Rezension: Warhammer 40.000: Dakka Squadron Flyboyz Edition (Switch)

Orks stürzen sich in Warhammer 40.000: Dakka Squadron Flyboyz Edition auf verschiedenen Planeten in Flugzeug-Luftkämpfe.

Nachdem Warhammer 40.000: Dakka Squadron bereits seit einiger Zeit actionreiche Luftkämpfe als Orks auf PC und iOS- sowie Android-Geräten ermöglicht hat, ist die Flyboyz Edition mittlerweile auch für die Nintendo Switch erschienen. In dem Luftkampf-Action-Spiel schlüpfen wir in die Rolle eines Orks, dessen Clan wir selbst wählen. Je nach Zugehörigkeit, die wir jederzeit wechseln dürfen, stehen uns andere Boni zur Verfügung. Anschließend stellen wir uns auf verschiedenen Planeten mehreren Missionen, um den jeweiligen Himmelskörper zu erobern. Dabei setzt Warhammer 40.000: Dakka Squadron auf bekannte Genre-Elemente und verknüpft sie stimmungsvoll mit dem Universum der Tabletop-Vorlage.

Fliegende Orks

Dass es sich bei Warhammer 40.000: Dakka Squadron bereits um ein etwa vier Jahre altes Spiel handelt, das bereits damals grafisch nicht auf der Höhe war, kann die Nintendo-Switch-Version nicht verbergen. Störend ist das jedoch nicht, da die Luftkampf-Action trotzdem kurzweiligen Spielspaß entfalten kann. Steigen wir in eines der mit der Zeit freischaltbaren Flugzeuge, finden wir uns nach einer kurzen Missionsziel-Übersicht auch schon im Missionsgebiet wieder. Die Level fallen dabei eher klein aus, sind aber gerade noch groß genug, um uns kein zu eingeschränktes Gefühl zu vermitteln. Je nach Level erwarten uns verschiedene Ziele. Eine allzu große Auswahl gibt es dabei allerdings nicht. So stehen lediglich Dogfights, Bombardements, Duelle und Eskortierungs-Aufträge sowie eine Mischung dieser Ziele zur Verfügung. Entsprechend haben wir schon nach dem ersten Planeten alle spielerischen Unterschiede gesehen, die Dakka Squadron zu bieten hat.

Dennoch verliert das Action-Spiel nicht zwingend an Spielspaß. Obwohl ein paar mehr Missionsarten begrüßenswert wären, versteht es Dakka Squadron stets kurzweilige Luftkampf-Gefechte zu garantieren. Zwar gestaltet sich das mit der Zeit recht repetitiv, kann aber immer wieder für zwei, drei Missionen motivieren. Zumal wir mit den verschiedenen Flugzeugen zumindest etwas Abwechslung geboten bekommen. Außerdem schalten wir mit der Zeit neue Waffen und Boni frei. Mit diesen dürfen wir unsere Flugzeuge im Hangar anpassen und somit nicht nur unsere Durchschlagskraft verbessern, sondern auch passive Effekte aktivieren. Zusätzlich dürfen wir die Farbe unserer Fluggefährte verändern. Hierbei sollten wir jedoch beachten, dass auch die verschiedenen Bemalungen bestimmte Boni mit sich bringen, weshalb wir darauf achten sollten, diese unserem Spielstil anzupassen.

Motivierender, aber repetitiver Luftkampf

Mit vier Planeten, auf denen wir jeweils mehrere Missionen absolvieren, ist der Umfang von Dakka Squadron eher überschaubar. Zudem fällt das Ende relativ plötzlich aus. Das kratzt zwar am sonst eher positiven Gesamteindruck, fällt aber angesichts der kurzweiligen Luftgefechte und ausreichend Spielzeit nur bedingt ins Gewicht. Wichtig ist jedoch, dass ihr einen Bezug zum Genre habt und mit kleineren Macken leben könnt. Dakka Squadron spielt sich mit dem Controller durchaus angenehm, zumindest sobald wir die Button-Belegung verinnerlicht haben. Manchmal könnte die Bedienung aber etwas präziser sein. Zusätzlich schwankt der Schwierigkeitsgrad teilweise zu stark. Immerhin dürfen wir optional festlegen, ob wir für eine Mission nur ein oder drei Leben haben.

Wie bereits erwähnt, war Dakka Squadron bereits bei der Erstveröffentlichung kein grafisch zeitgemäßes oder aufwendiges Spiel. Auf der Nintendo Switch sieht die Flugkampf-Action jedoch noch etwas körniger und pixeliger aus als beispielsweise am PC. Zudem wissen die Planeten zwar mit optischer Abwechslung zu überzeugen, fallen für sich aber jeweils zu einseitig und oft farblich zu eintönig aus. Das erschwert gelegentlich die Übersicht. Besonders im Handheld-Modus hatten wir oft Probleme, Ziele zu erkennen. Dabei hilft zwar die Anvisierung auf Knopfdruck, trotzdem ist die Übersicht erschwert. Dafür läuft Dakka Squadron fast immer flüssig und nur selten sind uns kleine Mikroruckler, die den Spielspaß nicht beeinträchtigen, aufgefallen. Auf der Sound-Seite kann das Action-Spiel durchaus überzeugen. Effekte und Musik passen zum Spiel und unterstützen die gelungene Atmosphäre. Allgemein wird die Stimmung der Warhammer-40.000-Vorlage gut eingefangen, was auch der typischen Ork-Sprechweise zu verdanken ist. Das erhöht allerdings die Sprachbarriere, da Dakka Squadron ausschließlich mit englischer Synchronisation und englischen Texten vorliegt. Angesichts der eher belanglosen Geschichte, hat das aber nur bei den Erklärungen und Tutorials wirkliche Auswirkungen.

Fazit

Warhammer 40.000: Dakka Squadron mag nicht ganz so gut sein, wie ich erhofft habe, bietet aber kurzweilige und spaßige Luftkampf-Action mit Orks. Das reicht aus, um mich immer wieder für zwei, drei Missionen zu motivieren. Allzu viel Tiefe oder Umfang sollte aber nicht erwartet werden. Dafür bietet Dakka Squadron zu wenige Planeten und Missionstypen. Die freischaltbaren Flugzeuge und Anpassungsmöglichkeiten für diese gleichen das zumindest etwas aus. Damit ist Dakka Squadron eher ein Genre-Vertreter für zwischendurch, der vor allem Warhammer-40.000- und Ork-Fans ansprechen könnte.

Kurzfazit: Kurzweiliges Flugkampf-Action-Spiel im Warhammer-40.000-Universum, das motivierenden, aber repetitiven Genre-Spielspaß bietet.

Vielen Dank an RedDeer.Games & Phosphor Game Studios für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Warhammer 40.000: Dakka Squadron Flyboyz Edition!

Details
Titel: Warhammer 40.000: Dakka Squadron Flyboyz Edition
Genre: Action, Luftkampf
Publisher: RedDeer.Games
Entwickler: Phosphor Game Studios
Spieler: 1
Syteme: Switch (getestet), PC, Mobile
Altersfreigabe: ab 12
Erscheinungsdatum: 08. März 2024