Rezension: Crisis Core: Final Fantasy VII Reunion (Switch 2)

Soldier Zack Fair erfüllt in Crisis Core: Final Fantasy VII Reunion Missionen für den Konzern Shinra und wird in die Kämpfe um die Mako-Energie verwickelt.
Final Fantasy VII gehört zu den beliebtesten Teilen der Rollenspielreihe. Im Jahr 2003 wollt Square Enix auf dem Ruhm des 1997 erschienen JRPGs aufbauen und hat die Compilation of Final Fantasy VII ins Leben gerufen. Diese hat neben dem Sequel-Film Final Fantasy VII: Advent Children verschiedene Spiele hervorgebracht. Darunter das erstmals 2007 für die PlayStation Portable veröffentlichte Crisis Core: Final Fantasy VII. Bis zum 13. Dezember 2022 blieb das Prequel zum siebten Teil der Reihe dem ersten Sony-Handheld vorbehalten. Erst dann hat Square Enix mit Crisis Core: Final Fantasy VII Reunion eine Neuauflage für Switch, PlayStation 5, PlayStation 4, Xbox Series X|S, Xbox One und den PC veröffentlicht. Seit September 2026 ist zudem eine Switch-2-Version verfügbar.
Actionreiche Vorgeschichte
Crisis Core: Final Fantasy VII Reunion ist einige Jahre vor Final Fantasy VII angesiedelt und folgt dem Stufe-2-Soldier Zack Fair, der im Hauptspiel nur eine kleine Rolle einnimmt. Zack wird während seiner Arbeit für den Konzern Shinra erst in den Krieg gegen Wutai und schließlich in weitere Vorfälle, darunter teilweise auch für Final Fantasy VII wichtige Ereignisse, sowie den Kampf um die Mako-Energie verwickelt. Sein anfänglicher Auftrag ist es den abtrünnigen Stufe-1-Soldier Gensis zu finden. Neben Schauplätzen und Storyverweisen setzt Crisis Core ebenso auf aus Final Fantasy VII bekannte Figuren wie Sephiroth oder Aerith. Dazu gesellen sich Neulinge wie Zacks Freund und Mentor Angeal, der eine wichtige Rolle in der Geschichte einnimmt. Gerade aufgrund einiger Verbindungen zu Final Fantasy VII sind Spoiler zur Geschichte des Rollenspiel-Klassikers und dessen Remakes möglich.
Bei den Kämpfen geht Crisis Core einen anderen Weg als das originale Final Fantasy VII. Statt rundenbasierter Auseinandersetzungen, stellt ihr euch Gegnern in actionreichen Kämpfen. Damit ähnelt Crisis Core mehr den Remakes von Final Fantasy VII als dem ursprünglichen Rollenspiel. Zack führt auf Knopfdruck Angriffe aus, kann je nach ausgerüsteten Materia Zauber und Fähigkeiten einsetzen, abwehren und ausweichen. Eine Besonderheit stellen die oben links angezeigten, an Glücksspiele erinnernden Walzen dar. Bleiben diese mit einer identischen Zahlen- und/oder Bilderfolge stehen, werden bestimmte Effekte ausgelöst. Beispielsweise kosten Zauber kurzzeitig keine Magiepunkte oder ein Spezialangriff kann eingesetzt werden. Allerdings werden auch Levelaufstiege ausschließlich über die Walzen ausgelöst. Hat Zack ausreichend Erfahrungspunkte, die ihr nicht einsehen könnt, besteht die Chance, dass ihr einen Levelaufstieg bekommt – oder eben nicht. So ist es möglich, dass ihr in kurzer Zeit direkt mehrere Levelaufstiege gewährt bekommt oder aber über Stunden keinen. Ähnlich werden Materia und die damit verbundenen Zauber, Fähigkeiten und Esper aufgestuft. Grinding ist kaum zu vermeiden.
Linearer Ablauf
Ansonsten ist Crisis Core in aufeinander aufbauende Kapitel eingeteilt. Die Level sind meist linear, auch wenn einige Gebiete zumindest ein wenig Erkundung ermöglichen. Vorwiegend folgt ihr aber eurer aktuellen Aufgabe. Zusätzlich dürft ihr an Speicherpunkten jederzeit Missionen annehmen. Dabei handelt es sich um kleine Aufträge abseits der Geschichte. Nehmt ihr eine Mission an, werdet ihr direkt an den Handlungsschauplatz versetzt und erfüllt eure kurzweilige Aufgabe. Die Missionen sind, passend zur Handheld-Herkunft von Crisis Core, eher kurz gehalten. Das passt sehr gut und sorgt dafür, dass sich auch kleine Runden mit dem Action-Rollenspiel lohnen. Allerdings ist die Anzahl von etwa dreihundert Missionen deutlich übertrieben. Hilfreich sind sie aber nicht nur aufgrund des zusätzlichen Spielspaßes oder der Belohnungen, sondern auch, weil ihr Erfahrungspunkte und somit Levelaufstiege erspielen könnt. Das Grinding wird somit etwas erleichtert.
Ansonsten steht euch an Speicherpunkten jederzeit die Möglichkeit einzukaufen zur Verfügung. Außerdem tragen Mails zur Geschichte bei und fügen zusätzliche Kommunikation mit wichtigen Figuren hinzu. Grafisch kann Crisis Core die PSP-Herkunft zwar nicht ganz verbergen, es ist allerdings faszinierend, wie gut das Action-Rollenspiel aussieht. Schließlich handelt es sich bei der Reunion-Version um kein Remake, sondern ein Remaster, für das lediglich Grafiken deutlich aufgehübscht wurden. Das Ergebnis ist auch dank des leicht comichaften Stils wirklich gelungen. Besonders überzeugen kann die Optik, abgesehen von einigen veralteten Animationen im Qualitäts-Modus. Dieser läuft allerdings nur mit dreißig Bildern pro Sekunde. Im Performance-Modus wird eine Bildwiederholrate von sechzig erreicht. Diese kann in wenigen Szenen zwischen fünfzig und sechzig schwanken. Wirklich spürbare oder gar beeinträchtigende Framerate-Einbrüche oder Ruckler gibt es aber nicht. Zudem überzeugt das Rollenspiel mit einem stimmungsvollen Soundtrack, dichter Atmosphäre und einer guten englischen wie japanischen Vertonung. Eine deutsche Synchronisation liegt nicht vor, dafür sind die deutschen Texte gut gelungen.
Fazit
Schon auf der PSP hat mich Crisis Core: Final Fantasy VII an den Handheld gefesselt. Deshalb habe ich mich 2022 gefreut als das Action-Rollenspiel endlich eine Neuauflage spendiert bekommen hat. Dass diese nun auch noch als Switch-2-Version erschienen ist, ist sicherlich sinnvoll. Schließlich kann der Final-Fantasy-VII-Ableger durchaus von der besseren Technik der aktuellen Nintendo-Hybrid-Konsole profitieren. Bei Geschichte und Gameplay hat sich nichts verändert. Crisis Core erzählt die Vorgeschichte zu Final Fantasy VII und folgt Zack Fair, der als Soldier im Auftrag von Shinra den abtrünnigen Genesis sucht und dabei in den Kampf um die Mako-Energie verwickelt wird. Bekannte Schauplätze, Charaktere und Ereignisse schlagen eine Brücke zum einige Jahre später angesiedelten Final Fantasy VII. Die actionreichen Kämpfe, der eher lineare Aufbau und die vielen Missionen garantieren nicht nur reichlich Spielzeit, sondern wissen auch zu motivieren. Zudem weiß die Technik auf der Switch 2 trotz kleiner Einschränkungen zu überzeugen.
Kurzfazit: Großartige Neuauflage eines motivierenden und spaßigen Action-Rollenspiels, das auf der Switch 2 genauso überzeugt wie auf den anderen Systemen.
Vielen Dank an Square Enix für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Crisis Core: Final Fantasy VII Reunion!
Details
Titel: Crisis Core: Final Fantasy VII Reunion
Genre: Action-Rollenspiel
Publisher: Square Enix
Entwickler: Tose Co., Ltd., Square Enix (Original)
Spieler: 1
Syteme: Switch 2 (getestet), Switch, PlayStation 5, PlayStation 4, Xbox Series X|S, Xbox One, PC
Altersfreigabe: ab 6
Erscheinungsdatum (Switch 2): 09. September 2026
Erscheinungsdatum: 13. Dezember 2026
© SQUARE ENIX CHARACTER DESIGN: TETSUYA NOMURA






