Rezension: Solo: A Star Wars Story (Comic)

Solo: A Star Wars Story adaptiert den gleichnamigen Film über den jungen Han Solo und ergänzt die Geschichte mit weiteren Szenen.

Wie für Star-Wars-Filme üblich hat sich Marvel auch des zweiten Spin-offs Solo: A Star Wars Story angenommen und von Oktober 2018 bis April 2019 eine siebenteilige Comic-Umsetzung veröffentlicht. Der Sammelband fasst die Einzelhefte zusammen und folgt der Geschichte des jungen Han Solo. Von seinen Anfängen auf Corellia gemeinsam mit Qi’ra über seine erste Begegnung mit Chewbacca und seine Bekannschaft mit Tobias Beckett bis hin zum großen Coup für das Verbrechersyndikat Crimson Dawn. Autor Robbie Thompson bautzusätzliche Szenen in die Handlung des Filmromans ein.

Herkunft eines Schurken

Autor Robbie Thompson und Zeichner Will Sliney fangen den zweiten A-Star-Wars-Story-Film gut in Comicform ein. Flüssig und spannend erzählt, kann die bekannte Geschichte des jungen Han Solo nacherlebt werden. Dabei liegt der Fokus auf einer weitgehend originalgetreuen Adaption Kürzungen wie bei den brasilianischen Comic-Umsetzungen sind nicht vorhanden. Außerdem fällt der Zeichenstil weniger cartoonhaft aus. Die Zeichnungen von Will Sliney fangen in einem recht typischen Stil Charaktere und Szenen gut ein und hinterlassen einen positiven Eindruck. Lediglich manche Figuren wirken selten etwas seltsam und weichen dabei zu stark von ihrer Filmvorlage ab. Etwas weniger gelungen sind die Actionszenen. Diese können mitunter etwas chaotisch anmuten und schaden dadurch dem sonst angenehmen Lesefluss des Sammelbands.

Immerhin geht das nicht zu Lasten des Unterhaltungswerts, den Solo: A Star Wars Story als Comic weiterhin hat. Wer den Film mochte, dürfte auch mit der Comicvariante von Han Solos Ursprungsgeschichte mehr als zufrieden sein. Als positive und sinnvoll Ergänzung stellen sich die zusätzlichen Szenen, die auf dem Filmroman basieren, heraus. Es werden weitere Einblicke in Han Solos Werdegang ermöglicht. Etwa wird deutlicher, weshalb er statt imperialer Pilot zu werden, am Ende als einfacher Infanterist auf Mimban landet. Gerade für all jene Leser, die den Filmroman nicht kennen, sind die zusätzlichen Szenen ein schöner Bonus, der sich gut in die Geschichte einfügt und dem Comic einen gewissen Mehrwert verleiht. Aufgrund der sehr gut umgesetzten Filmhandlung eignet sich Solo: A Star Wars Story sowohl für all jene, die den Film gerne gesehen haben, als auch Star-Wars-Fans, die die Geschichte des jungen Han Solo lieber auf andere Weise erleben möchten.

Fazit

Solo: A Star Wars Story ist in vielerlei Hinsicht eine typische Comic-Adaption eines Star-Wars-Films. Autor Robbie Thompson und Zeichner Will Sliney fangen Geschichte, Charaktere und Atmosphäre der Vorlage sehr gut ein und ergänzen diese auf sinnvolle Weise mit zusätzlichen Szenen des Filmromans. Damit hat mich der Sammelband nicht nur mit der bekannten Filmhandlung unterhalten, sondern mir auch etwas Mehrwert geboten. Die manchmal nicht so gelungenen Gesichter und etwas chaotischen Actionszenen schaden dem Lesespaß nur bedingt. Star-Wars-Fans, die den jungen Han Solo mögen, können bedenkenlos zugreifen.

Kurzfazit: Gelungene Comic-Adaption von Solo: A Star Wars Story, die sinnvoll um zusätzliche Szenen erweitert ist.

Vielen Dank an Panini für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Solo: A Star Wars Story!

Details
Titel: Solo: A Star Wars Story
Originaltitel:
Genre: Science-Fiction
Verlag: Panini
Autor: Robbbie Thompson
Zeichner: Will Sliney
Seiten: 176
Preis: 20,00 €
Verlagsseite: Solo: A Star Wars Story bei Panini Comics
Erscheinungsdatum: 27.August 2019

© Panini/Marvel/Disney/Lucasfilm