Rezension: Alien: Paradiso (Comic)

Während der Kriminelle Ricky Valentine einen von den Colonial Marshals beschatteten Deal abschließen will, kommt es in Alien: Paradiso zu einer Katastrophe.
Paradiso, ein Weltraum-Hotelressort und künstlicher Badeort für wohlhabende Urlauber, dient zugleich Kriminellen, Schmugglern, Syndikaten, Kartellen und anderen zwielichtigen Gestalten für ihre Geschäfte. Denn hier sind keine Waffen erlaubt, weshalb sich der exklusive Urlaubsplanet perfekt für jede Art von illegalem Handeln eignet. Auch Ricky Valentine, einer der einflussreichsten Kriminellen der Kolonien, will Paradiso für sein nächstes Geschäft nutzen. Um Beweise zu sammeln, haben sich die Colonial Marshals Dash Nanda und Lydia Reeves Undercover auf Paradiso eingeschmuggelt und beschatten Valentine. Doch dessen Verhandlungspartner bringt mehr mit als gedacht und plötzlich bricht in dem Urlaubsresort die Hölle aus.
Paradiesische Schrecken
Nach Phillip Kennedy Johnson und Declan Shalvey übernimmt Steve Foxe die Alien-Comic-Reihe als Autor. Die Geschichte von Alien: Paradiso ist im Jahr 2153 und somit einunddreißig Jahre nach dem ersten Alien-Kinofilm angesiedelt. Schon auf den ersten Seiten wird deutlich, dass der Comic-Sammelband, der die fünf US-Hefte des Alien: Paradiso-Handlungsbogen umfasst, blutig und brutal ausfällt. Bevor auf dem Planeten aber das Grauen Einzug hält, konzentriert sich die Geschichte auf die Pläne des Kriminellen Ricky Valentine, der das Urlaubsresort für einen heiklen Deal nutzen will. Dabei kommt ihm zu Gute, dass auf Paradiso Waffen grundsätzlich verboten sind. Gerade bei gefährlichen Verhandlungspartnern ein großer Vorteil. Gleichzeitig überwachen die Colonial Marshals Dash Nanda und Lydia Reeves die Aktivitäten von Valentine, um genug Beweise für seine Festnahme zu sammeln.
Diese Ausgangslage dient dazu, die wichtigsten Figuren ausreichen vorzustellen. Das funktioniert in dem Comic-Sammelband recht gut und obwohl einige Charaktere etwas eindimensional sind, gelingt es dem Science-Fiction-Horror-Comic sie perfekt einzusetzen – und sei es nur als Opfer für die xenomorphe Gefahr, die wenig überraschend über Paradiso hereinbricht. Dafür lässt sich die Geschichte glücklicherweise nicht allzu lange Zeit. Zum Ende des ersten der fünf enthaltenen US-Hefte zieht die Handlung mit der entscheidenden Wendung spürbar an und schafft es anschließend, einen spannenden, erstklassig inszenierten und atmosphärischen Überlebenskampf ungleicher Charaktere zu inszenieren. Alien: Paradiso versteht es, die Xenomorphs in all ihrer Brutalität und Grausamkeit darzustellen, während gleichzeitig menschliche Abgründe genutzt und bekannte Thematiken der Reihe in die Handlung eingeflochten werden.
Obwohl der Fokus von Alien: Paradiso fast ausschließlich auf dem temporeich erzählten Überlebenskampf liegt, setzt der Comic-Sammelband auf viel Abwechslung. Das ist dank zahlreicher Figuren, deren Schicksal nicht immer eindeutig ist, möglich. Davon profitiert besonders die Spannung, da trotz klarem Fokus auf einigen wenigen Charakteren so manch anderer Akteur zeitweise in den Mittelpunkt rückt. Hierbei kommen nicht nur Erinnerungen an die Alien-Filme, sondern auch in Teilen an den ersten Jurassic Park auf – und das in bestmöglicher Weise. Bis zum packenden Ende, lässt Alien: Paradiso nicht mehr los, was auch den stimmungsvollen Zeichnungen zu verdanken ist.
Fazit
Alien: Paradiso hat mich mit der kurzen Einleitung auf die künftigen Ereignisse sofort gepackt. Die Geschichte über das vermeintliche Urlaubsparadies, die kriminellen Geschäfte und die Undercover-Mission der Colonial Marshalls garantieren zusätzliche Abwechslung und tragen viel zur Spannung bei. Der Fokus liegt aber eindeutig auf dem Überlebenskampf. Erstklassig inszeniert, blutig und brutal umgesetzt und packend erzählt, gleicht Alien: Paradiso kleinere Schwächen bei den Figuren problemlos aus. Zumal der Comic-Sammelband mit einer dichten Atmosphäre aufwartet. Alien- und Science-Fiction-Horror-Fans sollten Alien: Paradiso unbedingt eine Chance geben.
Kurzfazit: Atmosphärischer Alien-Comic, der mit einer spannenden Geschichte fesselnden Genre-Lesespaß bietet.
Vielen Dank an Panini für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Alien: Paradiso!
Details
Titel: Alien: Paradiso
Originaltitel: Alien: Paradiso (2024) #1-5
Genre: Science-Fiction, Horror, Action
Verlag: Panini
Autor: Steve Foxe
Zeichner: Edgar Salazar, Jason Muhr, Peter Nguyen
Tusche: Victor Nava, Jason Muhr
Farben: Carlos Lopez
Seiten: 120
Preis: 16,00 €
Verlagsseite: Alien: Paradiso bei Panini Comics
Erscheinungsdatum: 17. Februar 2026
© 20th Century Studios / Marvel
© Panini Verlags-GmbH
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