Vorschau: Final Fantasy Resonance

Rückkehr zu alten Tugenden: Final Fantasy Resonance setzt im Oktober auf klassische Elemente und erstmals HD-2D-Grafik.
Was genau ist von Final Fantasy Resonance zu erwarten? Eine Frage, die sich vielleicht einige Final-Fantasy-Fans bereits gestellt haben. Schließlich verspricht Square Enix ein klassisches Final-Fantasy-Abenteuer, das erstmals in HD-2D-Grafik dargestellt wird. Gleichzeitig basiert das Rollenspiel auf dem 2024 beziehungsweise 2025 eingestellten Mobile-Spiel Final Fantasy: Brave Exvius aus dem Jahr 2015. Oder um genauer adaptiert Final Fantasy Resonance den ersten Arc von Brave Exvius. Wie viel davon wirklich im Rollenspiel, das am 22. Oktober für aktuelle Konsolen und PC erscheint, enthalten ist, lässt sich anhand der kürzlich veröffentlichten Demo nur schwer beurteilen. Sicherlich sind einige Elemente durchaus Mobile-Game geeignet, doch die Demo, die das gesamte erste Kapitel inklusive Prolog umfasst, lässt auf ein vollwertiges Rollenspiel schließen. Gatcha-Mechaniken fehlen komplett. Stattdessen motiviert Final Fantasy Resonance bereits jetzt mit klassischem JRPG-Gameplay und den als Visionen bezeichneten sphärischen Begleitern, die auf Charakteren vergangener Final-Fantasy-Figuren wie Cloud oder Terra basieren.
Welt in Gefahr
Die Geschichte von Final Fantasy Resonance folgt nach dem kurzen, ereignisreichen und kryptischen Prolog dem Ritter-Kommandanten Rain und seinem Kindheitsfreund sowie seinem Stellvertreter Laswell. Die beiden werden beauftragt, einer Unregelmäßigkeit im Erdschrein nachzugehen. Das führt sie als Anführer der Luftschiffbrigade in den Norden des Königreichs Grandshelt. Hier wartet dann abseits der teilweise recht redseligen Geschichte der erste Dungeon und somit die ersten wichtigen Gameplay-Mechaniken. Dabei erstrahlt Final Fantasy Resonance früh in schicker HD-2D-Optik und beweist einmal mehr, wie hübsch die Pixel-Figuren sind und wie atemberaubend Effekte in der Engine erstrahlen. Optisch ist das Rollenspiel somit früh eine Augenweide und auch der fantastische Soundtrack weckt bald beste Final-Fantasy-Atmosphäre inklusive Gänsehaut-Momenten für Fans der Reihe.
Das Gameplay weckt nicht weniger Erinnerungen an die frühen Teile. Gegner könnt ihr in den Dungeons oder der ebenfalls bald erkundbaren Oberwelt nicht sehen. Stattdessen kommt es zufällig zu kämpfen – oder zumindest halbwegs. Eine leuchtende Markierung auf der Minimap verrät, wann es zum nächsten Kampf kommt. Entgehen könnt ihr diesem jedoch nicht. Die Auseinandersetzungen selbst sind klassisch rundenbasiert. Die Reihenfolge, in der eure Gruppe und die Gegner agieren, wird am oberen Bildschirmrand angezeigt. Entsprechend lassen sich manche Aktionen gut planen und das ist besonders bei bevorstehenden mächtigen Angriffen eurer Widersacher essentiell. Allgemein bietet Final Fantasy Resonance reichlich taktische Möglichkeiten. Dabei setzt ihr auf Standard-Angriffe und Fähigkeiten, zu denen auch Zauber gehören. Zusätzlich könnt ihr klassisch verteidigen.
Helden anderer Welten
Eine wichtige Rolle in den Kämpfen spielen die Resistenzen und Anfälligkeiten von Gegnern. Deshalb lohnt es sich, verschiedene Angriffe auszuprobieren, um herauszufinden, ob Eis, Feuer, Wasser oder ein anderes Element effektiv gegen euren aktuellen Widersacher ist. Zudem sollte stets versucht werden, die Schock-Leiste auf Null zu bringen. Dadurch ist ein Gegner eine Runde lang handlungsunfähig und anfälliger für Angriffe. Zusätzlich erhält der Charakter, der den Schockzustand ausgelöst hat, eine Bonusaktion am Ende der Runde. Gelingt es, alle Gegner gleichzeitig zu schocken, dürfen sogar alle Gruppenmitglieder noch einmal agieren und ihr könnt einen mächtigen Spezialangriff einer eurer Visionen auslösen. Und damit sind wir bei den Visionen. Diese gewähren dem zugewiesenen Charakter weitere Fertigkeiten sowie passive Boni. Visionen sind dabei die beschworenen Geister von Charakteren vergangener Final-Fantasy-Teile. In der Demoversion sind das etwa Cloud aus Final Fantasy 7, der Krieger des Lichts aus dem ersten Final Fantasy oder Terra aus Final Fantasy 6. Auch zwei Neulinge schließen sich euch an und bringen klassische Weiß- beziehungsweise Schwarzmagier Fähigkeiten mit sich.
Direkt steuern könnt ihr die Visionen allerdings nicht. Vielmehr werden sie einem Gruppenmitglied zugewiesen und unterstützen dieses. Entsprechend agieren sie in der Runde des jeweiligen Charakters, wenn ihr eine ihrer Fähigkeiten als Aktion nutzt. Gleichzeitig sammeln sie besondere Erfahrung und steigen ebenfalls im Level auf, was neue Fertigkeiten und passive Boni freischaltet. Zu beachten ist dabei, dass die Visionen genauso wie die Gruppenmitglieder verschiedenen Rollen zugewiesen sind. Ob ihr nun Rain als Verteidiger mit dem ebenfalls in dieser Rolle eingeordneten Krieger des Lichts zusammenbringt oder lieber Rain zusätzliche Heilfähigkeiten dank Weißmagierin Leah verleiht, ist komplett euch überlassen. Das regelmäßige Wechseln lohnt sich zudem, da einige freigeschaltete Fähigkeiten auch ohne Zuweisung der Vision ausgerüstet werden können. Zumindest, wenn eure Fähigkeitenpunkte für die erforderlichen Kosten ausreichen. Doch keine Sorge, ihr könnt die Fähigkeiten jederzeit austauschen. Interessant ist zudem, dass Trailer und Screenshots bereits darauf hinweisen, dass wir bekannten Final-Fantasy-Charakteren auch als Gegnern begegnen werden. Wie das in die Geschichte eingebunden wird, bleibt abzuwarten.
Angenehm klassisch
Abseits der Visionen bleibt Final Fantasy Resonance ein klassisches JRPG. Eure Gruppenmitglieder sammeln Erfahrungspunkte und steigen im Level auf. Ausrüstung bringt zusätzliche Boni. Zudem setzt das Rollenspiel auf einige klassische Final-Fantasy-Elemente wie Chocobos, Mogrys, Esper, bekannte Zauber und Gegenstände sowie erinnerungswürdige Melodien. Gerade Fans werden deshalb schnell von Nostalgie erfüllt und in den Bann des Abenteuers gezogen. Die Geschichte bleibt dabei ebenfalls angenehm klassisch, zeigt aber bereits im Prolog und ersten Kapitel geheimnisvolle Ansätze, offene Fragen und viel Potential, um mit Überraschungen zu begeistern. Gleichzeitig bieten Nebenbeschäftigungen einiges an zusätzlicher Spielzeit. Dabei sind die Nebenquests durchaus gut geschrieben und erzählen schöne zusätzliche Geschichten. Für die Vollversion verspricht Square Enix noch weitaus mehr und eine Welt voller Geheimnisse und Entdeckungen abseits der Geschichte. Darunter ein Kolosseum und der umherziehende Schwertmeister Gilgamesh, dessen erster eigenwilliger Auftritt bereits im ersten Kapitel und somit der Demo erlebt werden darf. Wenn nichts schiefgeht, dürfen sich Fans am 22. Oktober auf ein neues Final-Fantasy-Meisterwerk freuen.
Prognose
Die Gelegenheit, Final Fantasy Resonance noch vor der Veröffentlichung am 22. Oktober anzuspielen, wollte ich mir nicht entgehen lassen. Obwohl ich bereits neugierig auf das Rollenspiel war, sollte mir die Demo endgültig beweisen, was mich erwartet. Schon nach kurzer Zeit hat mich das JRPG voll in seinen Bann gezogen. Die hübsche HD-2D-Grafik geht Hand in Hand mit klassischem Gameplay, einer spannenden Geschichte, interessanten Charakteren und reichlich Nebenbeschäftigungen. Die rundenbasierten Kämpfe sind taktisch und die bekannten Final-Fantasy-Figuren sind als Visionen erstklassig in die Handlung eingebunden. Dass Final Fantasy Resonance auf einem Mobile-Spiel basiert, fällt nur in wenigen Mechaniken auf, ohne jedoch irgendwelche negativen Einflüsse zu haben. Für über sieben Stunden bin ich bereits in dem Rollenspiel versunken und als ich schließlich das erste Kapitel abgeschlossen hatte, hätte ich am liebsten weitergespielt. Sofern sich das Rollenspiel nicht unerwartet noch größere Patzer bei Geschichte, Gameplay oder Technik erlaubt, erwartet uns am 22. Oktober ein Rollenspiel-Hit.
Kurzprognose: Klassisches JRPG, das einen fantastischen Ersteindruck hinterlässt und mit dichter Atmosphäre und viel Spielspaß fesselt. Ein potentieller Genre-Hit!
Details
Titel: Final Fantasy Resonance
Genre: Rollenspiel
Publisher: Square Enix
Entwickler: Square Enix, Lancarse
Spieler: 1
Syteme: Switch 2, Switch, PlayStation 5, Xbox Series X|S, PC
Altersfreigabe: 12
Erscheinungsdatum: 22. Oktober 2026
© SQUARE ENIX LOGO ILLUSTRATION:© YOSHITAKA AMANO









