Rezension: Red Bow: Strange Dream (Switch)

Auf der Suche nach ihrer Mutter gerät Roh in Red Bow: Strange Dream in die Geisterwelt und muss einen Weg zurück nach Hause finden.
Bei Red Bow: Strange Dream handelt es sich um eine eigenständige Fortsetzung des 2020 erschienenen Red Bow. Erneut folgt die Geschichte der jungen Roh, die von einem Geräusch aus dem Schlaf gerissen wird und sich auf die Suche nach ihrer verschwundenen Mutter begibt. Als sie dafür die Wohnung verlässt, findet sie sich auf einer verlassenen Straße wieder und trifft an deren Ende ein seltsames Wesen. Kurz darauf erfährt Roh, dass sie in der Geisterwelt ist und versucht alles, um diese wieder verlassen zu können.
Storylastiges Adventure
Wie schon Red Bow, Ashina: The Red Witch oder My Big Sister setzt Red Bow: Strange Dream auf ein einfaches Adventure-Gameplay. Aus der Top-Down-Perspektive gilt es die in Pixeloptik gehaltenen Umgebungen zu erkunden, Gegenstände einzusammeln und kleine Rätsel zu lösen. Allzu komplex oder herausfordernd wird das Adventure dabei nie. Ebenso fällt die Spielwelt mit einigen wenigen Orten, die Roh besuchen kann, überschaubar aus. Das ist allerdings nicht negativ, da die stimmungsvoll erzählte Geschichte im Mittelpunkt steht.
Es ist Rohs Reise durch die Geisterwelt, ihre Begegnungen mit skurrilen Wesen, ihr Handeln im Angesicht der Schrecken und das Erleben der Geschichte, die Red Bow: Strange Dream auszeichnet. Umso wichtiger ist es, dass die Charaktere, denen ihr im Laufe der Geschichte begegnet, gut funktionieren, aber auch gut geschrieben sind. Hier besteht sogar teilweise die Möglichkeit, unterschiedliche Lösungen bei den Problemen der verschiedenen Charaktere anzuwenden, was genauso wie das Finden bestimmter Items Einfluss auf das Ende haben kann.
Allzu große Abweichungen auf die Handlungen sind allerdings nicht möglich und auch das Ende fällt, abgesehen von kleinen Details, stets identisch aus. Störend ist das angesichts der dichten Atmosphäre und der durchaus interessanten Geschichte nicht. Zumal Red Bow: Strange Dream nach ein bis zwei Stunden beendet ist. Das ist nicht lange, bleibt dafür aber durchgehend spaßig. Dazu trägt neben der schicken Pixeloptik der stimmige Soundtrack genauso viel bei wie die dichte Atmosphäre. Damit ist Red Bow: Strange Dream ein kurzes, aber unterhaltsames wie packendes Mystery-Horror-Adventure.
Fazit
Obwohl die Spiele von Stranga Games immer kleinere Macken und meist eine überschaubare Spielzeit haben, freue ich mich auf jede neue Veröffentlichung des Indie-Studios. Besonders wenn das Universum über die Geisterwelt und Roh weiter ausgebaut wird. Red Bow: Strange Dream interpretiert das ursprüngliche Red Bow neu und hat mich vor allem mit der zwar etwas simplen, dafür aber stimmungsvollen Geschichte unterhalten. Das Gameplay ist eher einfach, was dem Spielspaß aber nicht schadet. Mit etwa ein bis zwei Stunden ist die Spielzeit ideal und es kommt nie Langeweile auf. Fans der Strange-Spiele und kurzer, atmosphärischer Adventure sollten Red Bow: Strange Dream eine Chance geben.
Kurzfazit: Kurzes, aber stimmungsvolles Adventure, das das einfache Gameplay mit interessanter Geschichte und dichter Atmosphäre ausgleicht.
Vielen Dank an GrabTheGames & Stranga Games für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Red Bow: Strange Dream!
Details
Titel: Red Bow: Strange Dream
Genre: Adventure
Publisher: GrabTheGames
Entwickler: Stranga Games
Spieler: 1
Syteme: PC (getestet)
Altersfreigabe: ab 16
Erscheinungsdatum: 12. Dezember 2025
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