich ist es euch überlassen, ob ihr das wollt. Allerdings ist das noch nicht alles. Neben dem Gratis-Bereich eines Ringside-Passes gibt es auch eine Premium-Abschnitt. Das bedeutet effektiv, dass ihr beim Kauf des jeweiligen Ringside-Passes bei jeder Stufe zusätzliche Belohnungen erhaltet. Diese Premium-Ringside-Pässe ersetzen die klassischen DLCs, weshalb dieser Aspekt verschmerzbar ist.

Abseits der ganzen Modi bietet WWE 2K26 die üblichen Möglichkeiten. So ist es in einem umfangreichen Editor möglich, eigene Charaktere zu erstellen. Ebenso können Einzüge, Move-Sets, Siege, Championships, Money-in-the-Bank-Koffer, Arenen und Shows von euch geschaffen werden. Eigene Kreationen dürfen schließlich über die Community-Inhalte geteilt oder die Werke anderer Spieler heruntergeladen werden. Die Möglichkeiten sind hier gewohnt riesig und erhöhen trotz des bisher größten Rosters der Reihe den Spielspaß zusätzlich. Zudem sieht WWE 2K26 grafisch sehr gut aus. Sound und Musik tragen viel zur Atmosphäre bei und die Steuerung ist nach kurzer Zeit ausreichend erlernt, um Matches zu gewinnen. Kleinere Bugs sind zwar vorhanden, trüben den Spielspaß aber nur selten, zumal in der Testphase keine Abstürze aufgetreten sind. Trotz einiger durchaus störender negativer Aspekte, ist WWE 2K26 wieder ein spaßiges Wrestling-Spiel.

Fazit

Ja, die immer größere Monetarisierung in den WWE 2K-Spielen nervt und kann den Spielspaß drücken. Gleichzeitig ist WWE 2K26 trotz eher geringer Weiterentwicklung wieder ein sehr gutes Wrestling-Spiel. Das liegt wahrscheinlich an der Grundlage des Vorgängers und ein Nachfolger muss etwas mehr bieten, doch ich bin wieder gerne und für viele Stunden in den Ring gestiegen. Selbst mit The Island habe ich trotz der nervigen Monetarisierung, die ich komplett ignoriert habe, meinen Spaß gehabt. Zudem ist das Gameplay wieder großartig, die Matches abwechslungsreich und das Roster riesig. Wrestling-Fans, die sich mit der Echtgeld- und Pay2Win-Problematik arrangieren können, sollten WWE 2K26 eine Chance geben.

Kurzfazit: Trotz Monetarisierungs-Problematik ein sehr gutes Wrestling-Spiel, das mit spaßigem Gameplay, vielen Modi und großem Roster zahlreiche Stunden Spielspaß bietet.

Vielen Dank an 2K für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von WWE 2K26!

Details
Titel: WWE 2K26
Genre: Sport, Wrestling
Publisher: 2K
Entwickler: Visual Concepts
Spieler: 1-8
Syteme: PlayStation 5 (getestet), Xbox Series X|S, Switch 2, PC
Altersfreigabe: ab 16
Erscheinungsdatum: 13. März 2026

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