Rezension: Die Pokémon-Concierge

Um ihrem Alltagsstress und ihrer bisherigen Arbeit zu entfliehen, beginnt Haru in Die Pokémon-Concierge im Pokémon-Resort zu arbeiten.
Harus Leben ist in letzter Zeit vor allem von Pech und Missgeschicken bestimmt. Auf der Arbeit lief es nicht gut und ihre Beziehung ist gescheitert. Deshalb versucht sie einen Neustart und beginnt als Concierge im Pokémon-Resort, einer Ferieninsel, auf der Pokémon und Menschen gemeinsam entspannen können. An ihrem ersten Tag, soll Haru das Resort wie ein Gast erleben und entdeckt, wie entspannend die Tage auf der Insel sind. Außerdem erfährt sie viel über ihre Arbeit, der sie sich schon bald widmet. Als Concierge ist es ihre Aufgabe, sich um die Pokémon zu kümmern, ihr Wohlbefinden zu sichern und bei möglichen Problemen zu helfen.
Entspannter Neuanfang
Nachdem bereits Ende 2023 die ersten vier Episoden von Die Pokémon-Concierge bei Netflix veröffentlicht wurden, erschienen Anfang September 2025 weitere vier Folgen der Slice-of-Life-Serie. Die acht Episoden folgen Haru, die als titelgebende Pokémon-Concierge ihre Arbeit im Pokémon-Resort aufnimmt. Allerdings handelt es sich bei Die Pokémon-Concierge um keine klassische Anime-Serie, sondern um eine Stop-Motion-Produktion des für die ebenfalls bei Netflix erschienenen Serie Rilakuma und Kaoru bekannten Studios Dwarf. Bedeutet, statt mit Zeichnungen, ist die gesamte Serie mit Stoffpuppen gestaltet, deren Bewegungen Schritt für Schritt aufgenommen wurden. Das ist für das Pokémon-Franchise ungewohnt, funktioniert aber sehr gut. Nicht nur sehen die Pokémon überaus knuffig aus, auch der Wiedererkennungswert der Figuren sowie der Charme der menschlichen Charaktere wird dank gekonnt umgesetzter Mimik perfekt vermittelt. Damit fasziniert Die Pokémon-Concierge bereits mit der Gestaltung und Optik der Serie.
Die Geschichte wiederum fällt genauso seicht und entspannend aus, wie es die Handlungsbeschreibung vermuten lässt. Das ist aber keineswegs negativ. Vielmehr versteht es Die Pokémon-Concierge mit dem gemütlichen, abwechslungsreichen und auch mal aufregenden Alltag im Pokémon-Resort durchweg zu unterhalten. So zeigt sich schon an Harus erstem Tag, dass auf der Ferieninsel für Pokémon und Menschen einiges passieren kann. Später bekommt sie es mit verschiedenen Herausforderungen wie einem unter chronischen Kopfschmerzen leidenden Enton, einem Karpador, das nicht schwimmen kann oder einem Pikachu ohne Selbstbewusstsein zu tun. Dabei erhält sie meist Unterstützung von den anderen, ebenfalls liebenswerten Charakteren. Außerdem entwickeln sich Haru, die wiederkehrenden Pokémon und die Angestellten des Resorts im Laufe der acht Episoden weiter. Besonders die Protagonistin steht dabei im Mittelpunkt.
Als eindeutig für eine junge Zielgruppe ausgerichtete Serie setzt Die Pokémon-Concierge regelmäßig auf kleine moralische oder erzieherische Inhalte. Allerdings werden diese eher subtil in die Geschichten der Episoden eingeflochten, so dass sie nicht störend auffallen oder zu prägnant herausstechen. Vielmehr verleihen sie den kurzweiligen Abenteuern von Haru etwas mehr Tiefe, ohne dass die grundlegende Leichtigkeit der Slice-of-Life-Serie oder die entspannende Urlaubsstimmung verloren gehen. Wirklich dramatisch werden die Ereignisse trotz gefährlicher, heikler oder emotionaler Momente nie. Am Unterhaltungswert von Die Pokémon-Concierge ändert das aber nichts, zumal die acht Episoden mit reichlich Charme, liebenswerten Charakteren und passendem Humor immer wieder aufs Neue unterhalten. Die sehr gute deutsche Vertonung rundet die Slice-of-Life-Geschichte perfekt ab und hat großen Anteil daran, dass Die Pokémon-Concierge auch für Kinder geeignet ist. Allerdings werden auch erwachsene Pokémon-Fans ihren Spaß mit der Serie haben.
Fazit
Schon kurz nachdem die ersten vier Episoden Ende Dezember 2023 erschienen sind, habe ich Die Pokémon-Concierge gerne gesehen. Nachdem nun insgesamt acht Episoden verfügbar sind, habe ich mir die Slice-of-Life-Serie im Stop-Motion-Stil erneut angesehen und wurde wieder gut unterhalten. Die abwechslungsreiche Geschichte weiß mit einer spaßigen Mischung aus liebenswerten Charakteren, niedlichen Pokémon, entspannter Atmosphäre, lockerem Humor und reichlich Charme immer wieder aufs Neue zu überzeugen. Dabei stört es nicht, dass die grundlegenden Ereignisse eher seicht sind. Vielmehr profitiert die Serie sogar von der Leichtgängigkeit, da Die Pokémon-Concierge dadurch noch mehr zum Abschalten bei friedlicher Urlaubsstimmung einlädt. Zudem eignet sich die Serie dank sehr guter deutscher Synchronisation perfekt für die angepeilte junge Zielgruppe und kann zugleich auch erwachsene Pokémon-Fans unterhalten. Der Stop-Motion-Stil weiß ebenfalls zu gefallen und verleiht der Slice-of-Life-Serie eine ganz eigene Faszination. Pokémon-Fans sollten zumindest einmal in Die Pokémon-Concierge reinschauen.
Kurzfazit: Entspannte und leichtgängige Slice-of-Life-Serie, die mit dem charmanten Stop-Motion-Stil, liebenswerten Charakteren, niedlichen Pokémon, abwechslungsreichen Geschichten und lockerem Humor Unterhaltung für Jung und Alt bietet.
Details
Titel: Die Pokémon-Concierge
Originaltitel: Pokémon Concierge
Genre: Slice of Life
Regie: Ogawa Iku
Studio: Dwarf
Produktionsjahr: 2023/2025
Laufzeit: ca. 144 Minuten
Sprachen: Deutsch, Japanisch, Englisch u.a.
Untertitel: Deutsch u.a.
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 6
Erscheinungstermin (Teil 1): 28. Dezember 2023
Erscheinungstermin (Teil 2): 04. September 2025
Streaming: Die Pokémon-Concierge bei Netflix
© Dwarf / Netflix / The Pokémon Company / Nintendo





