Rezension: A Mangaka’s Weirdly Wonderful Workplace

Futami stellt sich in A Mangaka’s Weirdly Wonderful Workplace den Herausforderungen ihrer Arbeit als Mangaka und ihrem Alltag.
Endlich hat Nana Futami eine eigene Manga-Reihe. Allerdings bereiten ihr Deadlines, Kontakt zu ihrer Redakteurin und Zeichnungen viel Stress. Als sie endlich das Storyboard fertig hat, wagt sie sich nicht, es ihrer Redakteurin zu schicken. Schließlich ist es bereits spät nachts und wer weiß was die Schönheit so treibt. Mit ihren Fantasien geht sie ihrer Assistentin Mizuki Hazama gehörig auf die Nerven. Doch sie erweist sich als gute Freundin und lenkt Futamis Verhalten in die richtige Richtung. Aber das sind nicht die einzigen Probleme, mit denen sich Futami herumschlägt. Termine in der Redaktion, neue Mitarbeiterinnen oder Veranstaltungen in Buchhandlungen verlangen der unsicheren Mangaka alles ab. Unterstützt wird sie jedoch nicht nur von Ha-san, sondern auch von ihrer Redakteurin Sato und weiteren Freunden. Wird Futami als Mangaka bestehen können?
Charmant-witziger Mangaka-Alltag
Die Anime-Adaption von Kuzushiros Slice-of-Life-Comedy-Manga mit Girls-Love-Anspielungen beginnt bereits angenehm leichtgängig, witzig und charmant. Dabei zeigt die Serie direkt, wie eigenwillig Protagonistin Nana Futami ist. Statt ihrer Redakteurin Sato die fertigen Storyboards für ihren Manga trotz der nächtlichen Uhrzeit zu schicken, malt sie sich fantasievoll aus, was die Schönheit gerade möglicherweise treibt. Futamis Einfallsreichtum, gerade was Sato angeht, ist herrlich und kostet ihre Assistentin Mizuki Hazama, genannt Ha-san, einige Nerven. Allgemein ist Futamis Verhalten überaus witzig, was auch ihrer schüchternen Persönlichkeit und ihren Selbstzweifeln zu verdanken ist. Gleichzeitig wird Futami im Laufe der dreizehn Episoden als äußerst talentiert und vielschichtig präsentiert.
Allgemein lebt A Mangaka’s Weirdly Wonderful Workplace besonders von den liebenswerten Charakteren. Das sind neben Futami, Sato und Ha-san einige weitere Personen mit denen die Protagonistin in ihrem Alltag zu tun hat. Ob nun befreundete Mangaka, weitere Assistentinnen oder andere Redakteurinnen, jeder Charakter stellt eine Bereicherung für die Geschichte dar. Dabei nehmen Figuren wie Shogi-Expertin Toko oder Mangaka Nashida sehr zentrale und wichtige Rollen ein. Episode für Episode versteht es die Slice-of-Life-Comedy-Serie mit immer neuen Einfällen zu überraschen und die verschiedenen Charaktere dabei perfekt zu nutzen. Der großartige Humor sorgt dafür, dass es immer etwas zu Lachen oder Schmunzeln gibt, während die angenehme Alltagsstimmung ein leichtgängiges Genre-Erlebnis mit Gute-Laune-Effekt garantiert.
Selbst wenn sich Futami unerwarteten Herausforderungen stellen muss, sind diese kurzweilig in die Handlung eingeflochten. Dadurch bleiben dramatische Momente zwar weitgehend aus, vollständig darauf wird aber nicht verzichtet. Doch auch vermeintlich ernstere Momente werden stets witzig oder leichtgängig aufgelöst, so dass an der angenehmen und entspannten Atmosphäre nie wirklich gekratzt wird. Dafür sorgen auch die herrlichen Beziehungen der fast ausschließlich weiblichen Figuren inklusive verschiedener Girls-Love-Anspielungen. Letztere sorgen für eine zusätzliche Komponente und bringen manch vor Romantik knisternde Szene mit sich. Besonders zwischen Futami und Sato kommt es immer wieder zu vermeintlichen Flirts, die viel zur Wirkung der großartig geschriebenen Charaktere beitragen. Die schönen und flüssigen Animationen und die hochwertige japanische Vertonung runden die Slice-of-Life-Comedy-Serie gemeinsam mit den sehr guten deutschen Untertiteln ab. Aktuell ist keine deutsche Synchronisation vorhanden oder angekündigt. A Mangaka’s Weirdly Wonderful Workplace steht im japanischen Originalton mit deutschen Untertiteln auf Crunchyroll zum Stream bereit.
Fazit
A Mangaka’s Weirdly Wonderful Workplace gehört zu den besten Serien des Jahres 2025 und der vergangenen Herbst-Season. Die Slice-of-Life-Comedy-Serie ist nicht nur witzig und charmant, sondern verströmt einfach Gute Laune. Episode für Episode ist es ein großer Spaß Futami in ihrem Alltag als Mangaka zu begleiten und mit ihren zahlreichen Bekanntschaften Zeit zu verbringen. Ob die Mangaka an einem Storyboard arbeitet, mit ihrer Redakteurin Termine hat oder sich mit ihren Freundinnen unterhält, A Mangaka’s Weirdly Wonderful Workplace ist immer beste Genre-Unterhaltung. Stets fröhlich und amüsant, ist die Slice-of-Life-Comedy-Serie bestens zum entspannen geeignet. Die offensichtlichen Girls-Love-Elemente garantieren zusätzlichen Witz, ein wenig Romantik und fügen sich hervorragend in die Geschichte ein. Angesichts der noch nicht abgeschlossenen Manga-Vorlage, von der bisher leider nur anderthalb Bände als eBook auf deutsch erschienen sind, wäre eine zweite Staffel mehr als wünschenswert. Ebenso hat A Mangaka’s Weirdly Wonderful Workplace eine deutsche Synchronisation verdient. Unabhängig davon sollte sich kein Genre-Fans, die sich nicht an der japanischen Vertonung mit deutschen Untertiteln stören, Futamis Mangaka-Alltag entgehen lassen.
Kurzfazit: Witzige, entspannte und fröhliche Slice-of-Life-Comedy-Serie, die mit herrlichen Charakteren, großartigem Humor, leichten Girls-Love-Elementen und viel Charme spaßige Gute-Laune-Genre-Unterhaltung garantiert.
Details
Titel: A Mangaka’s Weirdly Wonderful Workplace
Originaltitel: Egao no Taenai Shokuba desu.
Genre: Slice of Life, Comedy
Regie: Kaoru Suzuki
Studio: Voil Inc.
Produktionsjahr: 2025
Laufzeit: ca. 312 Minuten
Sprachen: Japanisch
Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 14+
Erscheinungstermin: 06. Oktober 2025 bis 29. Dezember 2025
Streaming: A Mangaka’s Weirdly Wonderful Workplace bei Crunchyroll
©Kuzushiro,KODANSHA/“A Mangaka’s Weirdly Wonderful Workplace“ project
© Crunchyroll LLC.





