Rezension: Mika’s Magic Market – Band 4 (Manga)

Feen, ein Kriegerinnen-Stamm, Stress im Krankenzimmer und ein Kampfturnier sorgen in Mika’s Magic Market Band 4 für einige Probleme.

Kiriko ist wütend. Bei einer Lieferung an die Gilde ist die ehemalige Söldnerin Amanna, der Anführerin des Kriegerinnen-Stammes begegnet. Früher Rivalinnen, macht sich Amanna über Kirikos Rückzug aus dem Söldnergeschäft und ihre neue Verbindung zu Magiern lustig. Um Kiriko etwas zu beruhigen, nimmt Mika sie zu einem Außendienstauftrag mit. Später möchte sich eine Fee bei Mika bedanken und mischt sich deshalb in die Arbeit von Protagonist Printing ein. Außerdem platzt beim Magiket das Krankenzimmer aus allen nähten. Händeringend versucht Mika die Lage in den Griff zu bekommen. Als wäre das nicht genug, ist der nächste Magiket in Gefahr. Die Fünfringespiele, ein Kampfturnier das alle vier Jahre stattfindet, soll ausgerechnet in der Heiligen Stätte veranstaltet werden. Die drohende Absage des Magikets stellt Mika vor große Probleme.

Stressige Probleme

Mika’s Magic Markte Band 4 beginnt mit einem Rückblick auf die erste Begegnung von Claire und Mika. Zwei Jahre vor den bisherigen Geschichten wird Claires Forschung eingestellt, was sie schließlich dazu bringt, eine Magieschule für Kinder zu errichten. Genau dort landet schließlich Mika auf ihrer Suche nach jemandem, der ihr zaubern beibringen kann. Ein schwieriges Unterfangen, wie schon die vorherigen Bände erahnen lassen, schließlich zeigt Mika kein sonderlich großes Talent für den Umgang mit Magie. Der kleine Blick in die Vergangenheit ist überaus gelungen und rückt die Bindung von Mika und Claire in ein neues Licht. Gerade aufgrund ihrer Vergangenheit ist es verständlich, weshalb die Magierin so an Mika hängt und was die beiden miteinander verbindet. Hoffentlich werden in Zukunft weitere Rückblicke eingebaut, um Mikas Weg zur Gründerin von Protagonist Printing und in der Fantasy-Welt noch deutlicher zu zeigen oder zumindest zu erklären, wie sie bestimmte Figuren kennengelernt hat.

Abseits der Rückblicks, der lediglich das erste von sieben Kapiteln einnimmt, bleibt Mika’s Magic Market Band 4 dem bekannten Muster der Reihe treu. Es werden vorwiegend kleine, witzige Geschichten rund um Mika, Protagonist Printing und den Magiket erzählt. So bekommen es Mika und Kiriko mit der Kriegerin Amanna, einer einstigen Rivalin von Kiriko, zu tun. Außerdem tritt eine Fee in Erscheinung und mischt sich auf ihre ganze eigene Art in die Arbeit der Druckerei ein. Das ist angenehm kurzweilig und amüsant, besonders aufgrund der Gerüchte, die über Feen existieren. Natürlich darf auch der Magiket nicht fehlen. Statt aber die Messe für magische Literatur selbst zu thematisieren, geht es dieses Mal um das Krankenzimmer während der Veranstaltung. Hier werden wunderbar die Probleme von so mancher Sommermesse aufgegriffen. Übermüdete Besucher, die nicht gegessen haben, brechen zusammen oder erleiden Hitzschläge, zeigen aber keinerlei Einsicht, weil sie unbedingt Magiebücher kaufen müssen. Dass auf dem Magiket auch noch ganz andere gesundheitliche Risiken auftreten, ist wenig verwunderlich und sorgt für den leicht übertriebenen, aber wunderbar passenden Fantasy-Einschlag in die Messen-Problematik.

Genauso wenig wie der Magiket dürfen auch Anspielungen auf Verlage, bekannte Manga-, Anime-, oder Light-Novel-Reihen und dergleichen nicht fehlen. Obwohl sich diese in Band vier ein wenig zurückhalten, gibt es trotzdem wieder Einiges zu entdecken, was für so manchen Aha-Effekt und Schmunzler sorgt. Etwa bei dem Kampfturnier der fünf großen Ringreiche, kurz Fünfringspiele, das nur alle vier Jahre stattfindet. Dass dieses Turnier Mika enorme Probleme bereitet, wird mit Protesten dagegen und dem Vorwurf von reinem Prestige und Steuergeldverschwendung begleitet. Etwas, das auch dem eindeutigen realen Vorbild gerne vorgeworfen wird. Doch auch abseits davon kann der über mehrere Kapitel erzählte Handlungsbogen überzeugen und unterhält mit unerwarteten Entwicklungen und so manch witzigem Ereignis. Dabei zeigt sich erneut, wie kurzweilig, amüsant und gleichzeitig angenehm erzählt Mika’s Magic Market auch beim vierten Band wieder ist.

Fazit

Seit dem ersten Band tauche ich gerne in Mikas Erlebnisse in einer Fantasy-Welt und ihren stressigen Alltag rund um Protagonist Printing und den Magiket ein. Band vier steht den Vorgängern in Nichts nach und behandelt wieder chaotische und mitunter witzige Probleme. Und selbst wenn einmal alles den gewohnten Gang geht, wird ausreichend Abwechslung für eine schöne, unterhaltsame Geschichte geboten. Dazu gesellt sich der mehr als willkommene Rückblick auf Mikas und Claires Vergangenheit. Wer Mika’s Magic Market bisher bereits gerne gelesen hat, kann auch bei Band vier wieder bedenkenlos zugreifen.

Kurzfazit: Gewohnt unterhaltsamer Slice-of-Life-Isekai-Manga der charmant-witzige Geschichten erzählt und von den liebenswerten Figuren und den popkulturellen Anspielungen getragen wird.

Details
Titel: Mika’s Magic Market – Band 4
Originaltitel: Mahotsukai no Insatsujo
Genre: Fantasy, Abenteuer, Slice of Life, Comedy
Verlag: Egmont Manga
Original: Mochinchi
Zeichnungen: Yasuhiro Miyama
Seiten: 162
Preis: 7,50 €
ISBN:  978-3-7704-2646-1
Verlagsseite: Mika’s Magic Market – Band 4 bei Egmont Manga
Erscheinungsdatum: 03. Dezember 2020

© Mochinchi / Yasuhiro Miyama / Kadokawa / Egmont Manga

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