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Dez 07 2015

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Rezension: Corpse Party – Blood Covered – Band 2 (Manga)

corpse-party-blood-covered-band-2-coverIm zweiten Band von Corpse Party – Blood Covered geht der Horror in der Tenjin-Grundschule weiter.

Sieben Schüler der Klasse 2-9 der Kisaragi-Lehranstalt sowie die stellvertretende Klassenlehrerin Yui Shishido und Satoshi Mochidas kleine Schwester Yuka, sind durch einen Fluch in die alte Tenjin-Grundschule gelangt und dort gefangen. Getrennt voneinander befinden sie sich scheinbar in unterschiedlichen Dimensionen, ohne sich begegnen zu können. Gemeinsam erkunden die besten Freundinnen Naomi und Seiko das alte Gebäude, in der Hoffnung, doch einen Weg zu ihren Freunden und aus der Schule zu finden. Auch Frau Shishido ist nicht alleine aufgewacht. Bei ihr sind die Horrorgeschichten liebende Klassensprecherin Ayumi Shinozaki und der ernste Yoshiki Kishinuma.

Geistergefahren

Der Auftaktband von Corpse Party – Blood Covered bewegte sich noch in klassischer Grusel-Stimmung und verzichtete abgesehen von den Geistern und Leichen auf härtere Horror-, Splatter- oder Action-Einlagen. Das ändert sich mit dem zweiten Band. Bereits im ersten der fünf enthaltenen Kapitel sieht sich Naomi alleine dem Angriff eines Geistes gegenüber. Und auch später müssen sich die Charaktere mit grausamen und schrecklichen Ereignissen auseinandersetzen oder versuchen den Angriff eines Geistes zu überleben. Damit geht Corpse Party – Blood Covered einen etwas anderen Weg als noch zu Beginn und wird düsterer und härter. Eine solche Entwicklung war abzusehen, es überrascht allerdings ein wenig wie gut die neuen Elemente funktionieren. Das Grauen der Tenjin-Grundschule wird dadurch noch packender und die Atmosphäre verdichtet sich. Kein Charakter ist sicher, es kann jederzeit eine neue Gefahr lauern. Das müssen besonders Naomi, Seiko und Frau Shishido erkennen.

Passend zu den heftigeren Ereignissen, nimmt auch die Brutalität der Geschichte zu. Neben heftigen und beklemmenden Geisterangriffen, gibt es nun auch abseits der teils verstümmelten und übel zugerichteten Leichen Blut zu sehen. Doch das ist nicht immer notwendig, um eine Szene grausig, schrecklich oder sogar auf biedere Weise sadistisch wirken zu lassen. Gerade das dritte Kapitel im Band sticht hierbei hervor. Die Art der Darstellung der Qualen von Naomi und Seiko ist heftig und beklemmend, wodurch sich eine fast schon unangenehme, aber zugleich überaus spannende Atmosphäre aufbaut. Ähnliches gilt auch bei den beiden weiteren Kapiteln, die trotz einer gewissen Härte der Ereignisse, nicht ganz an Naomis und Seikos Erlebnisse heran kommen.

Charaktergruppen

Nachdem der erste Band von Corpse Party – Blood Covered recht schnell die Konzentration auf Naomi und Seiko gelegt hat, setzt Band zwei die Geschichte der beiden direkt fort. Erst in der zweiten Hälfte des zweiten Mangas, wechselt das Geschehen zu Yui Shishido, Ayumi Shinozaki und Yoshiki Kishinuma. Die hierbei zugrundeliegende Erzählweise scheint sich immer an einer Charaktergruppe bis zu einem gewissen Punkt entlangzuhangeln und dann zu einer anderen Gruppe zu wechseln. Es bleibt abzuwarten, ob auch zukünftig so verfahren wird, spannend ist diese Vorgehensweise auf jeden Fall.

Konnte man Naomi und Seiko durch den ersten Band und die drei Kapitel in Band zwei bereits besser kennenlernen, gelingt das bei den anderen drei Charakteren im zweiten Manga noch nicht so gut. Gerade Ayumi und Yoshiki bleiben noch etwas im Hintergrund und blass, was aber an der Konzentration auf Yui Shishido in den letzten beiden Kapiteln liegt. Das Ende des Bandes deutet bereits an, dass Ayumi und Yoshiki im dritten Band eine größere Rolle spielen dürften. Bleiben noch vier Charaktere offen, deren Auftritt sich, abgesehen von Rückblicken, bisher auf das erste Kapitel des ersten Mangas beschränkt. Gerade Satoshi Mochida spielte aber bisher durch Erwähnungen eine wichtige Rolle und wird auch in der Charaktervorstellung am Anfang des Bandes als Held der Geschichte vorgestellt. Welche Rolle er im weiteren Verlauf der Handlung einnimmt, ist noch unklar.

Erneut brillieren die Zeichnungen von Toshimi Shinomiya gerade in grausigen und brutalen Szenen. Das fällt durch die gestiegene Härte des zweiten Bandes um so deutlicher auf und lässt die gesamte Qualität des Mangas höher erscheinen als noch beim Vorgänger. Genauso kann das Design der Charaktere, Leichen und Geister überzeugen. Auch die Mimik-Darstellung, die Handlungen und Dialoge perfekt unterstreichen, weiß zu gefallen. Toshimi Shinomiya gelingt es eine spannende, fesselnde, düstere und beklemmende Horror-Atmosphäre aufzubauen und das Grauen der Ereignisse toll in Szene zu setzen.

Fazit

Präsentierte sich Band eins von Corpse Party – Blood Covered noch wie eine klassische Grusel-Geschichte ohne härtere Horror-Elemente, nimmt die Geschichte im zweiten Manga eine klare Wendung. Deutlich härter, brutaler und düsterer werden die Ereignisse und erleben grausige Höhepunkte. Besonders Kapitel drei ist schockierend und sorgt für eine beklemmende Atmosphäre. Das Schicksal der Charaktere nimmt den Leser mit und fesselt zugleich an den Manga. Man möchte einfach wissen, was Naomi, Seiko und die anderen noch durchleben müssen. Damit steigert sich die Reihe im Vergleich zum Auftakt deutlich und es fällt schwer den Band aus der Hand zu legen. Ein spannender Cliffhanger weckt außerdem das Interesse an der Fortsetzung.

Kurzfazit: Spannende Fortsetzung, die düsterer, härter und schockierender ist als der Vorgänger und mit einer beklemmenden Horror-Atmosphäre unterhält.

Lesetipp: Rezension von Corpse Party – Blood Covered – Band 1

Details
Titel: Corpse Party – Blood Covered – Band 2
Genre: Horror, Mystery
Verlag: Egmont Manga
Story: Makoto Kedouin (TeamGrisGris)
Zeichnungen: Toshimi Shinomiya
Seiten: 194
Preis: 7,50 €
ISBN: 978-3-7704-8854-4
Verlagsseite: Corpse Party – Blood Covered – Band 2 bei Egmont Manga
Erscheinungsdatum: 03. Dezember 2015

Bilder Copyright Egmont Manga

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