Rezension: Sailor Moon R (Staffel 2) – Teil 2 (Episoden 14-28)

Bunny trifft in Sailor Moon R ein geheimnisvolles Mädchen, das den Silberkristall sucht und von finsteren Mächten verfolgt wird.
Endlich kann sich Mamoru erinnern und Bunny kann glücklich mit ihm zusammen sein. Bei einer ihrer Verabredungen fällt Bunny plötzlich ein kleines Mädchen auf den Kopf. Vorlaut und frech konfrontiert diese Bunny damit, dass sie den Silberkristall rausrücken soll. Außerdem heißt die Kleine ebenfalls Bunny und nistet sich dann auch noch bei Bunnys Familie ein. Doch weshalb glauben ihre Eltern und ihr Bruder, dass es sich bei dem Mädchen um ihre Cousine handelt? Und was hat es wirklich mit ihr auf sich? Noch bevor Bunny mehr über das Mädchen, dem sie den Spitznamen Chibiusa gibt, erfahren kann, wird sie angegriffen. Ein neuer Feind ist aufgetaucht und hat es auf Chibiusa, den Silberkristall und bestimmte Orte in der Stadt abgesehen. Erneut müssen Bunny alias Sailor Moon und ihre Freundinnen für den Frieden kämpfen. Doch dann verhält sich auch noch Mamoru seltsam und will sich von Bunny trennen. Was ist nur passiert?
Geheimnisvolles Mädchen
Nachdem Bunny alias Sailor Moon und die anderen die beiden Außerirdischen Ale und Anne besiegt haben, scheint Ruhe eingekehrt zu sein. Das nutzt Bunny, um endlich mit ihrem geliebten Mamoru, der seine Erinnerungen zurückerlangt hat, zusammen zu sein. Allerdings lässt sich Sailor Moon R im zweiten Handlungsbogen, der die Episoden vierzehn bis achtundzwanzig umfasst, nicht viel Zeit, um die Geschichte fortzuführen. Bereits kurz nach Einstieg fällt Bunny ein geheimnisvolles Mädchen auf den Kopf. Die Kleine sucht den Silberkristall, nistet sich bei Bunny zu Hause ein, trägt denselben Namen wie sie und buhlt auch noch um Mamorus Aufmerksamkeit. Allerdings wird sie auch von unbekannten Feinden gejagt. Damit stehen die neuen Widersacher der Sailor-Kriegerinnen fest.
Dem bekannten Erzählstil bleibt die Magical-Girl-Romantik-Serie dabei treu. So widmet sich Sailor Moon R in den Episoden stets neuen Versuchen der Bösen ihre Pläne zu verfolgen, denen sich schließlich Bunny als Sailor Moon, Ami als Sailor Merkur, Rei als Sailor Jupiter, Rei als Sailor Mars und Minako als Sailor Venus entgegen stellen. Die Inszenierung fällt gewohnt aus, weiß aber gerade deshalb, wieder kurzweilig zu unterhalten. Zumal die Haupthandlung trotz der episodischen Konfrontationen der Sailor-Kriegerinnen mit den von Rubeus angeführten Ayakashi-Schwestern stets weitererzählt wird. Hier zeigt sich, dass der zweite Handlungsbogen wesentlich storylastiger ist als der Auftakt von Sailor Moon R. Besonders Chibiusa bringt etwas mehr Tiefe in die Magical-Girl-Romantik-Serie. Doch auch Mamorus Verhalten, die episodenweise Fokussierung auf Ami, Rei, Makoto und Minako sowie die neuen Widersacher tragen zur Geschichte bei.
Gelungene Widersacher
Dabei wissen gerade die Ayakashi-Schwestern Kouan, Berthier, Calaveras und Petz mehr zu überzeugen als noch Ale und Anne, ohne dass letztere misslungen waren. Die Schwestern sind zwar klassischer, zeigen in den vierzehn Episoden aber dennoch mehr Facetten als anfangs erwartet. Lediglich Rubeus bleibt in dem klassischen Bösewicht-Korsett gefangen, was sich aber nicht negativ auswirkt. Vielmehr fügt er sich genauso gut in die Geschichte ein wie seine vier Untergebenen. Zugleich wird sehr früh begonnen, den nächsten Handlungsstrang vorzubereiten. So umgibt Rubeus und die Ayakashi-Schwestern genauso wie Chibiusa ein großes Geheimnis, das zwar teilweise früh aufgelöst, aber trotzdem bis zum Ende für Spannung sorgt.
Allgemein schafft es Sailor Moon R in den Episoden vierzehn bis achtundzwanzig, trotz üblicher Vorhersehbarkeit überraschend stark zu fesseln und manchmal sogar zu überraschen. Hier zeigt sich, wie qualitativ hochwertig die Magical-Girl-Romantik-Serie in ihren stärksten Momenten sein kann – und das über einen wesentlich längeren Zeitraum als bisher. Gerade die Handlung rund um Chibiusa und die Feinde sowie ihre Herkunft ist durchaus spannend beziehungsweise weckt Neugier. Das gilt auch für das gut umgesetzt Ende der achtundzwanzigsten Episode. Dieses leitet fließend in den nächsten Handlungsbogen, der die Ereignisse direkt fortsetzt, über. Dadurch ist es umso spannender, wie die Geschichte von Sailor Moon R in den verbleibenden dreizehn Episoden weitergeht.
Fazit
War der Einstieg in Sailor Moon R noch ein wenig durchwachsen, zeigt die Magical-Girl-Romantik-Serie im zweiten Handlungsbogen, wozu die Geschichte in der Lage ist. Die Episoden vierzehn bis achtundzwanzig sind spannend und kurzweilig zugleich, was vor allem der gut inszenierten Geschichte sowie den Charakteren zu verdanken ist. Mit Chibiusa wird ein witziger, liebenswerter, manchmal nerviger und zugleich enorm wichtiger neuer Charakter vorgestellt. Zudem wissen die neuen Widersacher zu überzeugen. Zwar sind sie weitgehend etwas eindimensional, zeigen dann aber doch mehr Vielschichtigkeit als es anfangs wirkt. Es ist gerade die Mischung aus episodischen Ereignissen und Haupthandlung, die mich gefesselt hat. Bis zum Ende der achtundzwanzigsten Episode und der packenden Überleitung zum finalen Handlungsbogen der zweiten Staffel hat mich Sailor Moon R nicht losgelassen und ich habe die vierzehn Episoden fast in einem Rutsch angesehen. Natürlich bleibt trotz der qualitativen Steigerung die Leichtgängigkeit, der Humor und die Lockerheit der Romantik-Drama-Serie erhalten.
Kurzfazit: Fesselnde Fortsetzung der zweiten Sailor-Moon-Staffel, der mit gewohnter erzählweise und spannender Haupthandlung, sowie gelungenen neuen Figuren, gekonnter Charakternutzung und guter Inszenierung spannende Magical-Girl-Drama-Unterhaltung garantiert.
Details
Titel: Sailor Moon R (Staffel 2) Teil 2
Originaltitel: Bishōjo Senshi Sailor Moon R
Genre: Magical Girl, Romantik, Abenteuer, Action, Comedy
Regie: Jun’ichi Satou
Studio: Toei Animation Co., Ltd.
Produktionsjahr: 1992/1993
Laufzeit (Episoden 14-28): ca. 360 Minuten
Sprachen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 12
Erscheinungstermin (ADN): 26. November 2025
Streaming: Sailor Moon bei ADN
©Naoki Takeuchi/PNP, Toei Animation
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