Rezension: Yuzu die kleine Tierärztin – Band 7 (Manga)

Yuzu unterstützt in Yuzu die kleine Tierärztin Band 7 Ikuko und stellt sich den Problemen weiterer Tiere und ihrer Besitzer.
In den Sommerferien ist Yuzu mit ihrem Onkel zu Besuch auf einem Bauernhof. Dort hat sie sich mit Ikuko, der Tochter der Besitzer des Hofs, angefreundet. Als es zu einem Konflikt bezüglich Ikukos Arbeit auf dem Bauernhof kommt, führt das zu einem Streit mit ihren Eltern. Während Yuzu versucht zu verstehen, was in Iku-chan vor sich geht, kommt es bei den Kühen zu einem Problem. Doch Yuzu ist alleine. Kann Ikuko sie unterstützen? Außerdem lernt Yuzu ihre ein Jahr jüngere Mitschülerin Hasegawa und deren namenlosen Dackel kennen. Hasegawas Entscheidung, ihrem Hund aus Überzeugung keinen Namen aufzuzwingen, führt schließlich zu seinem großen Problem. Außerdem befasst sich Yuzu mit der Katze ihres künstlerisch begabten Mitschülers Kiryu und sie muss sich mit dem aggressiven Hund Ace auseinandersetzen.
Finale Aufgaben der kleinen Tierärztin
Yuzu die kleine Tierärztin Band 7 greift das Ende des Vorgängers direkt auf. Nach der Begegnung mit Ikukos Klassenkameradinnen, ist es zum Streit zwischen ihr und ihren Eltern gekommen. Yuzu möchte Ikuko unterstützen, doch diese verweigert sich weiterhin der Arbeit auf dem Hof. Damit folgt der Slice-of-Life-Manga den gewohnten Pfaden und setzt auf Drama- sowie Coming-of-Age-Elemente. So müssen sich Yuzu und Ikuko bald zu zweit einer großen Herausforderung stellen, die den Blick auf die Arbeit auf dem Bauernhof und mit den Kühen noch einmal ein wenig anders dastehen lässt. Zwar bleibt die Geschichte dabei gewohnt etwas seicht, ist aber zugleich angenehm leichtgängig und unterhaltsam.
Ähnlich kurzweilig geht es in den weiteren Kapiteln des siebten Bandes weiter. Yuzu bekommt es wieder mit verschiedenen Tieren, ihren Besitzern und deren Problemen zu tun. So erfährt sie gemeinsam mit ihrer jüngeren Mitschülerin Hasegawa, wie wichtig der Name für einen Hund ist. Hiryu aus Yuzus Parallelklasse zeigt hingegen, dass zu viel Liebe und Aufmerksamkeit bis zur Selbstaufgabe auch bei einem kranken Tier schädlich sein kann. Damit spricht Yuzu die kleine Tierärztin Band 7 wieder wichtige und ernste Themen an und verarbeitet sie angemessen bodenständig, wenn auch in Teilen ein wenig konstruiert und klischeehaft. Gerade angesichts der jungen Zielgruppe, ist das aber sinnvoll und keineswegs schädlich.
Das zeigt sich besonders beim finalen Handlungsbogen der Slice-of-Life-Manga-Reihe, die mit dem siebten Band endet. In diesem wird ein Hund in schlechtem Zustand vom Tierschutzverein in die Tierklinik gebracht. Hund Ace ist Menschen gegenüber misstrauisch und aggressiv. Schon wenn jemand im Raum ist, bellt er. Beim Umgang mit Ace zeigt sich wunderbar, wie stark sich Yuzu seit dem ersten Band entwickelt hat. Gleichzeitig wird noch einmal das Thema der Vernachlässigung und des richtigen Umgangs mit einem verängstigten Hundes aufgegriffen. Zwar ist dabei einiges vereinfacht, an der gleichermaßen kurzweiligen wie ernsten Stimmung ändert das aber nichts. Zudem erhält die Coming-of-Age- und Slice-of-Life-Reihe einen gelungenen Abschluss. Offen ist aktuell noch, ob die dreiteilige Nachfolger-Reihe ebenfalls bei Carlsen Manga auf deutsch erscheint.
Fazit
Yuzu die kleine Tierärztin Band 7 setzt zum Finale der Slice-of-Life- und Coming-of-Age-Reihe noch einmal auf die bekannte Erzählweise. So wird der längere Handlungsbogen um Yuzus Aufenthalt auf dem Bauernhof sowie Ikuko aufgelöst. Außerdem befasst sich Yuzu mit drei weiteren tierischen Patienten. Das ist abwechslungsreich, kurzweilig und zeigt eine gelungene Mischung aus ernst und bodenständig. Zwar bleibt der Manga teilweise seicht und konstruiert, negativ ist das aber gerade angesichts der jungen Zielgruppe nicht. Vielmehr funktioniert die Geschichte sehr gut und vermittelt neben schönen Geschichten rund um Tiere auch den richtigen Umgang mit ihnen. Wer die Vorgänger gerne gelesen hat, kann deshalb bedenkenlos zugreifen. Angesichts der Hinweise zum Ende, bleibt zu hoffen, dass die Nachfolge-Reihe ebenfalls auf deutsch erscheint.
Kurzfazit: Abwechslungsreiches Finale, das die Slice-of-Life- und Coming-of-Age-Geschichte gut abschließt und kurzweiligen Genre-Lesespaß bietet.
Reihenfazit: Grundschülerin Yuzu mag Tiere nicht sonderlich und hat Angst vor ihnen. Als ihre Mutter ins Krankenhaus muss, soll Yuzu bei ihrem Onkel Akihito leben. Dieser leitet eine kleine Tierklinik und Yuzu soll ihm dort helfen. Während sich die Fünftklässlerin mit den tierischen Patienten, ihren Besitzern und deren Problemen auseinandersetzt, öffnet sie sich langsam Hunden, Katzen und all den anderen Haustieren. Obwohl Yuzu die kleine Tierärztin oft seicht ist und manchmal konstruierte Wendungen hat, verstehen es die sieben Bände angenehme, kurzweilige und ausreichend ernste Genre-Unterhaltung zu bieten. Dabei profitiert die Reihe von niedlichen Tieren und der für Haustierbesitzer oftmals nachvollziehbaren Verhaltensweise von diesen. Damit ist Yuzu die kleine Tierärztin vielleicht nicht perfekt, aber trotzdem ein kurzweiliger, niedlicher und charmanter Lesespaß, der sich auch für eine jüngere Zielgruppe eignet.
Vielen Dank an Carlsen Manga für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Yuzu die kleine Tierärztin – Band 7!
Details
Titel: Yuzu die kleine Tierärztin – Band 7
Originaltitel: Yuzu no Dōbutsu Karte: Kochira Wan Nyan Dōbutsu Byōin
Genre: Slice of Life, Drama
Verlag: Carlsen Manga
Mangaka: Mingo Ito
Seiten: 160
Preis: 7,00 €
ISBN: 978-3-551-80298-9
Verlagsseite: Yuzu die kleine Tierärztin – Band 7 bei Carlsen Manga
Erscheinungsdatum: 02. Dezember 2025
© 2019 Mingo Ito / Nippon Columbia Co., Ltd.
© 2025 Carlsen Verlag GmbH
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