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Mai 25 2018

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Rezension: Valkyrie Drive: Mermaid – Vol. 2 (Blu-ray)

Feste, Wettbewerbe, Riesen, Entführungen und ein Geheimnis sorgen in Valkyrie Drive: Mermaid Volume 2 für Aufregung.

Mittlerweile haben sich Mirei und Mamori an ihr neues Leben auf der künstlichen Insel Mermaid gewöhnt. Gemeinsam mit einigen anderen Frauen leben sie auf einem Anwesen im Wald und stellen somit eine von der herrschenden Organisation Welter unabhängigen Gemeinschaft dar. Doch der Alltag der beiden ungleichen Frauen bleibt trotz des vermeintlichen Friedens aufregend. Zuerst begegnen sie gemeinsam mit Welter-Kommandantin Kasumi einer Riesin, bevor der Schönheitswettbewerb bei einem Insel-Fest ansteht. Dann lernen sie eine ihnen bisher unbekannte Frau kennen, auf die Mamori überraschend intensiv reagiert. Außerdem machen sie eine gefährliche Entdeckung, die sie zum Kampf zwingt, aber auch dem Geheimnis rund um die Insel näher bringen könnte.

Seichte Friedlichkeit

Valkyrie Drive: Mermaid Volume 2 bleibt dem Grundkonzept der Serie treu. Das heißt, es wird viel Erotik und nackte Haut geboten. Inklusive der auf sexueller Erregung basierenden Verwandlungen, die teils recht explizit dargestellt werden. Neben den schon normalen unbekleideten und nicht durch irgendwelche Effekte verhüllten Frauen und Mädchen, bedeutet das wie schon zum Serien-Auftakt stöhnen, leidenschaftliche Küsse und erotische Berührungen. Allerdings gelingt es etwas besser das alles in Einklang mit Geschichte und Charakteren zu bringen. Tiefgründig wird Valkyrie Drive: Mermaid dadurch nicht, doch immerhin funktioniert die Serie für sich etwas besser. Zu verdanken ist das der gesunkenen Ernsthaftigkeit und damit einhergehenden lockereren Atmosphäre. Die feindlichen Aktionen zwischen Mirei, Mamori und den anderen unabhängigen Frauen auf der einen und der militärisch-totalitären Organisation Welter auf der anderen Seite, finden fast gar nicht mehr statt. Dafür agieren die Bewohnerinnen der Insel weitaus harmonischer miteinander.

Das hält zwar nicht die gesamte Zeit an, doch passt dieser seicht-simple Ton besser zur Serie. Auch weil dadurch der Eindruck entsteht, Valkyrie Drive: Mermaid nimmt sich weniger ernst. Wirkliche Besserung in Sachen Erzählstruktur, Charakteraufbau oder Geschichte sollte jedoch nicht erwartet werden. Alles bleibt schön einfach und zum Teil überaus lächerlich. Angefangen bei der starken Erotik und der durch sexuelle Erregung erzielte Verwandlung der Exter in Waffen mit denen ihre Liberator kämpfen können. Das wirkt teilweise so bescheuert, dass man unweigerlich schmunzelnd den Kopf schütteln muss, wenn wieder einmal Kontrahenten erst ihre Partner küssen und aufreizend berühren, bevor es zum Kampf kommt. Immerhin ist die Handlung weitgehend weniger ernst und setzt stärker auf den simplen Alltag der Figuren. Das mag leicht episodische Geschichten mit sich bringen, sorgt aber für mehr Unterhaltungswert und trotz der vorhersehbaren Wendungen sogar für etwas Spannung.

Sogar die letzte Episode des zweiten Volumes, die im Vergleich wieder ernster ausfällt, funktioniert recht ordentlich und bringt genau die richtigen Figuren zusammen, um das Interesse an dem kurzen Abenteuer zu wecken. Die Andeutungen zum Geheimnis der Insel Mermaid hingegen wirken weiterhin seltsam aufgesetzt und bringen Skepsis mit sich, ob die große Rahmengeschichte noch sinnvoll aufgegriffen wird. Schließlich stehen im dritten Volume bereits die finalen vier Episoden an.

Fazit

Nach Valkyrie Drive: Mermaid Volume 1 war mein Interesse an der Fortsetzung eher minimal, so dass mich das zweite Seriendrittel tatsächlich etwas positiv überraschen konnte. Der weniger ernste Ton passt zur Serie und erhöht den Spaßfaktor ein wenig. Dadurch werden die leicht episodischen Geschichten lockerer erzählt. Anspruchsvoll wird die Serie jedoch nicht und der Fokus liegt weiterhin klar auf der sehr präsenten und teilweise fast übertriebenen Erotik. Das geht wie schon bei Volume eins bis hin zum Lächerlichen. Immerhin wirkt es nun so, dass sich Valkyrie Drive: Mermaid weniger ernst nimmt, weshalb manch unsinnige Szene nicht mehr so schmerzhaft für mich war und mir sogar kopfschüttelndes Schmunzeln entlocken konnte. Bleibt abzuwarten, ob der eingeschlagene Weg auch im dritten und letzten Volume beibehalten wird. Weiterhin gilt, dass sich Valkyrie Drive: Mermaid an Anime-Fans, die etwas mit der stark ausgeprägten Erotik und einer sehr simplen Geschichte anfangen können, richtet.

Kurzfazit: Weniger ernst und episodischer, fällt der Unterhaltungswert bei Valkyrie Drive: Mermaid Volume 2 etwas größer aus, kann damit aber die bekannten Probleme bei Story, Charakteren und übergeordneter Erotik nicht verbergen.

Vielen Dank an KSM Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Valkyrie Drive: Mermaid– Vol. 2!

Details
Titel: Valkyrie Drive: Mermaid – Vol. 2
Originaltitel: Varukirī Doraivu: Mâmeido
Genre: Ecchi/Erotik, Fantasy, Action
Regie: Hiraku Kaneko
Studio: Arms Corporation
Produktionsjahr: 2015
Laufzeit: ca. 96 Minuten
Sprachen: Deutsch (DTS-HD MA 5.1), Japanisch (DTS-HD MA 2.0)
Untertitel: Deutsch
Extras: Mini-OVAs, Opening und Ending Song, Trailer, Bildergalerie
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 16
Erscheinungstermin: 17. Mai 2018
Herstellerseite: Valkyrie Drive: Mermaid – Vol. 2 bei KSM Anime

Copyright Arms Corporation / KSM Anime

Lesetipp: Rezension zu Valkyrie Drive: Mermaid – Vol. 1 (Blu-ray)

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