Rezension: Vlad Circus: Curse of Asmodeus (Switch)
Josef versucht in Vlad Circus: Curse of Asmodeus, seine Vergangenheit zu ergründen und einem schrecklichen Gefängnis zu entkommen.
Zwei Jahre nach Vlad Circus: Descend Into Madness kehrt Entwicklerstudio Indiesruption in die düstere Welt des Adventures zurück. Vlad Circus: Curse of Asmodeus ist gleichzeitig Vor- und Nebengeschichte zum Vorgänger, funktioniert aber komplett eigenständig. Erzählt werden die Ereignisse in zwei Zeitebenen, die Josefs Gegenwart und die Ereignisse, die zu seinem erschreckenden Schicksal geführt haben, offenbaren. Dabei setzt Indiesruption wieder auf den Pixel-Art-Stil des Vorgängers und erschafft eine düstere, beklemmende Atmosphäre, die viel von der Soundkulisse und Musikuntermalung lebt. Auffällig ist jedoch die nicht immer fehlerfreie deutsche Übersetzung.
Entstellt und gefangen
Ohne Erinnerungen an die letzten Tage, nicht fähig zu sprechen und mit entstelltem Gesicht, wacht Josef Petrescu in einem dunklen Raum auf. Wo ist er? Wie ist er hierher gekommen? Und wie kann er von diesem Ort entkommen? Auf seiner Suche nach einem Ausweg, muss er sich einigen Rätseln stellen und erinnert sich langsam an die Ereignisse der letzten zweiundsiebzig Stunden. Auf der Suche nach seinem Bruder Vlad und dessen Zirkus, ist Josef in das abgelegene San Reno gereist.
Die beiden Zeitebenen nehmen in Vlad Circus: Curse of Asmodeus ungefähr einen ähnlichen Umfang ein. Um Erinnerungen zu erlangen, muss sich Josef in Spiegeln betrachten, weshalb der Handlungsverlauf diesbezüglich linear ist. Allerdings habt ihr die Möglichkeit in den finsteren Gewölben, in denen Josef in der Gegenwart gefangen ist, zumindest ein wenig freier zu agieren. Zwar müsst ihr alle Bereiche erkunden, die Reihenfolge ist aber nicht immer vorgegeben. Wirkliche spielerische Freiheit ist das zwar nicht, aber dadurch wird die Gefahr vermieden, in einer Sackgasse zu landen. Allgemein setzt das Adventure auf eine strikte Erzählweise. Seltene Möglichkeiten von Josefs Ableben werden mit fairen Speicherpunkten ausgeglichen, so dass kein Frust aufkommt.
Beim Spielablauf gestaltet sich Vlad Circus: Curse of Asmodeus recht klassisch. Als Josef erkundet ihr die Umgebungen von Gegenwart und Vergangenheit, führt Gespräche und sammelt Gegenstände ein. Letztere müssen miteinander kombiniert und/oder am richtigen Ort verwendet werden. Die Rätsel fallen ordentlich aus und stellen euch vor die ein oder andere Kopfnuss, während andere Lösungen sofort offensichtlich sind. Kleinere, simple Quick-Time-Events lockern das Geschehen ein wenig auf. Damit sticht das Gameplay im Genre zwar nicht heraus, das ist angesichts der dichten Horror-Atmosphäre und der spannenden Geschichte mit gelungenem Ende aber auch nicht notwendig. Vlad Circus: Curse of Asmodeus motiviert mit der Mischung aus Gameplay, Geschichte, Atmosphäre und Pixel-Art-Grafik bis zum gelungenen Ende.
Fazit
Vlad Circus: Curse of Asmodeus überzeugt vor allem mit der dichten Atmosphäre und der durchaus spannenden Geschichte. Die schicke und düstere Pixel-Art-Grafik erschafft in Einklang mit der stimmungsvollen Soundkulisse und Musikuntermalung ein packendes Spielgefühl, das kleine Schwächen problemlos ausgleicht. Dabei erlaubt sich Vlad Circus: Curse of Asmodeus keine wirklichen Macken, ohne spielerisch mit großen Höhepunkten zu bestechen. Das Gameplay ist durchaus motivierend und die Rätsel ordentlich, auch wenn sich das Adventure nicht von anderen Genrevertretern absetzt. Negativ ist das aber nicht, da die Knobelaufgaben ausreichend fordernd sind und mich mehrmals vor Hindernisse gestellt haben, ohne frustrierend zu werden. Auch deshalb hat mich Vlad Circus: Curse of Asmodeus bis zum Ende gut unterhalten. Adventures-Fans mit einem Hang zu düsteren Geschichten und Horror-Atmosphäre sollten einen Blick wagen.
Kurzfazit: Atmosphärisches Adventure in schicker Pixel-Art-Optik, das eine düstere Geschichte erzählt und mit ordentlichen Rätseln motiviert.
Vielen Dank an Blowfish Studios & Indiesruption für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Vlad Circus: Curse of Asmodeus!
Details
Titel: Vlad Circus: Curse of Asmodeus
Genre: Adventure
Publisher: Blowfish Studios
Entwickler: Indiesruption
Spieler: 1
Syteme: Switch (getestet), PlayStation 5, Xbox Series X|S, Xbox One, PC
Altersfreigabe: ab 16
Erscheinungsdatum: 26. August 2025
© 2025 Indiesruption