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Jan 21 2016

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Rezension: Strike the Blood – Band 4 (Manga)

strike-the-blood-band-4-coverDie zweite Storyline von Strike the Blood nahm ihren Anfang bereits im dritten Manga der Reihe. In Band vier, der am 26. Januar erscheint, zeigt sich eine neue Bedrohung für Kojo und Yukina.

Durch den heiligen Pakt leben Menschen und Dämonen in Frieden zusammen. So auch auf der künstlichen Insel Itogami, die vor der Küste Tokios liegt und als Dämoneninsel bekannt ist. Dort lebt Kojo Akatsuki, der seit einiger Zeit der vierte Ahnherr, einer der mächtigsten Vampire der Welt, ist. Die junge Schwertschamanin Yukina Himeragi vom Löwenorden hat die Aufgabe ihn zu observieren. Gemeinsam haben sie bereits die Bedrohung durch den Kampfpriester Rudolf Eustach überstanden. Die Ankunft eines Fürsten aus dem Reich der Kampffürsten und eine unerkannt nach Itogami gelangte Terrororganisation, bringen Kojo und Yukina sowie die Insel selbst erneut in Gefahr.

Neue Feinde und Verbündete

Bereits im letzten Kapitel des dritten Bandes von Strike the Blood begann die zweite Storyline der Reihe. Mit Sayaka Kirasaka und Lord Dimitrie Vatler wurden zwei neue Charaktere eingeführt, die im vorliegenden vierten Manga richtig vorgestellt werden. Gerade Sayaka könnte sich als dauerhafter Charakter herausstellen, während in Vatler eine potenzielle Bedrohung für Kojo besteht. Die eigentlichen Widersacher sind aber die Terrororganisation „Fraktion Schwarzer Tod“ unter der Führung des ehemaligen Soldaten Christoph Grados. Sie streben den Sturz des ersten Ahnherren, Herrscher über das Reich des Kriegsfürsten, an.

Gerade die Einführung und Vorstellung der neuen Charaktere sowie der neuen Handlung führen dazu, dass die Action in Band vier wieder etwas zurückgefahren wird. Zwar sind kleinere Szenen in denen beispielsweise Dimitrie Vatlers Schlangen-Familiar zu sehen ist enthalten, doch große, brachiale Kämpfen bleiben Außen vor. Dafür gelingt es Vatler als mysteriösen, etwas zwielichtigen Fürsten vorzustellen, dessen wahren Beweggründe noch unklar sind. Gerade seine Absichten mit Kojo scheinen fragwürdig zu sein. Auch Sayaka entpuppt sich als interessanter Charakter. Ihre gemeinsame Vergangenheit mit Yukina führt zu einer Abneigung gegenüber Kojo und sorgt durch Missverständnisse für amüsante Szenen.

Wichtige Nebenfigur

Allgemein ist die Mischung wieder gut gelungen, so dass die fehlenden großen Kämpfe nicht weiter ins Gewicht fallen. Der Humor bleibt Serientypisch und konzentriert sich in erster Linie auf Missverständnisse von Kojo oder Eifersüchteleien zwischen den weiblichen Charakteren. Besonders im dritten Kapitel zeigt sich Kojo Begriffsstutzig, was ihm sowohl gegenüber Yukina als auch Asagi Probleme einbringt. Gleichzeitig wird die Beziehung des Protagonisten sowohl zu seiner Beobachterin als auch zu seiner Klassenkameradin weiter ausgebaut. Auf kleinere erotische Andeutungen wird bei Strike the Blood Band 4 wie gewohnt nicht verzichtet. Diese fallen allerdings eher seicht aus und sind eine nette Ergänzung, die in erster Linie den Humor unterstützt.

Außerdem bekommt Asagi endlich eine größere Rolle in der Geschichte. Sie wird sogar für den weiteren Verlauf wichtig und hat maßgeblichen Einfluss auf die weiteren Ereignisse. Dadurch nimmt sie auch mehr Platz im vierten Band ein. Das gilt leider noch nicht für Kojos Schwester Nagisa, die weiterhin nur eine kleine Nebenrolle einnimmt. Dafür dürfte Kojos Lehrerin, die Kampfmagierin Natsuki Minamiya, im nächsten Band endlich zu einem wichtigeren Charakter werden. Zumindest darf sie wieder zeigen, wie mächtig sie ist.

Fazit

Strike the Blood Band 4 verzichtet auf größere Kämpfe und legt die Konzentration dafür auf die Vorstellung der neuen Charaktere sowie die Einleitung der zweiten Storyline. Das sorgt dafür, dass der Manga allgemein etwas ruhiger ist als der direkte Vorgänger. Das stört aber keineswegs, da die neue Handlung sowie die neuen Charaktere auf diese Weise gut eingeführt werden. Gleichzeitig wird die Beziehung zwischen Kojo und Yukina ausgebaut und mit Asagi erhält endlich ein Nebencharakter eine wichtigere Rolle. Gerade Kojos Umgang mit den beiden Mädchen sorgt für einen angenehmen Humor, der gemeinsam mit seichten erotischen Andeutungen für etwas Auflockerung sorgt. Zusätzlich werden neue Informationen zur Welt von Strike the Blood eingestreut, die den Leser noch tiefer in die Geschehnisse hineinziehen. In den letzten beiden der fünf Kapitel des vierten Bandes zieht die Spannung schließlich stark an und das offene Ende weckt die Neugier auf die Fortsetzung der Reihe.

Kurzfazit: Gelungener Auftakt der zweiten Storyline mit weniger Action, dafür mehr Charakter- und Handlungsaufbau.

Vielen Dank an Panini Manga für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Strike the Blood – Band 4!

Lesetipp: Rezension von Strike the Blood – Band 3
Lesetipp: Rezension von Strike the Blood – Band 2
Lesetipp: Rezension von Strike the Blood – Band 1

Details
Titel: Strike the Blood – Band 4
Genre: Action
Verlag: Panini Manga
Test/Zeichnungen: Tate
Vorlage: Gakuto Mikumo
Charakterdesign: Manyako
Seiten: 190
Preis: 7,99 €
ISBN: 978-3-95798-641-2
Verlagsseite: Strike the Blood – Band 4 bei Panini Manga
Erscheinungsdatum: 26. Januar 2016

Bilder Copyright Panini Manga

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