Rezension: Sekirei – Gesamtausgabe (Blu-ray)

Minato Sahashi gerät in Sekirei Staffel 1 durch die Begegnung mit der mysteriösen Musubi in ein gefährliches Spiel der mächtigen MBI-Corporation.

Zum zweiten Mal ist Minato Sahashi an der Aufnahmeprüfung für die Universität in Shinto Teito, der japanischen Hauptstadt, gescheitert. Das bringt ihm nicht nur den Ärger seiner Mutter ein, sondern auch reichlich Frust. Als er in der Stadt unterwegs ist, fällt ihm buchstäblich die geheimnisvolle und schöne Musubi auf den Kopf. Von Blitze werfenden Frauen verfolgt, zerrt Musubi Minato mit sich und wählt ihn kurz darauf als ihren Ashikabi, eine Art Meister, der über seine Kräfte mit den Sekirei verbinden kann. Mit einem Kuss lässt sich Musubi von Minato beflügeln und kann fortan noch mehr ihrer Stärke nutzen. Allerdings gerät Minato dadurch in den gefährlichen Kampf der Sekirei, der unter der Kontrolle der mächtigen MBI-Corporation in Shinto Teito stattfindet. Schon bald trifft Minato weitere Sekirei, wodurch sein Leben noch komplizierter wird.

Beflügelte Kämpferinnen

Sekirei gehört zu den bekannten Action-Ecchi-Comedy-Anime-Serien und ist im Genre fast als moderner Klassiker zu bezeichnen. Die erstmals in der Sommer-Season 2008 im japanischen Fernsehen ausgestrahlten zwölf Episoden der ersten Staffel basieren auf der gleichnamigen, bisher auf deutsch nicht erhältlichen, Manga-Reihe von Sakurako Gokurakuin. Angesiedelt in einem alternativen Japan, in dem die Hauptstadt Shinto Teito heißt und zu Beginn der Serie bereits unter dem Einfluss der mächtigen MBI-Corporation steht, erzählt Sekirei von einem im Geheimen stattfindenden Turnier. In diesem treten mächtige Wesen, genannt Sekirei, gegeneinander an, bis nur noch eines von ihnen übrig ist. Bevor das Spiel jedoch in seine heiße Phase übergehen kann, müssen die 108 Sekirei von sogenannten Ashikabi, ihren künftigen Meistern, beflügelt werden.

Der Fokus der Geschichte liegt auf Minato Sahashi, der zum zweiten Mal durch die Aufnahmeprüfung der Universität gefallen ist. Perspektivlos und mit gekürzter Unterstützung seiner Mutter trifft er die geheimnisvolle Musubi, muss mit ihr vor Angreiferinnen fliehen und wird schließlich von ihr zum Ashikabi erwählt. Damit verändert sich Minatos Leben deutlich. Er verliert seine Wohnung und muss mit Musubi eine neue Bleibe suchen. Außerdem wird er in das gefährliche Spiel der MBI-Corporation verwickelt. Erwartet aber gerade in der ersten Hälfte von Sekirei nicht zu viel Action oder gar große Wendungen. Vielmehr konzentriert sich die Serie für einige Episoden auf den Aufbau der Ausgangslage für das bevorstehende Turnier. So trifft Minato weitere Sekirei und wird ihr Ashikabi. Außerdem werden weitere Figuren in Stellung gebracht.

Freizügige Kämpferinnen

Natürlich ist das alles mit der Konfrontation zwischen den Sekirei sowie einigen Geheimnissen angereichert. Vor allem setzt Sekirei aber auf eine seichte Geschichte mit genre-typischen, gelungenen Humor und reichlich nackten Tatsachen. Fast jede Gelegenheit wird genutzt, um einen Blick unter die Röcke der hübschen, meist vollbusigen weiblichen Charaktere zu gewähren. Da die meisten Sekirei zudem Frauen sind, dienen auch die Kämpfe dazu, reichlich Fanservice zu bieten. So verlieren sie bei den Kämpfen stets ihre Kleidung, wodurch sie nur noch in Unterwäsche oder nackt sind. Immerhin sind die meisten Sekirei darauf bedacht, trotzdem ihre Züchtigkeit zu wahren und versuchen, ihre Brüste zu verdecken. Allerdings nutzt die Action-Ecchi-Comedy-Anime-Serie auch weitere Gelegenheiten, um Nacktheit in die Geschichte einzubauen. Sei es freizügiges Schlafen oder regelmäßige Badeszenen, Minato wird immer wieder mit dem Anblick der unbekleideten Körper von Musubi und den anderen konfrontiert, was ihn oftmals an den Rand seiner Kräfte bringt. Hier greift der Humor der Serie, der in Einklang mit der leichtgängigen Stimmung und der Geschichte genau das richtige Maß an Auflockerung garantiert.

Wirklich herausstechend ist Sekirei aus heutiger Sicht nicht. Viele Elemente sind genre-typisch. Allerdings ist das nicht zwingend negativ, da die zwölf Episoden mit der Mischung aus Humor, Ecchi-Elementen, Action, sympathischen Charakteren und seichter Geschichte stets gut unterhält. Zudem nimmt sich Sekirei nicht wirklich ernst, stellt manche Situationen bewusst überzeichnet dar und entschärft dadurch so manches Klischee oder vorhandene Stereotypen. Damit gehört die erste Staffel zu den vielleicht besten Genrevertretern, was auch Minato, Musubi und den anderen zu verdanken ist. Es fällt leicht, die Haupt- und Nebencharaktere ins Herz zu schließen und mit ihnen zu fiebern. Zudem fallen nicht einmal die vermeintlich typischen Antagonisten wirklich nervig oder störend auf. Damit kann die trotz ihres Alters optisch noch immer überzeugende, wenn auch nicht immer perfekt animierte Action-Ecchi-Comedy-Anime-Serie bis zum gelungenen Staffelende motivieren und unterhalten. Angesichts der eindeutig nicht abgeschlossenen Geschichte, ist es umso besser, dass mit Sekirei: Pure Engagement eine Neuveröffentlichung der zweiten Staffel bereits für Anfang April angekündigt ist.

Fazit

Sekirei hat mir schon als ich die Serie vor einigen Jahren gesehen habe gefallen. Die Action-Ecchi-Comedy-Anime-Serie schafft es trotz ihrer zahlreichen Genre-Standards, Stereotypen und Klischees angenehm kurzweilig, locker und abwechslungsreich zu bleiben. Zwar fällt die Geschichte eher seicht aus und braucht ein wenig um wirklich anzuziehen, doch auch der Alltag von Minato, Musubi und den anderen hat mich wieder gut unterhalten. Es ist spaßig, die sympathischen und eigenwilligen Charaktere zu begleiten und mitzuerleben, was Minato als nächstes erwartet. Dabei setzt Sekirei auf sehr präsente Ecchi-Elemente und präsentiert entsprechend die gut gebauten weiblichen Figuren regelmäßig nackt. Auf anzügliche Erotik oder gar sexuelle Inhalte verzichtet die Serie aber fast vollständig. Dafür dürfen Standards wie Nasenbluten aus Erregung genauso wenig fehlen wie unbewusste Freizügigkeit oder ein nicht vorhandenes Schamgefühl. In Einklang mit dem lockeren Humor, der gut inszenierten Action und der grundsätzlich interessanten Geschichte, fallen die Ecchi-Elemente trotz ihrer Häufigkeit nicht negativ auf. Vielmehr gehören sie einfach zu Sekirei dazu. Letztlich verstehen es die zwölf Episoden bis zum gelungenen Staffelende stets zu unterhalten und Neugier bezüglich der Fortsetzung, die ich leider nie gesehen habe, zu wecken. Als Bonus ist außerdem die ausschließlich hier etwa zehn Minuten lange OVA „Meine erste Besorgung“ im japanischen Originalton mit Untertiteln enthalten. Genre-Fans sollten sich die Gelegenheit, Sekirei nachzuholen oder erneut anzusehen, nicht entgehen lassen.

Kurzfazit: Unterhaltsame Action-Ecchi-Comedy-Anime-Serie, die eine seichte, aber interessante Geschichte, sympathische Figuren, lockerem Humor, gut inszenierter Action und reichlich Fanservice erzählt.

Vielen Dank an Hardball Films für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Sekirei – Gesamtausgabe!

Details
Titel: Sekirei – Gesamtausgabe
Originaltitel: Sekirei
Genre: Action, Ecchi, Comedy, Harem
Regie: Keizō Kusakawa
Studio: Seven Arcs Ltd.
Produktionsjahr: 2008
Laufzeit: ca. 311 Minuten
Sprachen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Extras: Bonus-Episode, Booklet, Art Card
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 16
Erscheinungstermin: 06. März 2026
Herstellerseite: Sekirei – Gesamtausgabe (Blu-ray) bei Hardball Films

© Sakurako Gokurakuin / Square Enix, Sekirei Project
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