Rezension: The Guy She Was Interested in Wasn’t a Guy at All – Band 3 (Manga)

Erst Eifersucht, dann ein Festival und schließlich eine Enthüllung, beeinflussen die Beziehung von Aya und Mitsuki in The Guy She Was Interested in Wasn’t a Guy at All Band 3.

Dank Ayas Inspiration und Beistand konnte Mitsuki endlich ihr erstes eigenes Lied fertigstellen. Aya ist begeistert, schließlich hat der Song das gewisse Etwas. Deshalb ist Aya überzeugt, dass Mitsuki damit erfolgreich wäre. Allerdings kommt es durch eine Unachtsamkeit zu einem Unfall und Mitsuki ist vorerst an Krücken gebunden. Von Schuldgefühlen erfüllt, ist Aya entschlossen, ihr bei allem nötigen zu helfen. Eine Aussage von Aya weckt jedoch Mitsukis Eifersucht – auf sich selbst oder vielmehr ihre Erscheinung als vermeintlicher Mann, für die Aya noch immer schwärmt. Kurz darauf ergibt sich für die beiden Freundinnen, gemeinsam mit Joe, Kanna und Narita ein Festival zu besuchen. Als schließlich ein Video von Mitsuki, wie sie singt, viral geht, belastet die Aufmerksamkeit, die sie in der Schule plötzlich bekommt, die Freundschaft zu Aya.

Musikalische Schwierigkeiten

The Guy She Was Interested in Wasn’t a Guy at All Band 3 greift direkt das Ende des Vorgängers auf. Nachdem Aya das erste Lied von Mitsuik gehört hat, ist sie begeistert. Aber Mitsuki hat nicht vor, das Lied irgendwie zu veröffentlichen. Schon für das Vorspielen für Aya musste sie all ihren Mut zusammennehmen. Doch Aya ist sicher, dass das Lied erfolgreich werden könnte. Das führt zu einer Unachtsamkeit, in deren Folge sich Mitsuki verletzt, was ihr anschließend noch mehr Aufmerksamkeit von Aya einbringt. Ein guter Einstieg, um die Beziehung der beiden Freundinnen relativ natürlich auszubauen. Hier spielt sogar Mitsukis Erscheinung im Plattenladen, wodurch Aya sie erst für einen jungen Mann gehalten hat, eine Rolle. Schließlich entwickelt Mitsuki plötzlich Eifersucht, weil Aya über „ihn“ spricht. Das ist witzig erzählt und zeigt sehr gut, wie nah sich die beiden Freundinnen bereits stehen, es selbst aber nicht vollständig begreifen.

Anschließend steht ein Festivalbesuch an, der ebenfalls genutzt wird, um das romantische Knistern zwischen den Protagonistinnen weiter zu fördern. Gleichzeitig wird auch die seltsame Beziehung zwischen Joe und seiner sehr präsenten Ex-Freundin Kanna ausgebaut. Damit setzt The Guy She Was Interested in Wasn’t a Guy at All Band 3 gleichermaßen auf die gefühlvolle und romantische Ebene als auch auf den leichtgängigen Alltag der Charaktere. Nach etwa einem Drittel kommt es jedoch zu einer entscheidenden Wendung, die den restlichen Manga spürbar beeinflusst: ein Video von Mitsukis Gesang im Park geht viral. Fortan ist sie in ihrer Schule bekannt und zieht Aufmerksamkeit auf sich, was wiederum unerwartete Folgen hat. Besonders wichtig ist dabei, wie stark die Entwicklungen die Beziehung und Freundschaft von Aya und Mitsuki belastet.

Das fällt auch dank der sehr gut eingebundenen Nebenfiguren stark auf. Narita, Joe, Kanna, Chizuru und Mao nehmen sehr wichtige Rollen ein und haben großen Einfluss auf die beiden Protagonistinnen. Besonders Aya wird von ihren anderen Freundinnen beeinflusst. Einige sehr amüsant inszenierte Szenen unterstreichen zudem die Bedeutung der Ereignisse zusätzlich. Dabei setzt der Girls-Love-Slice-of-Life-Romantik-Manga auf die übliche Erzählweise in Kapiteln, die in mehrere Unterkapitel aufgeteilt sind. Das sorgt immer wieder für handlungstechnische Höhepunkte und trägt viel zur Wirkung der Geschichte bei. Gleichzeitig sind es die vielleicht nicht immer logisch oder nachvollziehbaren, dafür umso menschlicheren und natürlichen Verhaltensweisen der Charaktere, die The Guy She Was Interested in Wasn’t a Guy at All Band 3 zu einem so angenehmen, entspannten und gefühlvollen Leseerlebnis werden lassen. Bis zum offenen Ende, das den Wunsch weckt möglichst bald weiterlesen zu können, ist der Manga damit sehr abwechslungsreich und versteht es, Charaktere und Geschichte weiterzuentwickeln und mit beidem zu fesseln.

Fazit

Erneut mussten Fans mehrere Monate auf die Fortsetzung von The Guy She Was Interested in Wasn’t a Guy at All warten. Der dritte Band, der in Japan bisher ebenfalls drei Bände umfassenden Girls-Love-Slice-of-Life-Romantik-Manga-Reihe, hat mich sofort wieder gepackt. Schon die ersten Seiten stecken wieder voller Charme, dass ich den Manga unmöglich aus der Hand legen konnte. Unbedingt wollte ich erfahren, was Aya und Mitsuki zusammen erleben, wie es mit ihnen weitergeht und ob sie sich näherkommen. Wendungen und Enthüllungen sorgen für noch mehr Spannung und tragen natürlich dazu bei, dass die Beziehung der Protagonistinnen belastet ist. Spannender wird The Guy She Was Interested in Wasn’t a Guy at All Band 3 in der zweiten Hälfte. Hier zeigt sich zwar, wie nah sich Aya und Mitsuki eigentlich stehen, aber genau deshalb haben sie auch massive Probleme im Umgang miteinander. Die großartig geschriebenen Nebenfiguren haben ebenfalls viel Anteil an der erstklassig inszenierten Geschichte. Bis zum Ende hat mich The Guy She Was Interested in Wasn’t a Guy at All Band 3 nicht mehr losgelassen und ich kann es kaum erwarten, den Nachfolger zu lesen. Wer die Vorgänger gelesen hat, muss unbedingt wieder zugreifen. Alle anderen Genre-Fans sollten die Gelegenheit nutzen, in die Reihe einzusteigen.

Kurzfazit: Stimmungsvoller Girls-Love-Slice-of-Life-Romantik-Manga, der eine abwechslungs- und wendungsreiche Geschichte mit großartig geschriebenen Charakteren und erstklassiger Inszenierung erzählt und herausragenden Genre-Lesespaß garantiert.

Vielen Dank an Carlsen Manga für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Guy She Was Interested in Wasn’t a Guy at All – Band 3!

Details
Titel: The Guy She Was Interested in Wasn’t a Guy at All – Band 3
Originaltitel: Kininatteru Hito ga Otoko ja Nakatta
Genre: Romantik, Comedy, Slice of Life, Girls Love
Verlag: Hayabusa
Mangaka: Sumiko Arai
Seiten: 176
Preis: 15,00 €
ISBN: 978-3-551-62491-8
Verlagsseite: The Guy She Was Interested in Wasn’t a Guy at All – Band 3 bei Carlsen Manga
Erscheinungsdatum: 02. Dezember 2025

© 2025 Sumiko Arai / Kadokawa Corporation
© 2025 Carlsen Verlag GmbH

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