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Aug 09 2015

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Rezension: Tokyo Ghoul – Vol. 2 (Blu-ray)

Kens Leben als Halb-Ghoul geht in den Episoden vier bis sechs weiter. Neue Gefahren drohen auf der zweiten Volume der Serie.

Gefährliche Gesellschaft

Langsam scheint sich Ken an sein Leben als Halb-Ghoul zu gewöhnen. Gerade durch die Arbeit im Café Antik und der Hilfe der dort organisierten Ghoule fällt ihm vieles leichter. Dennoch muss der junge Student in den ersten beiden Folgen der zweiten Volume feststellen, welch düstere Seiten die Gesellschaft der Ghoule noch birgt und wie groß die Gefahr, durch diese für einen Halb-Ghoul wie ihn sein kann. Zugleich wird deutlich wie unterschiedlich Ghoule zu Menschen stehen können. Außerdem bleiben die CCG-Agenten Kureo Mado und Koutarou Amon in der dritten Episode weiterhin eine Gefahr.

Bereits am Ende der dritten Episode auf Volume eins von Tokyo Ghoul hatte der Schönling Shu Tsukiyama seinen ersten Auftritt. Folge vier setzt direkt an das Ende an und stellt den Ghoul mit den lila Haaren etwas genauer vor. Allgemein ist Shu eine Figur die in den ersten beiden Episoden von Volume zwei eine große Rolle spielt und exzellent eingeführt wird. Seine ganze Art wird durch seine Handlungen, aber auch den bloßen Einsatz von Mimik gut vermittelt. Außerdem sind seine Beweggründe aus seiner Sicht betrachtet, vollkommen nachvollziehbar und machen ihn damit zu einer wirklich interessanten, aber auch bedrohlich wirkenden Figur. Dass mit Nishiki ein Charakter zurückkehrt, den man eventuell bereits abgeschrieben hatte, ist auch eine gelungene Überraschung. Besonders weil seine Beziehung zu seiner Freundin Kimi dazu genutzt wird aufzuzeigen, dass nicht alle Menschen und Ghoule zwingen Feinde sein müssen. Dies gilt ebenfalls für die Bindung zwischen Toka und ihrer Schulkameradin Yoriko.

Allgemein können die Charaktere in den Episoden vier bis sechs etwas mehr überzeugen, als beim Serienauftakt. Zwar bleiben noch immer ein paar Figuren wie Yoshimura oder Yomo geheimnisvoll oder blass, aber das stört nur bedingt, da sie zwar wichtige Rollen einnehmen, aber doch eher im Hintergrund agieren. Außerdem ist es wahrscheinlich, dass ihre größeren Auftritte erst noch bevorstehen. Immerhin wird so manche Figur nun vielschichtiger. Dies gilt nicht nur für Ken, sondern besonders auch für Toka oder Nishiki. Es bleibt abzuwarten wie sie sich weiter entfalten.

Dramatische Entwicklungen

Dass sich die Ereignisse in Tokyo Ghoul noch weiter dramatisch entwickeln werden, deutet in erster Linie die letzte Folge der zweiten Volume an. Zwar haben auch die Episoden vier und fünf maßgeblichen Einfluss auf die weitere Entwicklung, insbesondere auf Toka, doch erst in Folge sechs scheint wieder die große Handlung, auf die die Serie zuläuft eine Rolle zu spielen. Gerade durch Ryoko, ihre Tochter Hinami sowie deren Vater kommt ein trauriges, beklemmendes Element auf, das schließlich zu einem spannenden, aber auch etwas schockierenden Cliffhanger führt. Das Storytelling ist den Machern hinter Tokyo Ghoul also wirklich gut gelungen Der Volume-Abschluss ist mit Episode sechs noch besser als beim Auftakt der Serie, da die Spannung zur nächsten Episode enorm ist.

Ein bereits bei der Rezension zu Volume eins erwähntes Problem bleibt bei den Dialogen erhalten. Diese wirken noch immer manchmal etwas gewollt und aufgesetzt, allerdings scheint sich auch dieser Makel langsam zu beheben. Wesentlich seltener sind derlei Macken wirklich aufgefallen und relevant waren sie zu keiner Zeit. Dadurch bleibt der Spaß beim Schauen erhalten. Zum Teil ist das auch der größeren Spannung und dem etwas stärkeren Action-Anteil zu verdanken. Beides wird durch die tollen Animationen noch verstärkt.

In Sachen Bild liefert die Blu-ray erneut scharfe 1080p mit tollen Farben, während der Ton in deutsch und japanisch in DTS-HD MA 2.0 vorliegt. Dabei können wie schon bei der ersten Volume Abmischung und Klang überzeugend. Die deutsche Synchronisation ist gelungen. Als Extra liegt wieder ein Booklet mit Informationen zu Charakteren und Episoden bei.

Fazit

Nachdem bereits die ersten drei Episoden auf der ersten Volume überzeugen konnten, verbessert sich Tokyo Ghoul noch einmal deutlich. Einige Macken treten nicht mehr so deutlich hervor und die Spannung zieht genauso deutlich an wie die Action. Dadurch sind gerade die ersten beiden Episoden allerdings noch etwas blutiger und brutaler als das erste Viertel der Serie. Besonders gelungen ist diesmal die Charakterentwicklung, die gerade einige Figuren interessanter erscheinen lässt und besser zur Geltung bringt. Dazu kommt ein spannender Cliffhanger am Ende von Episode sechs, der den Wunsch direkt weiter zu gucken erweckt. Damit mausert sich Tokyo Ghoul immer mehr zu einem empfehlenswerten Genre-Vertreter, der trotz kleinerer Macken zu unterhalten weiß.

Kurzfazit: Spannende Fortsetzung, die deutlich anzieht und mit einem guten Mix aus Action und Charakterentwicklung unterhalten kann.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Tokyo Ghoul – Vol. 2!

Details
Titel: Tokyo Ghoul – Vol. 2
Genre: Action, Horror, Mystery
Regie: Shūhei Morita
Studio: Pierrot
Produktionsjahr: 2014
Laufzeit: ca. 75 Minuten
Sprachen: Deutsch, Japanisch (DTS HD MA Audio 2.0)
Untertitel: Deutsch
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 16
Erscheinungstermin: 29. Mai 2015
Herstellerseite: Tokyo Ghoul – Vol. 2 bei Kazé Anime

Bilder Copyright Pierrot / Kazé Anime

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  1. Rezension: Tokyo Ghoul – Vol. 4 (Blu-ray) »

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