Rezension: Komi Can’t Communicate – Teil 2 (Episoden 13-24)

Komi und Tadano verbringen in Komi Can’t Communicate Teil 2 Zeit mit ihren Freunden und versuchen weiterhin Komis Ziel zu erreichen.

Im ersten Semester konnte die wunderschöne, von allen verehrte, aber extrem schüchterne Komi dank der Hilfe ihres Klassenkameraden Tadano dreizehn Freunde finden. Damit ist sie ihrem Ziel, hundert Freundschaften zu schließen, ein Stück näher. Der Beginn des zweiten Semesters bringt einen neuen Schüler, der bisher aus bestimmten Gründen gefehlt hat, in die Klasse von Tadano und Komi. Makoto Katai hat eine einschüchternde Präsenz, ist aber genauso schüchtern und unsicher wie Komi. In Tadano findet er schnell einen ersten Freund. Außerdem wollen Nakanaka und Yamai Komi noch näher kommen, an Weihnachten steht eine überraschende Weihnachtsfeier an und auch Neujahr, Missverständnisse, ein Schulausflug nach Kyoto und der Valentinstag wirbeln den Alltag von Tadano, Komi und ihren Freunden auf.

Suche nach Freundschaften

Nach nur einer Season Pause kehrte Komi Can’t Communicate mit zwölf weiteren Episoden im Frühjahr 2022 zurück. Die Romantik-Comedy-Serie knüpft dabei fast nahtlos an den Vorgänger an und widmet sich erneut dem friedlichen, ereignisreichen und oftmals witzigen Alltag von Tadano, Komi und ihren Freunden. Zum Einstieg kehrt der bisher aus gewissen Gründen nicht anwesende Makoto Katai zurück. Dabei steht die einschüchternde Erscheinung des muskulösen, groß gewachsenen und blondierten Katai im starken Kontrast zu seiner schüchternen, unsicheren Persönlichkeit. Gerade bei letzterem erinnert er an Komi, weshalb es nicht überrascht, dass er sich schnell mit Tadano versteht. Katai ist eine erste gute Gelegenheit, um die Geschichte wieder aufzunehmen, etwas Neues einzuflechten und zugleich Komis Wunsch nach hundert Freundschaften einzubauen.

Das zentrale Thema der Romantik-Comedy-Serie bleibt zwar stets präsent, doch vorwiegend widmet sich Komi Can’t Communicate dem spaßigen Alltag der Hauptfiguren. Dabei werden neben Tadano und Komi regelmäßig weitere bekannte Figuren wie Najimi, Yamai, Nakanaka oder Agari in die Geschichte eingeflochten. Ebenso kommt das bunte und exzentrische Ensemble an Nebencharakteren und Komparsen hervorragend zum Einsatz. Ob nun bei einer überraschenden Weihnachtsfeier bei Komi zuhause, in der Schule oder bei der Exkursion nach Kyoto. Zugleich stellt Komi Can’t Communicate einige neue, nicht weniger herrliche Figuren vor oder baut bereits bekannte Akteure weiter aus. Dabei zeigt sich, dass selbst unscheinbare Klassenkameraden und Mitschüler von Tadano und Komi ihre Eigenheiten haben.

Charmanter Alltag, liebevolle Romantik

Gleichzeitig setzt Komi Can’t Communicate in den zwölf Episoden die gewohnt kurzweilige Erzählweise von mehreren kleinen Kapiteln in einer Folge. Diese bauen zwar aufeinander auf, garantieren aber eine angenehme Struktur und manchmal zusätzliche Abwechslung. So widmet sich die übliche Neujahrs-Folge unter anderem der sehr unterschiedlichen Aktivitäten einiger Charaktere. Zudem werden bekannte Genre-Klischees auf witzige Weise verwendet. Dabei dürfen natürlich offensichtliche Missverständnisse genauso wenig fehlen wie peinliche Situationen. Die Kyoto-Exkursion bringt zudem in einem etwas längeren Handlungsbogen neue Möglichkeiten mit sich, während der Valentinstag abseits der üblichen Romantik für zusätzliches Knistern sorgt.

Allgemein fällt immer wieder auf, dass Komi Can’t Communicate zwar stark auf Alltagsgeschichten und reichlich Humor sowie abgedrehte Charaktere setzt, aber trotzdem die grundsätzlichen Elemente des Romantik-Comedy-Genres nicht vergisst. So bleibt Romantik, wenn auch oft auf abgedrehte und somit ungewöhnliche Art, stets ein Teil der Episoden. Dabei stellt die Serie Standards gerne überzeichnet dar, nur um in anderen Momenten bewusst kitschig zu werden. Das trägt viel zum Unterhaltungswert bei und ist so amüsant, dass der Spaßfaktor stets erhalten bleibt. Natürlich nehmen Valentinstag und White Day dabei eine zentrale Rolle ein. Schließlich gipfeln die zwölf Episoden in einem gelungenen Ende, das jedoch leider noch nicht das Ende der Geschichte darstellt. Die mit siebenunddreißig Bänden abgeschlossene Manga-Vorlage bietet noch einige Möglichkeiten, trotzdem ist bisher keine Fortsetzung der Romantik-Comedy-Serie erschienen. Diese Tatsache ändert aber nichts daran, dass Komi Can’t Communicate bis zum Ende des zweiten Teils sehr unterhaltsam ist.

Fazit

Nach den ersten zwölf Episoden, habe ich direkt die Fortsetzung von Komi Can’t Communicate angesehen und wurde wieder großartig unterhalten. Die Geschichte von Tadano, Komi und den anderen ist witzig, abwechslungsreich, charmant, friedlich, entspannt und romantisch. Es ist überaus spaßig, die Charaktere in ihrem Alltag zu begleiten und mit ihnen neue Freundschaften zu schließen oder allerlei zu erleben. Ob nun Weihnachten, erster Schnee, Neujahr, die Schulexkursion oder der Valentinstag, Komi Can’t Communicate Teil 2 nutzt bekannte Genre- und Anime-Standards auf amüsante Weise und bleibt trotz mancher Klischees immer unterhaltsam. Zu verdanken ist das neben der angenehmen Erzählweise und der bewussten Überzeichnung einiger Elemente, vor allem den liebenswerten Charakteren. Bis zum Ende garantiert Komi Can’t Communicate Teil 2 beste Romantik-Comedy-Unterhaltung mit starkem Slice-of-Life-Einschlag. Eine eindeutige Empfehlung für Genre-Fans.

Kurzfazit: Spaßige Fortsetzung, die erneut mit reichlich Humor, exzentrischen Charakteren, angenehmer Stimmung, liebenswerten Charakteren und abwechslungsreichen Geschichten charmante Genre-Unterhaltung garantiert.

Details
Titel: Komi Can’t Communicate – Teil 2
Originaltitel: Komi-san wa, Komyushō desu. 2 Ki
Genre: Romantische Komödie, Romantik, Comedy, Slice of Life
Regie: Kazuki Kawagoe
Studio: OLM Inc.
Produktionsjahr: 2022
Laufzeit: ca. 288 Minuten
Sprachen: Deutsch, Japanisch, Englisch u.a.
Untertitel: Deutsch u.a.
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 6
Erscheinungstermin: 27. April 2022 – 13. Juli 2022
Streaming: Komi Can’t Communicate bei Netflix

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