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Mrz 04 2018

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Rezension: Strike the Blood – Band 10 (Manga)

Zum Finale von Strike the Blood müssen sich Kojo und Yukina im zehnten Band ihrem bisher gefährlichsten Feind entgegen stellen.

Kojo und Yukina waren bereits davon überzeugt Ken Akamatsu besiegt zu haben. Allerdings haben sie sich geirrt und der Alchemist verfolgt weiterhin den Plan den gefährlichen Wiseman wiederzubeleben. Aus diesem Grund greift Akamatsu die Fähre an mit der Yukina, Kanon, Nagisa und ihre Mitschüler zu einem Ausflug nach Tokio unterwegs sind. Als Kojo davon erfährt, will er ihnen sofort zu Hilfe eilen und erhält dabei Unterstützung von der wieder erwachten Nina Adelard, die Wiseman einst gebannt hat. Yukina stellt sich derweil Akamatsu in den Weg und hofft darauf den Alchemisten bezwingen zu können.

Finale Auseinandersetzung

Zum Abschluss der Manga-Reihe Strike the Blood, zeigt die Serie noch einmal alle Stärken, offenbart aber auch einige der bekannten Schwächen. Letzteres gilt insbesondere für die Charakternutzung und die Geschichte. In beiden Punkten enttäuscht der zehnte Band zwar nicht, schafft es jedoch nicht die Qualität der Reihenhöhepunkte zu erreichen. Das liegt zu einem Teil auch daran, dass fast jede relevante Figur aus Kojos Umkreis zumindest einen kurzen Auftritt erhält. Diese sind zwar gut in die Handlung eingeflochten und wirken nicht aufgesetzt, nehmen zugleich aber Platz für eine größere Konzentration auf die Geschichte. Hier sei allerdings angemerkt, dass Strike the Blood Band 10 inhaltlich trotzdem nicht schlecht ist. Die Storyline rund um Akamatsu und Wiseman wird spannend zu einem Ende geführt und gleichzeitig gelingt es einige Mysterien zu lüften. Bedauerlich ist aber, dass das Finale weniger Aufsehenerregend und brachial-groß umgesetzt ist, als erwartet. Obwohl Kojo seinen bisher gefährlichsten Feind trifft, haben andere Konfrontationen alleine durch ihre Länge etwas mehr Wirkung entfalten können. Das alles mag Meckern auf hohem Niveau sein, fällt beim Lesen aber durchaus auf.

Doch genug der negativen Anmerkungen. Im Kern liefert Strike the Blood Band 10 genau das, was von dem Manga zu erwarten war: gut inszenierte Action im Mix mit den üblichen Genre-Elementen aus Comedy und Erotik. Dabei kommen alle Aspekte der Reihe gut zur Geltung und abseits der Kämpfe wird der Fokus aus ausreichend auf die wichtige Mischung gelegt. So wird gerade die Beziehung zwischen Kojo und Yukina weiter befeuert und erhält einige überaus gelungene Szenen, die genau zum richtigen Zeitpunkt mit Witz und schließlich Rückkehr zu der ernsten Situation ausgeglichen werden. Hier zeigt Strike the Blood wie gut der Fluss des Genre-Mixes funktioniert. Daraus zieht der Manga seinen Unterhaltungswert und schafft es einmal mehr an den Band zu fesseln. Dass die Reihe zum Finale nicht übermäßig anspruchsvoll wird, dürfte niemand erwartet haben. Wer jedoch die Vorgänger gelesen hat, weiß genau, was geboten wird und dürfte damit auch zufrieden sein. Zudem gelingt es ein durchaus rundes und zufriedenstellendes Ende zu bieten. Allerdings ist sehr deutlich, dass die Geschichte von Kojo, Yukina und den anderen noch nicht zu Ende ist und die zehn Manga-Bände lediglich den Anfang erzählt haben. Damit wird offen umgegangen und im Nachwort wird es sogar direkt erwähnt. Das ist trotz des gelungenen Abschlusses bedauerlich, da der zehnte Band neben Antworten auch einige neue und spannende Fragen aufwirft. Dem allgemeinen Unterhaltungswert schadet das aber nicht und Strike the Blood bleibt eine Empfehlung für Genre-Fans.

Fazit

Hatte ich zu Beginn noch Zweifel, was Strike the Blood angeht, hat mich die Reihe im Laufe der zehn Bände immer mehr gefesselt und schließlich habe ich mich auf die neuen Bände gefreut. Dass mit dem zehnten Manga das Ende erreicht ist, ist deshalb schade, besonders weil die Adaption nicht die gesamte Geschichte der Light-Novel-Vorlage beinhaltet. Dennoch wird ein guter Abschluss geboten. Strike the Blood Band 10 beinhaltet alles, was ich mir von der Reihe wünsche und zeigt einmal mehr wie gut der Genre-Mix funktioniert. Da stört es mich auch nicht mehr, dass der finale Kampf etwas kleiner und weniger bedeutsam wirkt, als ich es erwartet habe. Immerhin dürfen viele wichtige Figuren noch einmal auftreten und über so manches Wiedersehen habe ich mich gefreut. Am Ende bietet Band 10 einen runden Abschluss, der zwar den Wunsch nach einer Fortsetzung beinhaltet, aber alleine betrachtet funktioniert. Schön wäre jetzt noch, wenn sich ein Verlag findet, der die Light Novels auf deutsch veröffentlicht. Hoffnungen habe ich diesbezüglich allerdings nicht. Fans von Reihe und Genre sollten sich Strike the Blood Band 10 jedoch nicht entgehen lassen.

Kurzfazit: Gelungenes Finale, das trotz kleinerer Schwächen zu überzeugen weiß und ein rundes, wenn auch nicht vollkommen zufriedenstellendes Ende der Reihe bietet.

Vielen Dank an Panini Manga für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Strike the Blood – Band 10!

Details
Titel: Strike the Blood – Band 10
Genre: Action
Verlag: Panini Manga
Test/Zeichnungen: Tate
Vorlage: Gakuto Mikumo
Charakterdesign: Manyako
Seiten: 166
Preis: 7,99 €
ISBN: 978-3-7416-0617-5
Verlagsseite: Strike the Blood – Band 10 bei Panini Manga
Erscheinungsdatum: 27. Februar 2017

Bilder Copyright Panini Manga

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