«

»

Mrz 22 2017

Beitrag drucken

Rezension: One-Punch Man – Band 3 (Manga)

Endlich offiziell ein Held. Saitama stellt sich in One-Punch Man der Heldenprüfung und wird mit neuen Problemen konfrontiert.

Seit drei Jahren ist Saitama als selbsternannter Hobby-Held aktiv, bekämpft Monster und rettet Menschen. Dennoch ist er zu seinem eigenen Unverständnis noch immer vollkommen unbekannt. Erst als Genos ihn auf die Heldenvereinigung und deren Register an Superhelden hinweist, wird klar woran das liegt. Saitama ist nicht offiziell anerkannt und wird deshalb einfach ignoriert. Gemeinsam mit seinem selbsterklärten Schüler macht sich der glatzköpfige Hobbyheld daran die Prüfungen zu bestehen, um endlich ein richtiger Held zu sein. Allerdings stellt sich zumindest der schriftliche Teil der Aufnahmeprüfung als schwieriger als gedacht heraus. Und auch registrierte Helden haben es je nach Einstufung nicht einfach.

Heldenanerkennung

One-Punch Man Band 3 beginnt direkt mit der im Vorgängermanga bereits angesprochenen Heldenprüfung und handelt diese relativ schnell ab. Bereits nach wenigen Seiten steht fest, dass Saitama und Genos bestanden haben. Jedoch zeigt sich, dass nicht nur Kraft einen Superhelden auszumachen scheint, sondern auch die Theorie wichtig ist. Zumindest nach Meinung der Heldenvereinigung. Deshalb wird Saitama lediglich in die niedrigste Klasse mit dem niedrigsten Rang eingestuft. Schließlich hat er die Prüfung nur mit Ach und Krach bestanden. Genos hingegen zeigt sich als Überflieger, wodurch sein Wille Saitama als Lehrer zu haben, noch etwas seltsamer wirkt. Die Beziehung der beiden Hauptfiguren zueinander gehört mit zu den größten Stärken des Mangas.

Der eingeschlagenen Richtung bleibt One-Punch Man auch weiterhin treu. Neben amüsanter Superhelden-Satire bietet der Manga vor allem reichlich übertriebene Action. Sei es der Kampf von Helden gegen ein enorm starkes Monster oder ein Trainings-Duell zwischen Saitama und Genos. Dabei gelingt es Autor One auch weiterhin, Saitama als zwar übermächtigen, aber dennoch sympathischen und interessanten Charakter zu gestalten. Zu einem großen Teil liegt das an der Persönlichkeit des Hobbyhelden. Naiv, etwas trottelig und nicht sonderlich intelligent, aber gerade deshalb liebenswert, ist es immer wieder amüsant, Saitama zu beobachten. Vieles gelingt ihm lediglich aus Glück und manchmal kann man einfach nur schmunzelnd mit dem Kopf schütteln, weil er die Situation nicht richtig versteht.

Durch die Heldenvereinigung und Saitamas Registrierung im Heldenverzeichnis wird zudem ein noch stärkerer roter Faden aufgebaut. Dennoch bleibt One-Punch Man hinsichtlich einer großen Rahmenhandlung eher seicht. Viel mehr begleitet man Saitama und auch Genos im recht chaotischen Alltag. Um so gelungener sind die Anzeichen der sich langsam aufbauenden Handlung. So gilt es für Saitama nun durch Heldentaten im Rang und damit irgendwann auch in der Klasse aufzusteigen. Dass er eigentlich bereits stärker ist als andere Helden, verleiht der Thematik eine gewisse Skurrilität. Dazu kommen die allgemeinen Machenschaften der Heldenvereinigung, die als nicht-staatliche Organisation noch etwas mysteriös wirkt und im weiteren Verlauf der Reihe eine wichtige Rolle einnehmen dürfte. Auch weitere Geheimnisse rund um Monster oder Genos Wille stärker zu werden, tragen dazu bei, dass One-Punch Man nicht so wirkt, als würde nur Wert auf simple Witze und übertriebene Action gelegt werden. Dadurch gelingt es auch ohne Cliffhanger, das Interesse an Saitamas Werdegang aufrecht zu erhalten. Ein wenig tragen ebenfalls die beiden Zusatzkapitel bei.

Fazit

One-Punch Man bleibt sich auch im dritten Band treu. Comedy-lastige Helden-Satire trifft auf übertriebene Action und wird durch eine eher seichte, sich aber entwickelnde Geschichte, aufrecht erhalten. Besonders die Heldenvereinigung und wiederkehrende Figuren tragen etwas zum Tiefgang bei. Den größten Unterhaltungswert macht allerdings Saitama aus. Der Hobby-Held ist mit seiner enormen Stärke und naiven Art einfach sympathisch und gerne begleitet man ihn während seines chaotischen Alltags. Sofern es Autor One gelingt weiterhin interessante Situationen zu schaffen und gleichzeitig eine gute Entwicklung bei Geschichte und Charakteren mit einzubauen, dürfte One-Punch Man auch zukünftig unterhaltsam bleiben. Der dritte Band überzeugt jedenfalls erneut und versteht es mit seinem abgedrehten Action-Comedy-Mix kurzweiligen Lesespaß zu garantieren.

Kurzfazit: Die actionreiche und amüsante Superhelden-Satire gewinnt durch etwas mehr Geschichte an Tiefgang und unterhält mit seinem naiv-sympathischen Protagonisten.

Vielen Dank an Kazé für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von One-Punch Man – Band 3!

Details
Titel: One-Punch Man – Band 3
Genre: Action
Verlag: Kazé Manga
Autor: One
Zeichner: Yusuke Murata
Seiten: 216
Preis: 6,95 €
ISBN: 978-2-88921-847-9
Verlagsseite: One-Punch Man Band 3 bei Kazé Manga
Erscheinungsdatum: 01. Dezember 2016

Bilder Copyright Kazé Manga

Lesetipp: Rezension von One-Punch Man Band 2
Lesetipp: Rezension von One-Punch Man Band 1

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.thelostdungeon.de/2017/03/22/rezension-one-punch-man-band-3-manga/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>